Sonntag, 23. August 2026

Buchrezension: Das Café am Rande der Welt - Eine Erzählung über den Sinn des Lebens (Teil 1) von John Strelecky

Das Café am Rande der Welt -
Eine Erzählung über den Sinn des Lebens

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung
Verlag: dtv Verlag 
Titel: Das Café am Rande der Welt -
Eine Erzählung über den Sinn des Lebens
Autor: John Strelecky 
Erscheinungsjahr: 01. Februar 2007
Seitenzahl: 128 Seiten
Kapitelzahl: 16 Kapitel
ISBN: 978-3-423-20969-4
Cover: broschierte Ausgabe
Preis: 9,95 Euro 
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Reihenfolge der "Café am Rande der Welt"-Reihe:

Klappentext:
Im Leben ankommen
In einem kleinen Café  am Rande der Welt wird John, ein stets gestresster Manager, mit Fragen nach dem Sinn des Lebens konfrontiert. Diese führen ihn gedanklich weit weg von seiner Bürotage an die Meeresküste von Hawaii. Dabei verändert sich seine Einstellung zum Leben und zu seinen Beziehungen, und er erfährt, wie viel man von einer weisen grünen Meeresschildkröte lernen kann. So gerät diese Reise letztlich zu einer Reise zum eigenen Selbst. 

Inhaltsangabe:
Sonne, Strand und vor allem eins: Erholung. Mit diesen Gedanken macht sich John auf den Weg in den Urlaub. Für eine Woche soll es nach Hawaii gehen um dort wieder zu Kräften zu kommen. Gut vorbereitet mit einer aus dem Internet ausgedruckten Landkarte macht sich der erfolgreiche Manager per Auto auf den Weg. Doch schon bald kommt er auf dem Highway in einen Stau der ihn zum Umkehren zwingt. Ohne einen Reiseatlas im Gepäck fährt John stundenlang orientierungslos umher, bis es nicht nur allmählich immer dunkler wird und er Hunger bekommt, sondern auch sein Tank sich langsam dem Ende neigt. 
Völlig verzweifelt und genervt von der scheinbar ausweglosen Situation biegt der 28-jährige an einer Kreuzung links ab und bemerkt einige Meilen später plötzlich in der Ferne ein Licht. Voller Hoffnung fährt John darauf zu und findet zu seiner Erleichterung dort ein weißes, rechteckiges Gebäude das mit blauen Neonröhren auf dem Dach den Namen des Objekts preisgibt - Café der Fragen. John betritt das einsam gelegene Lokal welches im amerikanischen 50ger Jahre Stil eingerichtet ist. Sofort kommt Casey -die Kellnerin- auf den neuen Gast zu und bringt ihm die Speisekarte. Neben der Aufzählung der einzelnen Mahlzeiten bemerkt John hierauf drei Lebensfragen die ihn irritieren. Nach kurzem Zögern bestellt er trotz später Abendstunde ein großes Frühstück. Während des Essens befasst sich der Manager mit den Fragen auf der Menükarte und reflektiert zum ersten Mal sein bisher geführtes Leben.
Unterstützung bei seinen Denkanstößen erhält er von Casey, dem Koch und dem Ladenbesitzer Mike sowie von einem Gast namens Anne. 
Der Abend nimmt für John eine schicksalshafte Wendung und ehe er sich versieht, beginnt nicht nur ein neuer Tag, sondern für John auch ein neues Lebensgefühl...

Eigene Meinung:
Das Café am Rande der Welt ist der erste Teil einer Buchreihe von John Strelecky. Protagonist der Geschichte ist John, ein erfolgreicher Manager der völlig ausgelaugt für eine Woche Urlaub machen möchte. Durch Umwege kommt der 28-jährige direkt am Café der Fragen vorbei, welches völlig abgelegen irgendwo im Nirgendwo zu finden ist. 
Zunächst scheinen seine Nerven blank zu liegen, denn er hat sich völlig verfahren, ist hungrig und sein Benzin auf der Reserve. Als er neben den Speisen drei Lebensfragen auf der Menükarte liest, nimmt er sich diesen an und erfährt dabei erstaunliches. 
Obwohl das Büchlein mit seinen 128 Seiten eher schmal ist, so hat es der Inhalt wirklich in sich. Der Schreibstil ist flüssig und die Erzählweise angenehm, sodass man sich schleichend auf die tiefgründigeren Gespräche der Protagonisten einstellen kann. Die philosophischen Denkanstöße wirken nicht übertrieben, sondern werden spielerisch durch Metapher integriert die dazu animieren sich wie John zu reflektieren. Besonders gefällt mir, dass Strelecky nicht in esoterische Theorien und Klischees abdriftet, sondern stets auf dem Boden der Tatsachen bleibt und der Handlung genug Spielraum für eigene Interpretationen gibt. 
Fazit: In der Einfachheit liegt der Schlüssel: Eine seichte Geschichte die dazu animiert sein eigenes Leben zu reflektieren und zu hinterfragen. 
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen 

Sonntag, 16. August 2026

Buchrezension: Das Deutschland Backbuch - die besten Rezepte für Kuchen, Torten, Brote und vieles mehr von Jürgen Krauss

Das Deutschland Backbuch -
die besten Rezepte für Kuchen, Torten, Brote und vieles mehr


Infos zum Buch:

unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar 
Verlag: Südwest Verlag
Titel: Das Deutschland Backbuch -
die besten Rezepte für Kuchen, Torten, Brote und vieles mehr
Autor: Jürgen Krauss
Erscheinungsjahr: 10. September 2025
Seitenzahl: 208 Seiten
ISBN:978-3-517-10356-3
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 25,00 Euro
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Klappentext:
Backen Sie mit Jürgen* unwiderstehliche Köstlichkeiten wie Schwarzwälder Kirschtorte, Bienenstich, Streuselkuchen und Käsesahne... oder klassisches Festtagsgebäck wie Lebkuchen, Stollen und Plätzchen. Und für alle, die etwas Herzhaftes bevorzugen, hat er Rezepte für knusprige Brezen, hauchdünne Flammkuchen, schwäbische Seelen und einen saftigen Zwiebelkuchen aus seiner Familienrezept-Schatztruhe gezaubert. Märchenhafte Fotos wecken süße Kindheitserinnerungen und detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen lüften so manches Backgeheimnis. 
 
*Der Physiker, Posaunist und Backautodidakt wurde in England als Jürgen the Bread bekannt, als er mit seinem Charme, seinen ausgeklügelten Rezepten und seinem wisenschaftlichen Know-how die Herzen des Publikums bei der britischen Backshow "The Gread British Bake Off" eroberte.  
 
Aufbau / Inhalt:
  • Einleitung
  • Waffeln, Küchle und Dampfnudeln
    (z.B. Apfelküchle, Strieberle, Grießschnitten, Omas Waffeln, Dampfnudeln uvm.)
  • Blechkuchen 
    (z.B. Einfacher Streuselkuchen, Streuselkuchen mit Obst, Donauwellen, Butterkuchen uvm.)
  • Kuchen und Torten
    (z.B. Schwarzwälder Kirschtorte, Bienenstich, Herrentorte, Sachertorte, Prinzregententorte, Gebackener Käsekuchen, versunkener Apfelkuchen, Linzertorte uvm.)
  • Süße und herzhafte Brote und Brötchen
    (z.B. Schwäbische Seelen, Milchbrötchen, Laugenbrezeln, Flammkuchen, Gugelhupf, Schokoladen-Babka, Rosinenzopf, Quark-Streusel-Kolatschen, Puddingplunder uvm.)
  • Festliches Gebäck
    (z.B. Neujahrsbrezel, Mutzenmandeln, Scherben, Osterzopf mit Joghurt, Spritzkuchen, Fastenwähe, Bethmännchen, Marzipanspritzgebäck, Quarkstollen, Elisenlebkuchen uvm.)
  • Grundrezepte
    (z.B. Apfelmus, Pudding, Weinschaumcreme, einfacher süßer Hefeteig, Weißbrot uvm.)
  • Register
  • Dank 
Eigene Meinung:
„Das Deutschland Backbuch“ von Jürgen Krauss ist weit mehr als nur eine Sammlung von unterschiedlichen Backrezepten. Die 208-seitige Ausgabe ist eine kulinarische Reise quer durch Deutschland, die der Freiburger Autor mit persönlichen Erinnerungen an seine Kindheit und zahlreichen Bildern wie auch Anekdoten begleitet. 
In diesem umfangreichen Sammelband stellt Jürgen Krauss von Region zu Region die unterschiedlichsten Köstlichkeiten vor, die er nach Hauptkategorien sortiert hat. Neben Dampfnudeln, Waffeln, Kuchen und Torten findet darin auch herzhaftes und festliches seinen Platz. Dadurch bietet das Buch für jede Gelegenheit und Jahreszeit passende Ideen um den Frühstücks- und Kaffeetisch mit etwas Besonderem zu decken. Die jeweiligen Rezepte unterscheiden sich zudem im Schwierigkeitsgrad. Während einige schnell und einfach nachzubacken sind, erfordern andere etwas mehr Zeit und Geduld. 
Besonders positiv ist hierbei hervorzuheben, dass die Rezepte nicht einfach nur für sich allein stehen, sondern der Autor von seiner Kindheit und persönlichen Erinnerungen erzählt, die er mit den jeweiligen Speisen verbindet. So erfährt man nicht nur etwas über die Herkunft der Leckereien, sondern zudem auch noch persönliches aus dem Leben des Physikers, Posaunists und Backautodiktats. 
Selbst die liebevoll gestaltete Aufmachung überzeugt sofort und untermalt die behagliche Atmosphäre die dieser Band ausstrahlt. Denn die über 100 aufwendig in Szene gesetzten Farbfotografien der fertigen Backwerke machen Lust darauf, dass ein oder andere Rezept selbst auszuprobieren. Man spürt beim Durchblättern jeder Seite wie viel Herzblut und Mühe sich der Autor gemacht hat, sodass diese gebundene Ausgabe weit über eine gewöhnliche Rezeptsammlung hinausgeht. 

Fazit: Ein tolles Backbuch, das die kulinarische Vielfalt sowie persönliche Erinnerungen miteinander verbindet. 
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
 
Quelle: Buch Abb. S. 39-40 / S. 62-63 / S.126-127

Sonntag, 26. Juli 2026

Buchrezension: DIE TELEFONZELLE AM ENDE DER WELT von Laura Imai Messina

DIE TELEFONZELLE
AM ENDE DER WELT


Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung
Verlag: btb Verlag
Titel: Die Telefonzelle am Ende der Welt
Autor: Laura Imai Messina
Erscheinungsjahr: 11. Januar 2023
Seitenzahl: 352 Seiten
Kapitelzahl: 22 Kapitel
ISBN: 978-3-442-77268-1
Cover: Taschenbuch
Preis: 12,00 Euro
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Klappentext:
Eine Tagesfahrt von Tokio entfernt steht in einem Garten am Meer einsam eine Telefonzelle. Nimmt man den Hörer ab, kann man dem Wind lauschen - und den Stimmen der Vergangenheit. Viele Menschen reisen zu dem Telefon des Windes, um mit ihren verstorbenen Angehörigen zu sprechen und um ihnen die Dinge zu sagen, die zu Lebzeiten unausgesprochen bleiben. So kommt eines Tages auch Radiomoderation Yui an den magischen Ort. Im Tsunami von 2011 verlor sie ihre Mutter und ihre kleine Tochter. Yui lernt in dem Garten den Arzt Takeshi kennen, auch er muss ein Trauma verarbeiten. 
Die beiden nähern sich an, gemeinsam schöpfen sie neuen Mut. Und erlauben sich zum ersten Mal, dem Leben einfach seinen Lauf zu lassen. Ganz gleich, was es für sie vorgesehen hat...

Inhaltsangabe:
Die in Tokio lebende Yui ist eine erfolgreiche Radiomoderatorin. In ihrer aktuellen Sendung widmet sich die 31-jährige dieses Mal einem ganz besonderen Thema, nämlich der Trauer. Sie möchte von ihren Zuhörern wissen, wie diese mit Verlust umgehen. Unter den zahlreichen Anrufern meldet sich unter anderem ein Mann aus Iwate, einer Region die 2011 besonders schwer von der Tsunami-Katastrophe am 11. März getroffen wurde. 
Der Unbekannte erzählt von einer besonderen Telefonzelle die sich im Bell Gardia befindet, einem prachtvoll angelegten Garten in der Nähe vom Meer. Obwohl die Telefonzelle nicht am Netz angeschlossen ist, pilgern jährlich tausende von Menschen dorthin, um durch den Hörer mit ihren verstorbenen Angehörigen zu sprechen. Der Wind, der dort oben weht, klingt für viele wie die Stimmen derer, die sie verloren haben. 
Seine Worte lassen Yui sofort innehalten, denn auch sie war damals von dem Unglück betroffen bei dem sie ihre 3-jährige Tochter und geliebte Mutter verloren hat. 
Tief berührt von dieser Geschichte beschließt die junge Frau den siebenstündigen Weg zur besagten Telefonzelle anzutreten. Dort angekommen, begegnet sie Takeshi, einem Arzt der ebenfalls den Bell Gardia aufsucht. Auch er hat einen Verlust zu beklagen und möchte über das Telefon des Windes Kontakt zu seiner verstorbenen Ehefrau aufnehmen. Während die beiden gemeinsam die mysteriöse Telefonzelle besuchen und gleichzeitig auch Freundschaft mit deren Besitzer und Hüter schließen, wird es zur Takeshi’s und Yui’s Ritual sich einmal im Monat im Bell Gardia zu treffen. 
In der Trauer finden die beiden nicht nur Trost, sondern auch Hoffnung. Und vielleicht, ganz unterwartet sogar eine neue Liebe…

Eigene Meinung:
„Die Telefonzelle am Ende der Welt“ von Laura Imai Messina ist eine Geschichte die unter die Haut geht. Im Mittelpunkt stehen die 31-jährige Yui und der 35-jährige Takeshi, die beide am 11. März 2011 durch den verheerenden Tsunami ihre Liebsten verloren haben. Durch Zufall erfahren sie vom „Telefon des Windes“, das inmitten eines wunderschön angelegten Gartens steht. Dort soll man die Stimmen der Verstorbenen hören können, was viele Trauernde veranlasst diesen Ort aufzusuchen um Trost zu finden. Auch Yui und Takeshi machen sich auf den Weg dorthin. 
Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, da er sehr gewöhnungsbedürftig war. Doch nach ein paar Kapiteln habe ich mich ganz gut in die Handlung eingefunden. Besonders gefallen haben mir die zusätzlichen Informationen zwischen den Kapiteln. Oft wurden Situationen, die in der Haupthandlung nur kurz angedeutet wurden, noch einmal aufgegriffen und vertieft. Diese Abschnitte geben der Geschichte somit etwas Besonderes und helfen, das Gesamtbild klarer zu sehen. 
Leider wurde ich mit den Protagonisten nicht warm. Zwar erfährt man viel über das Schicksal von Yui und Takeshi - unter anderem auch über deren Verluste, nichtsdestotrotz hätte ich mir aber mehr Tiefe gewünscht. So blieben die Figuren für mich teilweise farblos. 
Das Thema des Romans hat mich sehr berührt, da ich mich noch gut an die zahlreichen Reportagen über die Tsunami-Katastrophe erinnern kann. Dass es die Telefonzelle im Bell Gardia tatsächlich gibt und sie für so viele Menschen ein Ort des Trostes ist, macht die Geschichte umso bewegender. 
Fazit: Laura Imai Messina gibt den Hinterbliebenen des Tsunamiunglücks durch dieses Buch eine Stimme.
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen

Sonntag, 12. Juli 2026

Buchrezension: Finding Home in Paris - Auf den Spuren der Liebe von Sina White

Finding Home in Paris -
Auf den Spuren der Liebe
 
Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: Independently published
Titel: Finding Home in Paris - 
Auf den Spuren der Liebe 
Autor: Sina White
Erscheinungsjahr: 15. Mai 2026
Seitenzahl: 176 Seiten
Kapitelzahl: 18 Kapitel 
ISBN: 979-8197649492
Cover: Taschenbuch
Preis: 9,95 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? amazon.de
 
Klappentext:
Eine Reise, die alles verändert...
Sie wollte nur ihre verschwundene Freundin finden und fand dabei viel mehr...
 
Vor drei Monaten hat Sophie das letzte Mal von ihrer besten Freundin gehört. 
Seither ist Natalie in Paris verschwunden, wo sie ein neues Leben beginnen wollte. Da die Polizei im Dunkeln tappt, beschließt Sophie, der Sache selbst auf den Grund zu gehen. 
Kurzerhand reist sie in die französische Metropole, um in einem der nobelsten Hotels einen Aushilfsjob als Zimmermädchen anzunehmen. Dort trifft sie auf Maurice, einen etwas gewöhnungsbedürftigen Rezeptionisten, dessen Freund ebenso unauffindbar ist. Gemeinsam folgen sie den Spuren der Vermissten quer durch die Stadt. Doch die Situation läuft aus dem Ruder, als die beiden ins Visier von Kriminelle der Drogenszene geraten. 
 
Inhaltsangabe:
Sophie und Natalie sind beste Freundinnen. Die beiden Frauen leben zusammen in einer WG in London. Während Sophie Veterinärmedizin studiert und sich mit einem ungeliebten Job in einem Coffeeshop über Wasser hält, arbeitet Natalie als Eventplanerin. Nachdem ihre Beziehung zerbricht, wagt Natalie einen Neuanfang und zieht nach Paris, wo sie eine Stelle im renommierten Luxushotel „La Belle Fille“ annimmt. 
Trotz der räumlichen Distanz bleiben die Mädchen weiterhin unzertrennlich. Tägliche Telefonate und Nachrichten bestimmen ihren Alltag. Doch am 5. März bricht der Kontakt zwischen ihnen abrupt ab und Natalie gilt seither als vermisst. 
Drei Monate später fehlt von ihr noch immer jede Spur und auch die polizeilichen Ermittlungen verlaufen im Sande. Sophie, die schon krank vor Sorge ist, erhält auch von Natalie’s Eltern diesbezüglich keine weiteren Informationen. 
Entschlossen ihre beste Freundin nicht aufzugeben, kündigt Sophie ihren Studentenjob und reißt nach Frankreich um dort auf eigene Faust zu recherchieren. Ihre erste Spur führt sie direkt in das Luxushotel „La Belle Fille“. Dort trifft sie auf Maurice, einem zunächst wenig sympathischen Hotelangestellten. Dabei erfährt sie, dass auch dessen bester Freund Pierre seit drei Monaten verschwunden ist. So kommt es, dass die beiden sich zusammenschließen und gemeinsam versuchen, die rätselhaften Vermisstenfälle aufzudecken. 
Je tiefer sie in das Geheimnis eintauchen, desto gefährlicher werden ihre Nachforschungen. Und aus dieser Zweckgemeinschaft entwickelt sich zwischen den beiden langsam mehr…
Werden Sophie und Maurice ihre Freunde Natalie und Pierre wieder finden? 
 
Eigene Meinung:
Unter dem Pseudonym Sina White veröffentlichte die Autorin im Mai 2026 ihren Roman Finding Home in Paris - Auf den Spuren der Liebe. 
Drei Monate: Keine Nachricht, kein Lebenszeichen - nur quälende Ungewissheit. Sophie und Natalie sind beste Freundinnen die sich in London eine WG teilen. Als Natalie nach Paris zieht um in einem Luxushotel einen Neuanfang zu wagen, scheint sie ihr Glück gefunden zu haben. Doch plötzlich verschwindet sie spurlos. Und Natalie bleibt nicht die Einzige. Auch Pierre, ein Angestellter desselben Hotels wird zur gleichen Zeit vermisst. Entschlossen ihre Freundin zu finden, fliegt Sophie nach Frankreich. Gemeinsam mit Maurice, Pierre's bestem Freund, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. 
Sina White überzeugt mit einem lebhaften und vor allem bildhaften Schreibstil und spritzigen Dialogen. Von der ersten Seite an gelingt es ihr, Spannung aufzubauen und diese bis zum Ende nahezu durchgehend aufrechtzuerhalten. Das Erzähltempo bleibt konstant, sodass kaum Längen entstehen. 
Besonders ist ihr die Verbindung aus Romantik und Krimielementen gelungen. Die Suche nach den verschwundenen Freunden bildet einen spannenden Mittelpunkt der Handlung, während sich gleichzeitig eine zarte Liebesgeschichte zwischen Sophie und Maurice entwickelt. Da die Gefühle nicht überstürzt entstehen, sondern mit den Herausforderungen wachsen wirkt das komplette Geschehen stimmig und ausgewogen. 
Die Charaktere sind sympathisch und man spürt wie das Schicksal die beiden Freunde immer enger zusammenschweißt.
Mit „Finding Home in London“, ist bereits ein weiterer Band erschienen. Demnächst kommt „Finding Home in Rome“ auf den Büchermarkt, der die Reihe fortsetzt. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden. 
Fazit: Spannend, gefühlvoll und mitreißend. Ein packendes Buch, das Lust auf mehr macht. 
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

Mittwoch, 24. Juni 2026

Buchrezension: Sturm über Christiansø (Band 4) von Michael Kobr

Sturm über Christiansø
 
Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: Goldmann Verlag
Titel: Sturm über Christiansø
Autor: Michael Kobr
Erscheinungsjahr: 10. Juni 2026
Seitenzahl: 400 Seiten
ISBN: 978-3-442-30239-0
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 25,00 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag
 
Reihenfolge der Kommissar Lennart Ipsen-Reihe:
 
Klappentext:
Über Bornholm türmen sich dunkle Wolken: ein großes Technologieprojekt erschüttert den Inselfrieden. Und eine leidenschaftliche Umweltschützerin verschwindet spurlos…
Mitten in der Ostsee, unweit der dänischen Sonneninsel Bornholm, liegen die kleinen Erbseninseln. Ein paar Dutzend Einwohner, viel Natur und malerische Fischerkaten: das perfekte Idyll. Bis die junge Umweltaktivistin Anna unter mysteriösen Umständen verschwindet. Besteht ein Zusammenhang mit ihrem erbitterten Kampf gegen einen großen Windpark vor der Küste? Lennart Ipsen, Leiter der Bornholmer Kripo, nimmt das Postschiff, um im winzigen Christiansø erste Ermittlungen anzustellen. Doch ein heftiger Sturm zieht auf, Lennart sitzt fest. Und muss, während der Wind die Inseln umtost, feststellen, dass auch dieser scheinbar so verwunschene Ort nicht von den Herausforderungen der modernen Zeit verschont geblieben ist -  und Neid, Hass und Habgier ihren festen Platz haben…
 
Inhaltsangabe:
Bornholm, Samstag der 11. Oktober. Für Kommissar Lennart Ipsen soll es ein ganz besonderer Abend werden. Nachdem er vor über einem Jahr nach seiner Scheidung und einem Burnout auf die dänische Ostseeinsel Bornholm gezogen ist, möchte er endlich seine neue Wohnung im Industriehafen Rønne einweihen. Zu den Gästen zählen seine beiden Kolleginnen Tao Nguyen und Britta Blomdal mit ihrem Mann Mats Lund, sowie Lennarts Vorgänger, Morten Nygaard und dessen Frau. 
Doch die Einstandsfeier wird durch einen unerwarteten Anruf jäh unterbrochen. Inge Steenberg meldet ihre Tochter Anna als vermisst. Seit über einem Tag kann sie die Mittzwanzigerin weder telefonisch noch persönlich erreichen. 
Schnell sorgt das Verschwinden der 26-jährigen für Aufsehen, denn Anna Steenberg ist eine bekannte Klimaschutzaktivistin mit einer großen Reichweite auf ihren Social-Media-Plattformen. 
Inzwischen gilt Bornholm als Vorzeigeprojekt der europäischen Energiewende und wurde sogar zur „Energieinsel“ erklärt, da rund um das Eiland mehrere riesige Offshore-Windparkanlagen gebaut wurden. Während einige Bewohner stolz auf diese Entwicklung sind, gehört Anna zu den Kritikern dieses Projekts. Gemeinsam mit anderen Vogel- und Naturschützern warnt sie vor den Folgen für die Zugvögel, da deren herkömmliche Flugrouten durch die Windräder beeinträchtigt werden. Zusätzlich prangert sie regelmäßig kleinere Vergehen von Inselbewohnern öffentlich auf ihren Accounts an. Die polizeilichen Ermittlungen gestalten sich zunächst als schwierig, da weder Anna’s Freunde noch deren Familie sich erklären können, was es mit deren plötzlichen Verschwinden auf sich hat. 
Erst als das Segelboot der Klimaaktivistin gefunden wird auf dem Anna lebt, erhält der Fall eine dramatische Wendung. 
An Bord entdecken die Ermittler neben verwischten Blutspuren auch zahlreiche mysteriöse Tabletten sowie einen ominösen Tracker. Für Lennart Ipsen und seinem Team steht damit fest, dass die Frau einem Verbrechen zum Opfer fiel. 
Schon bald geraten die ersten Personen ins Visier der Ermittler. 
Hatte Anna sich mit ihren Protesten gegen den Energiekonzern AirPower Bornholm mächtige Feinde geschaffen oder versuchte ein Inselbewohner die junge Frau mundtot zu machen? 
Wo ist Anna und wer steckt hinter ihrem mysteriösen Verschwinden?
 
Eigene Meinung: 
Mit seinem Roman „Sturm über Christiansø“ veröffentlicht Michael Kobr bereits seinen vierten Band der Bornholm-Krimireihe, der am 10. Juni erschienen ist. Obwohl ich die vorherigen Bände nicht gelesen habe, hatte ich keine Schwierigkeiten den Einstieg in die Geschichte zu finden. Der Autor versteht es sehr gut, wichtige Informationen über die Figuren geschickt in die Handlung einzubauen, ohne dabei langatmig zu werden oder Stammleser mit Wiederholungen zu langweilen. Nichtsdestotrotz wrüde ich Neueinsteigern empfehlen, die Reihe von Beginn an zu lesen. Die Figuren sind vielschichtig ausgearbeitet und besitzen einen hohen Wiedererkennungswert. Auch das Setting wurde toll in Szene gesetzt. Die etwas abgeschiedene Lage mitten in der Ostsee sorgt für eine besondere Atmosphäre und verstärkt das Gefühl von Spannung, da es auf solchen Inseln kaum ein Entkommen gibt, weder für Täter noch für Opfer. 
Auch das Thema von Kobr ist brandaktuell: Die Diskussion um erneuerbare Energien die oft mit den Interessen von Naturschützern kollidieren. Dadurch wirkt die Handlung sehr realistisch und greifbar. Man hat beim Lesen oft das Gefühl, dass sich ein ähnlicher Fall tatsächlich so ereignen könnte.
Kobr beweist ein gutes Gespür für Dramaturgie. Einerseits steht der Kriminalfall im Fokus und hält bis zum Schluss die Spannung aufrecht, anderereseits nimmt er sich ausreichend Zeit für die zwischenmenschlichen Momente. 
Fazit: Für Krimifans ist das Buch eine klare Kaufempfehlung: aktuelle Themen, ein starkes Ermittlerteam und eine atmosphärische Kulisse gehen perfekt ineinander über.
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

Sonntag, 21. Juni 2026

Buchrezension: DER TOD FUHR MIT - Authentische Kriminalfälle aus dem Osten der 1990er-Jahre von Bernd Kaufholz und Hendrik Weber

DER TOD FUHR MIT -
Authentische Kriminalfälle aus dem Osten der 1990er-Jahre

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: mitteldeutscherverlag
Titel: DER TOD FUHR MIT - 
Authentische Kriminalfälle aus dem Osten der 1990er Jahre
Autoren: Bernd Kaufholz und Hendrik Weber
Erscheinungsjahr: März 2026 
Seitenzahl: 252 Seiten 
Kapitelzahl:10 Kapitel
ISBN: 978-3-68948-060-8
Cover: broschierte Ausgabe
Preis: 20,00 Euro 
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag
 
Klappentext:
Die frühen 1990er: Chaos, Umbruch, neue Freiheit – und neue Formen des Verbrechens. In seinem aktuellen Band erzählt True-Crime-Autor Bernd Kaufholz, gemeinsam mit Staatsanwalt a. D. Hendrik Weber, zehn spektakuläre Fälle aus Halle und Umgebung. Zwischen Bordell- und Taximorden und dem berüchtigten „Kannibalen vom Mansfelder Land“ zeigt der Band, wie die Wendejahre auch die Kriminalität neu formten - mit organisierten Strukturen, brutalen Gewalttaten und zögernden Zeugen: Mit sachlicher Präzision, journalistischem Blick und Feingefühl entsteht ein zeitgeschichtliches Panorama des Verbrechens nach der Wende: erschütternd, spannend und authentisch bis ins Detail.
 
Inhaltsangabe:
Wir schreiben das Jahr 1994: Eigentlich sollte es ein entspannter Tag werden, als Großeltern am 2. September gemeinsam mit ihrem Enkel im brandenburgischen Havelland an einer Kieferschonung nach Pilzen suchen. Doch der Ausflug nimmt eine schreckliche Wendung als der 49-jährige Großvater in einer Böschung einen grausamen Fund macht. Vor ihm liegt eine zum Teil skelettierte Leiche in Seitenlage, der Kopf 20 cm vom Halsansatz entfernt daneben. Auffällig sind zudem die verschnürten Arme sowie die Fesselungen an Beinen und Hüfte. Wer der Tote ist, weiß niemand. Lediglich ein Gips am Unterarm könnte der Polizei einen ersten Anhaltspunkt liefern. 
Umgehend werden die Ermittlungen aufgenommen. Mithilfe der örtlichen Tageszeitung gelingt es schließlich die Identität des Opfers zu klären. Es handelt sich um den 37-jährigen Detlef Darß. Stets knapp bei Kasse versuchte er durch verschiedene Projekte endlich beruflich Fuß zu fassen, doch der gewünschte Erfolg blieb aus. 
Später muss sich sein Weg mit seinem Mörder gekreuzt haben. Den genauen Tathergang müssen Ermittler mühsam rekonstruieren. Erst nach mehr als einem halben Jahr führt eine heiße Spur schließlich zum Täter. 
Dasselbe Jahr, ein neuer Fall versetzt die Polizei in Alarmbereitschaft. Am 14. August 1994 wird die 12-jährige Jana aus dem tschechischen Vojkovice an einem See bei Pilsen tot aufgefunden. Der grausame Fund war besonders schockierend, da die Heranwachsende mit starken Kopfverletzungen nicht nur unbekleidet war, sondern zudem an ihrem linken Unterarm ein ca. 12cm breites Stück Gewebe fehlte. Außerdem kommen die Ermittler zu dem Verdacht, dass Blut aus der Wundstelle gesaugt wurde. Alle Spuren führen zu Ralf H., der von der Presse als „Der Vampir vom süßen See“ oder „Der Kannibale vom Mansfelder Land“ bezeichnet wird. Der 28-jährige gilt als Psychopath und leidet nach Einschätzung von Experten an Mysophilie. Im späteren Verlauf der Aufklärungsarbeit werden zudem weitere paraphile Störungen bei ihm diagnostiziert, die selbst erfahrene Ermittler erschüttern.
Nur wenige Jahre später ereignet sich ein weiterer tragischer Fall. Im Juli 1997 arbeitet Klaus M. hauptberuflich bei der Deutschen Bahn. Um sein Einkommen aufzubessern, jobbt er nebenbei als Aushilfe für das Unternehmen „Löwen-Taxi“. Als er eines abends einen Fahrgast mitnimmt, ahnt Klaus M. nicht, dass der Fremde später sein Mörder sein wird. Die Ermittler gehen von einem Raubmord aus. Doch diesen Mörder zu überführen, erweist sich zunächst schwieriger als gedacht. Dieser ungewöhnliche Fall zeigt, dass trotz sorgfältiger Polizeiarbeit manchmal auch ein Quäntchen Glück nicht fehlen darf… 
 
Eigene Meinung:
Mit dem Buch „Der Tod fuhr mit“ haben der Reporter Bernd Kaufholz und der ehemalige Staatsanwalt Hendrik Weber zehn spannende Kriminalfälle aus Halle und Umgebung aufgearbeitet, die sich in den frühen 1990er-Jahren ereignet haben. 
Die im Buch geschilderten Fälle beruhen alle auf wahren Begebenheiten. Lediglich die Namen einiger Personen wurden zum Schutz ihrer Privatsphäre abgeändert und zwischenmenschliche Dialoge unterliegen teilweise der schriftstellerischen Freiheit. Dennoch tragen sie dazu bei, dass die Geschehnisse für den Leser besser nachvollziehbar sind und zeigen auf, wie sich die Ereignisse am Tat-Tag abgespielt haben könnten. 
Die politische Wende brachte nicht nur für die Bevölkerung tiefgreifende Veränderungen mit sich, sondern stellte auch die Polizei und Justiz vor neue Herausforderungen, denn neue Aufgabenbereiche kamen hinzu. Während Zeugenaussagen in der DDR oftmals als die „Beweise der Krone“ galten, gewannen nun zunehmend kriminaltechnische und sachliche Beweismittel an Bedeutung. 
Durch die vielen im Buch enthaltenen Schwarz-Weiß-Fotografien die entweder den Tatort, einzelne Beweisstücke oder sogar Teile aus den Ermittlungsakten darstellen, bekommt man einen guten Eindruck, wie aufwendig echte Ermittlungsarbeit ist.
Bis heute übt True Crime auf viele Menschen eine besondere Faszination aus. Wahre Kriminalfälle zeigen nicht nur die Abgründe menschlichen Handelns, sondern geben auch Einblicke in die oft mühsame Arbeit von Ermittlern, Staatsanwälten und Gerichten. Dazu gehören auch spektakuläre Verbrechen wie die Tötung von Detlef Darß, der Fall der zwölfjährigen Jana oder der Raubmord an dem Taxifahrer Klaus M. - Fälle, die auf unterschiedliche Weise bis heute in Erinnerung geblieben sind.
Fazit: Ein Buch das eindringlich zeigt, wie eng wahre Verbrechen, menschliche Abgründe sowie die Ermittlungsarbeiten der Behörden nach der Wende miteinander verbunden sind.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen  
Quelle: Buch Abb. S. 11 / S. 108-109

Sonntag, 24. Mai 2026

Mailand, eine Stadt zwischen Fashion und Geschichte. Ein kurzer Reisebericht.

 
Wer kennt sie nicht, die großen Modemetropole Paris, London, New York und natürlich Mailand. Doch die Stadt ist viel mehr als nur Trendsetter im Fashionbereich und Heimatort vieler Luxusmarken. Denn beim Erkunden findet man an jeder Ecke prachtvolle Architekturen und Denkmäler großer Persönlichkeiten, die bis heute die Geschichte Italiens prägen. 


Schon lange haben mich die vielen Bilder des Castello Sforzesco fasziniert, ein Schloss am Piazza Castello, welches sich nordwestlich der Altstadt befindet. 

 
Das prachtvolle Gebäude wurde 1450 von Francesco Sforza errichtet, der mit seiner Familie dort über Jahre lebte. 
Um die Stadtburg sehen zu können, bedarf es erstmal keines Tickets.


Der weitläufige Innenhof ist für Besucher kostenlos sowie der angrenzende Parco Sempione, der zum Spazieren und Verweilen einlädt.


Im Inneren des Kastells befinden sich mehrere Museen mit bedeutenden Kunstwerken und historischen Sammlungen, darunter auch Werke von Michelangelo und Leonardo da Vinci. Um dies sehen zu können, muss man allerdings Eintritt bezahlen. 

Die Torre Filarete mit dem Eingangstor zum Castello

Wer die gesamte Anlage in Ruhe erkunden- und dabei ein wenig in die Geschichte Mailands eintauchen möchte, sollte mindestens einen halben Tag dafür einplanen. 
 
  
Besonders beeindruckend ist außerdem der große Springbrunnen vor der Außenanlage: Zu jeder vollen Stunde schießt dort eine riesige Fontäne in die Höhe und sorgt für ein wirklich imposantes Bild.

Während meines Mailand-Trips sind mir außerdem immer wieder die vielen Denkmäler bedeutender Persönlichkeiten ins Auge gestochen. 

Monumento a Leonardo da Vinci

Vor allem die Statuen von Leonardo da Vinci sowie von Giuseppe Garibaldi, einem der wichtigsten Freiheitskämpfer Italiens, haben mich besonders beeindruckt.  

Monumento a Giuseppe Garibaldi
 
Sie verleihen der Stadt zusätzlich eine gewisse historische Größe und Eleganz. 
 
Monumento a Vittorio Emanuele II
 
Was die Stadt zusätzlich so lebendig macht sind die vielen Straßenkünstler und Schausteller. Ob Musiker, Tänzer oder Künstler mit ihren Bildern, überall gibt es etwas zu entdecken und zu bestaunen. 
 
 



Gerade die Flaniermeilen, die direkt auf den Dom zulaufen, machen unglaublich viel Spaß. 
An fast jeder Ecke befindet sich ein Café mit freundlichem Personal und unmittelbar daneben elegante Geschäfte sowie kleine Boutiquen, die zum Bummeln einladen.

Sebastian Cafè Milano



Auf einen Ort habe ich mich jedoch ganz besonders gefreut: die berühmte Galleria Vittorio Emanuele II. 


Die elegante Einkaufspassage mit ihrer etwa 250 Meter langen Ladenstraße, dem kunstvollen Mosaikboden und der rund 40 Meter hohen Glaskuppel gilt als älteste überdachte Einkaufsgalerie Italiens. 



Vermutlich zählt sie neben dem Mailänder Dom zu den meistfotografiertesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. 
Eröffnet wurde das Bauwerk 1877, benannt nach Victor Emmanuel II, dem ersten König des vereinten Italiens. 


Heute reihen sich dort vor allem exklusive Luxusmarken wie Chanel, Dior, Gucci oder Prada aneinander. 
Mein persönliches Highlight war eine kleine Buchhandlung mitten in der Passage. 

Libreria Bocca
 
Das außergewöhnliche Innendesign wirkte fast wie aus einer anderen Welt und passte perfekt zu den besonderen Büchern, die dort verkauft wurden.



Anschließend führte mich der Weg weiter zur Piazza Mercanti, einem der ältesten Plätze Mailands. Zwischen den historischen Gebäuden und engen Gassen wird einem plötzlich bewusst, wie alt und geschichtsträchtig diese Metropole eigentlich ist. 



Auch das Rathaus fügt sich perfekt in dieses beeindruckende Stadtbild ein.



Und dann kommt schließlich der Moment, auf den man in Mailand fast automatisch zuläuft: der berühmte Mailänder Dom, das Herzstück der Stadt. 


Schon aus der Ferne wirkt er überwältigend, doch direkt davor verschlägt es einem regelrecht die Sprache. Unzählige Figuren, Türme und filigrane Ornamente schmücken die imposante Außenfassade, während Menschen aus aller Welt staunend davorstehen.


Der Bau des Doms begann bereits im 14. Jahrhundert und zog sich über mehrere Jahrhunderte hinweg. Genau diese Mischung verschiedener Baustile macht ihn heute so einzigartig.


 
Um das Innere des Doms zu besuchen, benötigt man allerdings ein Ticket. Aufgrund der langen Wartezeiten empfehle ich deshalb, dieses bereits online vorab zu buchen. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Zusätzlich hat man dann auch die Möglichkeit die Dachterasse zu besuchen und so einen Blick über ganz Mailand zu erhaschen.


Alles in allem war es ein toller Trip, den ich jedem empfehlen kann, der ein wenig italienische Luft schnuppern möchte. Wichtig ist hier explizit zu erwähnen sich vor der Reise schlau zu machen welche Sehenswürdigkeiten und Ausstellungen man besuchen möchte, da überall mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist. Auch sind die meisten Bauten nur mit einem gültigen (nicht gerade billigen) Ticket von Innen zu sehen.