Dienstag, 15. Dezember 2020

ADVENTSKALENDER: Türchen 15 / Buchrezension: fremd von Ursula Poznanski und Arno Strobel


fremd

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung
Verlag: Rohwolt Verlag
Titel: fremd
Autor: Ursula Poznanski und
Arno Strobel
Erscheinungsjahr: 26. August 2016
Seitenzahl: 416 Seiten
Kapitelzahl: 51 Kapitel
ISBN: 978-3-8052-5084-9
Cover: broschierte Ausgabe
Preis: 9,99 Euro

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Klappentext:
"Ich sehe das Aufflackern der Eingangsbeleuchtung nur durch Zufall. Draußen ist Licht, wo keines sein sollte. Ich steige die Treppe herunter. Genau in dem Moment, in dem ich beginne mir lächerlich vorzukommen, tritt ein Schatten aus dem Dunkel der Küche. Der Schrei, der aus mir herauswill, erstirbt auf halbem Weg."

Ein Fremder steht plötzlich in Joannas Haus. Behauptet, ihr Lebensgefährte zu sein. Aber sie hat ihn noch nie gesehen. 
Erik kommt abends nach Hause, zu seiner Joanna. Aber die erkennt ihn nicht. Glaubt, dass er ein Einbrecher ist. Und all seine Sachen sind aus dem Haus verschwunden. 
Jemand treibt ein perfides Spiel. Ein Spiel, das sich bald als tödlich entpuppt...

Inhaltsangabe:
Joanna Berrigan ist in der Welt der Schönen und Reichen aufgewachsen und hat nun dieses Leben endgültig satt. Die junge Frau ist die Tochter eines äußerst einflussreichen und wohlhabenden Geschäftsmannes. Um aus den Fängen ihres strengen Vaters zu entkommen, verlässt sie ihre Heimat Australien und baut sich in Deutschland eine komplett neue Existenz als Fotografin auf. Ihr Vater duldet diese aufmüpfige Art nur unter der Bedingung, dass sie nach ihrer Rückkehr Matthew, einen Mann der ebenfalls sehr vermögend und in der Gesellschaft hoch angesehen ist, heiratet. Doch was sie ihren Eltern bisher verschwiegen hat: Joanna hat sich mittlerweile neu verliebt und lebt mit ihrem Verlobten Erik gemeinsam in München. 
Als Erik nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt, freut er sich nur noch auf einen gemütlichen Abend mit Joanna. Bereits an der Hofeinfahrt stellt der Vertriebsleiter und IT-Spezialist der Firma Energy Engineering fest, dass der 80 cm hohe Metallkakadu am Hauseingang nicht mehr vorhanden ist. Dem jungen Mann sticht dieser Verlust sofort ins Auge, da die Metallfigur einst ein Geburtstagsgeschenk an seine Verlobte war als Erinnerung an ihr Heimatland. Das ungute Gefühl hält weiter an, während er sein Zuhause betritt. Erneut stellt er fest, dass sämtliche Gegenstände die von ihm stammen verschwunden sind. Joanna, die nur mit einem Bademantel bekleidet plötzlich vor ihm steht, ist das blanke Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Sie erkennt Erik nicht und versucht vor dem vermeintlichen Einbrecher zu fliehen. Da Erik befürchtet, dass Jo aufgrund von Stress eine kurzzeitige Amnesie hat, möchte er seine Freundin mit allen Mitteln beschützen. Er hat Sorge, dass diese von einem Arzt eingewiesen und anschließend nach Australien abgeschoben wird.
Nachdem der erste Schock überwunden ist, stellt Joanna ihrem angeblichen Verlobten Fragen, die ihrer Meinung nach jeder nahestehende Bekannte locker beantworten kann. Doch Erik weiß zu keinem angesprochenen Punkt die passende Antwort. Beide versuchen sich gegenseitig von ihrer eigenen Identität zu überzeugen und geraten dadurch in ein teuflisches Spiel, bei dem es zum Schluss um Leben und Tod gehen wird. 
Wer von den beiden spielt nicht mit offenen Karten und wem darf man überhaupt noch trauen? 

Eigene Meinung:
Ursula Poznanski und Arno Strobel zählen unter anderem zu meinen absoluten Lieblingsautoren im deutschsprachigen Bereich. Daher war "fremd" schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste, von der ich das Buch nun befreite. 
Die Lektüre handelt von zwei Protagonisten die im Grunde nicht unterschiedlicher sein könnten. Dabei geht es zum einen um die australische Millionärstochter Joanna Berrigan und zum anderen um Erik, einen aus München stammenden IT-ler. Die Handlung wird abwechselnd aus der Perspektive der beiden Personen geschrieben, was dem Buch teilweise einen hohen Unterhaltungswert verschaffte. Leider ergaben sich dabei doppelte Dialoge und identische Perspektiven, wodurch der Leser keine neue Informationen erhielt und das Geschehen dadurch etwas langweilig wirkte. 
Die Grundidee ist genial: Ein glückliches Liebespaar das sich scheinbar schon eine ganze Weile kennt und sich plötzlich wie Fremde gegenübersteht. Was sich erst einmal völlig absurd anhört, ist aber eine gut durchdachte Story die sich wie ein roter Faden durch das komplette Buch zieht. Poznanski und Strobel haben es geschickt eingefädelt, dass sowohl Erik als auch Jo möglichst wenig soziale Kontakte besitzen, sodass es praktisch keine sofortige Auflösung der Situation gab. Im Gegenteil: Personen die durch ihr Wissen etwas beisteuern konnten wirkten auf den ersten Blick verdächtig. Dies hatte zur Folge, dass man sämtlichen Mitwirkenden misstrauisch gegenüber stand. Wer die Bücher von Arno Strobel kennt, wird bereits nach wenigen Kapiteln wissen, welche Richtung die Handlung einschlägt. Der Leser merkt, dass der komplette Geschichtsverlauf Poznanki's Handschrift trägt, da die Szenen eine gewisse Tiefe beinhalten. Dies gibt dem Buch eine besondere Note. 
Fazit: Liebe, Vertrauen, Angst, Hass und Rache sind nur wenige Wörter um die es in diesem Buch geht. Zwei tolle Autoren die gemeinsam ein Werk erschaffen haben, bei dem man vor Spannung kaum die Lektüre beiseitelegen kann. 
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

Anmerkung:
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2 Kommentare:

  1. Im Moment mag echt lieber weichgespülte Romane ....*gg
    Aber ich bin sicher es einige freuen sich über diesen Buchtipp .
    LG heidi

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    Antworten
    1. Guten Abend liebe Heidi,
      ich kann das wirklich sehr gut verstehen.
      Normalerweise mag ich zur Weihnachtszeit auch lieber romantische Novellen, allerdings stand das Büchlein so lange schon auf meiner SUB-liste- ich musste es praktisch befreien :)
      Liebe Grüße und einen schönen Abend
      Andrea ♥

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