Mittwoch, 15. Januar 2020

Buchrezension: Die kleinen Wunder von Mayfair von Robert Dinsdale

Die kleinen Wunder von Mayfair

Infos zum Buch:

unbezahlte Werbung
Verlag: Droemer-Knaur Verlag
Titel: Die kleinen Wunder von Mayfair
Autor: Robert Disdale
Erscheinungsjahr: 01. Oktober 2018
Seitenzahl: 464 Seiten
ISBN: 978-3426226728
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 20,00 Euro
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Klappentext:


AUSHILFE GESUCHT
Fühlen Sie sich verloren? Ängstlich?
Sind Sie im Herzen ein Kind geblieben?
Dann sind Sie bei uns richtig.
Das Emporium öffnet beim ersten Winterfrost seine Tore.
Keine Erfahrung erforderlich.
Kost und Logis inbegriffen.
Willkommen bei Londons größtem Spielwarenhändler.
Papa Jacks Emporium
Iron Duke Mews,
London Mayfair W1K
Inhaltsangabe:
November 1906
Die 15-jährige Cathy Wray ist total verzweifelt, denn sie erwartet von einem Nachbarsjungen ein uneheliches Kind. Aus Scham vor dieser peinlichen Situation wollen ihre Eltern das minderjährige Mädchen bis zu ihrer Entbindung in ein Frauenheim nach Dovercourt schicken. Nach der Geburt darf Catherine wieder nach Hause zurückkehren, während ihr Baby in die Obhut einer anderen Familie gegeben werden soll. 
Sowohl der Vater des Ungeborenen, als auch ihre eigene Familie strafen die Heranwachsende bis dahin mit Missachtung und Geringschätzung. Nur Lizzy, Cathy's ältere Schwester unterstützt sie heimlich und überreicht ihr eines abends eine Zeitungsanzeige, in der in Mayfair eine Aushilfe für Papa Jacks Emporium gesucht wird. Da das hilflose Mädchen unbedingt ihr Baby behalten möchte, sieht sie keinen anderen Ausweg, als von Zuhause wegzulaufen um sich in London auf die ausgeschriebene Stelle in dem Spielzeugladen zu bewerben. 
Nach ihrer Ankunft fällt ihr sofort auf, dass dieses Geschäft weit mehr ist, als ein normaler Spielwarenhandel, denn er wirkt nahezu magisch auf sie. In sämtlichen Gängen und Winkeln des Emporiums befinden sich zahlreiche Patchworktiere- die sich wie lebendige Lebewesen verhalten. Auch riesige Bäume aus Pappmaschee die bereits Wurzeln in den Bodendielen geschlagen haben und in denen sich täuschend echte Vögel aus Pfeifenreinigern aufhalten- überwältigen Cathy. Zwischen all diesen Wunderlichkeiten hält sich der Inhaber Jekabs Godman auf- der von allen nur Papa Jack genannt wird, sowie seine beiden Söhne Kaspar und Emil. Nachdem die 15-jährige den gewünschten Job erhalten hat, wird Kaspar dem Erstgeborenen schnell klar, in welcher misslichen Lage sich das Mädchen befindet. Da er für Cathy bereits Gefühle entwickelt hat, versteckt er den Teenager nach der Saisonarbeit in einem lebensgroßen Spielzeughaus inmitten des Emporiums. Denn das Geschäft hat seine Tore nur zwischen dem ersten Frost und dem Erblühen der Maiglöckchen geöffnet. Als Emil eines Tages durch Zufall die versteckte Cathy findet, will auch dieser helfen und schweigt über seine Entdeckung. Obwohl schon immer ein Konkurrenzkampf zwischen den beiden Brüdern bestand wer das bessere Spielzeug baut, entwickelt sich nun auch eine Rivalität, für wen sich die Schwangere letztlich entscheidet. 
Doch das größte Problem steht allen noch bevor, denn bald bricht der erste Weltkrieg aus und alles wird sich ändern...

Eigene Meinung:
"Die kleinen Wunder von Mayfair" ist Robert Dinsdale's dritter Roman. Es handelt sich hierbei um eine Geschichte, die 1906 mit der Ausreißerin Cathy Wray beginnt. Das schwangere 15-jährige Mädchen begibt sich alleine nach Mayfair, in der Hoffnung durch die ausgeschriebene Stelle Unterstützung von Papa Jack zu bekommen. Das Geschäft mit seinen nahezu lebensechten und besonderen Spielsachen wirkt so magisch, dass selbst der Leser beim Verschlingen der Seiten und Zeilen wieder zum Kind wird. Robert Dinsdale versteht es mit einer Leichtigkeit einen Ort zu schaffen, bei dem nichts so ist wie es scheint. Der Autor verleiht mit seinen wundervollen Ideen der Geschichte einen ganz besonderen Zauber, der nicht übertrieben wirkt und trotzdem die Spielsachen, das Gebäude und auch die Protagonisten zu etwas ganz Besonderem werden lässt. 
Doch hinter der Fassade des Emporiums steckt weit mehr als nur ein ganz einfacher Spielzeugmacher. Jekabs Godman ist ein gebrochener, alter Mann, der in seinem Leben schon viel mitgemacht hat. Daher baut er für sich und seine Kinder über das Emporium eine regelrechte Schutzzone auf, in der sich alle sicher fühlen können. Nichtsdestotrotz wetteifern seine beiden Söhne um die Gunst des Vaters und wer dessen Nachfolge später einmal antreten darf.  
Der Geschichtsverlauf verselbstständigt sich durch die vielen unterschiedlichen Charaktere. Kaspar der Erstgeborene und technisch verstierte, Emil der kindlich wirkende Tollpatsch, Cathy die vernünftige Friedenstifterin und zuletzt Papa Jack der normalem Spielzeug Leben einhaucht, sorgen für ein hohes Unterhaltungspotenzial. Das Buch nimmt ab der Mitte eine dramatische Wendung, die für einen weiteren Handlungsstrang sorgt. Der Autor spielt mit dem Leser, in dem er diesen in die Abgründe des ersten Weltkrieges blicken lässt und gleichzeitig die Magie im geschützten Emporium präsentiert. Doch schon bald droht der Krieg nicht nur das Land zu zerstören, sondern auch die heile Welt im zauberhaften Spielzeugladen.
Fazit: Dies ist eine tiefgründige und magische Geschichte, die der Autor aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Wer einmal angefangen hat das Buch zu lesen, kann nicht mehr aufhören. 
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

Quelle: Bild Abb. Innenseite 

Montag, 13. Januar 2020

Buchrezension: FÜNF (Teil 1) von Ursula Poznanski

FÜNF

Infos zum Buch:

unbezahlte Werbung 
Verlag: Rohwolt Verlag
Titel: FÜNF
Autor: Ursula Poznanski
Erscheinungsjahr: 01. Juli 2013
Seitenzahl: 384 Seiten
ISBN: 978-3499257568
Cover: broschierte Ausgabe
Preis: 9,99 Euro
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Reihenfolge:

Teil 1: FÜNF
Teil 2: BLINDE VÖGEL
Teil 3: STIMMEN
Teil 4: SCHATTEN

Klappentext:

THANKS FOR THE HUNT...
Du bist fündig geworden.
Rätselaufgaben, deren Lösung Koordinaten sind. 
In Plastikbehäler verpackte Leichenteile. 
Zeugen, die nach der Befragung sterben.
Es ist eine blutige Version von Geocaching, eine grausige Jagd, auf die sich die Salzburger Ermittlerin Beatrice Kaspary einlassen muss. 
Der Fall scheint unlösbar. 
Und plötzlich wird sie selbst zur Beute.

Inhaltsangabe:

Die zweifache Mutter Beatrice Kaspary und ihr Kollege Florin Wenninger arbeiten gemeinsam für das BKA Salzburg. Beide Beamte werden am frühen Morgen vom Rinderbauer Raininger auf die Kuhweide in der Nähe von Abtenau gerufen, da dieser auf seiner Wiese eine Frauenleiche entdeckt hat. Auf dem Bauch liegend, den Kopf zur Seite neigend, die Beine nach oben verdreht und die Arme am Rücken zusammengebunden, gibt diese erst einmal keinen Aufschluss auf ihre Identität, da das Opfer keine Personalpapiere bei sich trägt. Nach kurzer Betrachtung des Leichnams entdeckt Beatrice eine ungewöhnliche Zahlenkombination an den nackten Fußsohlen der Frau, die vermutlich von ihrem Peiniger eintätowiert wurden. Des Weiteren befindet sich im Gesicht der Unbekannten ein auffälliges Muttermal neben ihrem rechten Mundwinkel, welches die Hoffnung aufkommen lässt, dass sie eventuell in der Vermisstenakte der Polizei zu finden ist. Tatsächlich macht die fleißige Kommissarin nach einigen Recherchen einen Volltreffer. Bei der Toten handelt es sich um die 39-jährige Nora Papenberg, eine Werbetexterin die seit vier Tagen nach einem Agenturessen mit ihren Mitarbeitern spurlos verschwunden ist. Vermisst erklärt wurde sie von ihrem Ehemann, den die beiden österreichischen Ermittler kurze Zeit später umgehend aufsuchen. Bei deren Besuch in Papenbergs's Zuhause erklärt der trauernde Witwer, dass Nora laut den Aussagen ihrer Arbeitskollegen vorzeitig die Feier verlassen hat, nachdem sie über heftige Kopfschmerzen klagte. Doch statt wie angegeben Heim zu fahren, traf sie sich vermutlich mit einer Person,  die sie anschließend ermordet hat. Bei weiteren Nachforschungen stellen die Kriminalbeamten fest, dass es sich bei der eintätowierten Zahlenfolge um Koordinaten handelt. Mit Hilfe eines GPS-Geräts, in das sie die Zahlen eingeben, gelangen die Beamten an den gewünschten Standort des Unbekannten. Daher suchen Beatrice und Florin die Umgebung akribisch ab und finden in einem versteckten Felsvorsprung einen weißen Plastikbecher. In der Frischhaltebox befindet sich eine abgetrennte, männliche Hand und ein neuer Hinweis des Mörders über die nächsten Koordinaten. Doch der Täter macht es den Ermittlern nicht einfach, denn seine Botschaften bestehen aus verschlüsselten Hinweisen und mathematischen Aufgaben. Kaspary und Wenninger versuchen die komplexen Angaben zu entschlüsseln und finden dabei immer mehr Leichenteile zu verschwundenen Personen die anscheinend alle miteinander in Verbindung standen. 
Als Beatrice langsam einen Zusammenhang erkennen will, ist sie bereits im Visier des Täters der auch für sie eine Rolle in seinem perfiden Plan vorgesehen hat...

Eigene Meinung:
"FÜNF" ist der erste Teil einer Buchreihe von Ursula Poznanski welche unter dem Slogan "Kaspary und Wenninger ermitteln" veröffentlicht wurde. Der im Jahr 2013 erschienene Krimi hat mir an sich gut gefallen, auch wenn ich persönlich einige Passagen als zu langatmig und wenig spannend empfunden habe. Die Autorin hat einen Kriminalroman verfasst, der sich mit dem Hobby Geocaching auseinandersetzt. Bis heute, sechs Jahre später, ist diese Freizeitbeschäftigung noch immer ein sehr beliebtes Hobby sowohl für Naturliebhaber, Abenteurer aber auch für Forscher und Wanderer. Zum Verständnis: Geocaching ist eine moderne Art der Schnitzeljagd. Die Verstecke, die so genannten "Caches" werden anhand geographischer Koordinaten über eine bestimmte Website veröffentlicht. Jeder kann mit Hilfe eines GPS-Geräts nach diesen Behältern suchen, aus der Box etwas als Souvenir herausnehmen und/oder hineinlegen und anschließend sich in das beiliegende Logbuch eintragen. Sinn und Zweck ist es, dass Suchende dabei neue Gebiete und spannende Orte kennenlernen die man als Außenstehender vermutlich so nie gefunden hätte. 
Poznanski's Idee darüber ein Buch zu schreiben gefiel mir sehr gut, auch die Auflösung zum Ende war sehr interessant und wendungsreich, jedoch war der Mittelteil sehr schleppend. Statt Spannung an den jeweiligen Mord- und Vermisstenfällen aufzubauen bzw. zu intensivieren, wurde der Leser oft mit den privaten Problemen der Kommissarin unterhalten, was ich manchmal etwas störend empfand. 
Fazit: Die Grundidee war gut, die Umsetzung leider weniger. Spannung und Nervenkitzel blieben hin- und wieder auf der Strecke, dafür wurde der Leser mit einem unerwarteten und überraschend guten Ende belohnt. 
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen

Anmerkung:
Weitere Rezensionen von Ursula Poznanski:
ELANUS (Buch, Rezension vom 05.03.17)
AQUILA (Hörbuch, Rezension vom 18.08.17)
THALAMUS (Hörbuch, Rezension vom 22.08.2018)
EREBOS (Buch, Rezension vom 04.09.2018)
VANITAS Teil 1 (Hörbuch, Rezension vom 21.02.2019)
EREBOS 2 Teil 2 (Hörbuch, Rezension vom 11.09.2019)

Mittwoch, 8. Januar 2020

DIARY: MEINE SUB-Liste / Auflistung meiner ungelesenen Bücher sortiert nach Genre

Hallo meine lieben Bücherwürmer,

ich hoffe sehr, dass ihr alle inzwischen gut im neuen Jahr angekommen seid?
2020 ist bereits acht Tage alt- diese Zeit habe ich genutzt, um ein wenig meinen Bücherschrank auf Vordermann zu bringen. Dabei verschaffte ich mir gleichzeitig auch einen Überblick über meiner ganzen noch ungelesenen Bücher. 
Manche Bände sind durch Weihnachten neu dazugekommen, andere wiederum verstauben beinahe in meinem Regal. 
Um das ganze Ausmaß meiner Bücherschrankleichen ein wenig besser vor Augen zu halten, habe ich sowohl für mich als auch für Euch diese Liste erstellt. Natürlich werde ich die Auflistung auch regelmäßig aktualisieren sofern sich etwas verändert und bin schon sehr gespannt, ob ich bis zum Jahresende einige Bücher befreien konnte, oder ob meine SUB-Liste eher gewachsen ist. 
Habt ihr einen genauen Überblick eurer ungelesenen Schätze?
Kennt ihr sogar das ein- oder andere Buch von meiner Zusammenstellung?

Romane:
  • 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen – Brownie Ware
  • Das blaue Zimmer – Rosamunde Pilcher
  • Das Licht zwischen den Meeren – M. L. Stedman
  • Dein perfektes Jahr – Charlotte Lucas
  • Die Liste der vergessenen Wünsche – Robin Gold
  • Eine Handvoll Worte – Jojo Moyes
  • Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen – Abbi Waxman
  • Jules Welt – Frühlingsglück und Gartenzauber – Marina Boos
  • Kleine Fluchten – Jojo Moyes
  • Morgen kommt ein neuer Himmel – Lori Nelson Spielman
  • Nur einen Horizont entfernt – Lori Nelson Spielman
  • Shopaholic & Family – Sophie Kinsella
  • Was bleibt sind wir – Jill Santopolo



Erotikromane:
  • Darker - Fifty Shades of Grey Gefährliche Liebe von Christian selbst erzählt: Band 2 – E. L. James
  • Sieben Jahre Sehnsucht – Silvia Day



Katzenromane:
  • Adventskätzchen- die schönsten Geschichten zum Fest – Jone Heer
  • Felix – Kate Moore
  • Tilly – Celia Haddon



Klassiker:
  • Das Hausbuch der schönsten Gedichte, Lieder & Geschichten (Schmuckausgabe)
  • Jane Eyre (Schmuckausgabe) – Charlotte Brontë
  • Sturmhöhe (Schmuckausgabe) – Emily Brontë



Krimis / Thriller:
  • Achtnacht – Sebastian Fitzek
  • Die Blutschule – Max Rhode
  • Flammenbrut – Simon Beckett
  • Ich sehe dich – Janet Clark
  • P.S ich töte Dich – Kurzgeschichten diverser Autoren
  • Rachekind – Janet Clark



Kinder- und Jugendbücher:
  • 30 Tage und ein ganzes Leben – Ashley Ream
  • Der Krähenmann – Christina Bomann
  • Die Märchen von Beedle dem Barden – J. K. Rowling
  • Die Stadt der träumenden Bücher  Walter Moers
  • ELIAS und LAIA – Sabaa Tahir
  • Finstermoos Band 1-4 – Janet Clark
  • Fremd – Ursula Poznanski und Arno Strobel
  • Geliebte Angst – Rebecca Knoll
  • In der Haut des Teufels – Marc Dugan
  • In deinem Herz-Trilogie – Heidrun Wagner
  • Jonny Sinclair- Dicke Luft in der Gruft – Sabine Städing
  • Mein Herz in allen Einzelheiten – Anja Mailich
  • Skeleton Creek: Wenn das Böse erwacht – Patrick Carman
  • Quidditch im Wandel der Zeit – J. K. Rowling

Dienstag, 31. Dezember 2019

DIY: Miniraketen basteln / Frohes Neues Jahr 2020


Hallo meine Lieben,

heute Nacht werden wir uns von dem ereignisreichen Jahr 2019 verabschieden und das neue Jahr 2020 willkommen heißen. 
Weitere 365 Tage warten nur darauf von uns gefüllt zu werden. Egal ob mit Freude, neuen Entscheidungen oder mit gewonnener Lebenserfahrung- auch viele Höhen und Tiefen werden uns begleiten, die aber jeden Einzelnen nur wachsen und reifen lassen. 

"An der Schwelle des neuen Jahres lacht die Hoffnung und flüstert, es werde uns mehr Glück bringen."
(Alfred Tennysen)

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Viel Glück, Gesundheit und dass alle Hoffnungen, Erwartungen, Wünsche und Pläne in 2020 in Erfüllung gehen werden. Ich danke allen die so fleißig und regelmäßig mich hier besuchen kommen und über jeden einzelnen Kommentar den ihr dalasst. 
Ich bin sehr stolz auf die vielen wundervollen Personen die ich kennenlernen durfte und möchte keinen mehr missen. 

Nachdem ich selbst auf das Böllern und Abschießen von Raketen verzichte zum Wohle der Tiere, habe ich mich entschlossen eine Alternative zu finden, um symbolisch ebenfalls das neue Jahr einleiten zu können. Daher kam mir die Idee mit den Raketen-Blumensteckern bzw. den Raketen-Strohhalmen.
Untenstehend habe ich eine kleine Bastelanleitung für Euch zusammengestellt. 
Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Nachbasteln!


Materialien:
  • leere Toilettenrollen bzw. Küchenrollen 
  • Goldfolie
  • Pergamentpapier
  • Motivpapier 
  • Bleistift / Schere
  • (Heiß)-Kleber
  • Zirkel
  • Sticker und Bänder zum Verzieren
  • Holzspieß bzw. Fleischspieß
Arbeitsschritte:


1. Schritt: Schneide die Rolle längs durch und kürze diese auf die gewünschte Größe der Rakete. 


2. Schritt: Drehe danach die Toilettenrolle ein wenig ein, damit die Proportionen mit der einer Rakete ähneln- und fixiere diese mit Tesa oder Heißkleber. Anschließend schneidest Du das Motivpapier so zurecht, dass der Raketenkörper damit ummantelt werden kann. 


3. Schritt: Nun wird die Kappe mit Goldfolie nachgeformt. Dazu benutzt Du den Zirkel und zeichnest einen kleinen Kreis. Dieser wird sauber ausgeschnitten und einmal bis ca. zur Mitte vorsichtig eingeschnitten. Nun lässt sich der Kreis zu einem Kegel formen. Der Anfang und das Ende muss mit Kleber verbunden werden. Anschließend ist es wichtig, dass alles gut trocknet.


4. Schritt: Damit die Rakete möglichst echt aussieht, benutzt Du am besten Pergamentpapier oder einen kleinen Stoffrest. Schneide das Stück zu einem Rechteck und klebe dieses in das Innenteil der Rakete. Das Gleiche machst Du nun auch mit dem Holzspieß.


5. Schritt: Mit Schleifen und Stickern kann die Rakete nach Belieben verziert werden.

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Buchrezension: CAPSULE WARDROBE: Das Nähbuch von Henrike Domin

CAPSULE WARDROBE:
Das Nähbuch


Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar 
Verlag: EMF-Verlag
Titel: Capsule Wardrobe: Das Nähbuch
Autor: Henrike Domin
Erscheinungsjahr: 13. August 2019
Seitenzahl: 160 Seiten
ISBN: 978-3-96093-424-0
Cover: gebundene Ausgabe

Preis: 24,99 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag


Klappentext:
DER MODE-TREND
ALS NÄHBUCH
Vielfältig, gut miteinander kombinierbar, durchdacht-
deine selbstgenähte Capsule Wardrobe

Wandelbare Must-sews - die 10 Schnitte bieten 
viele Nähvariationen und Kombinationsmöglichkeiten

Bild für Bild unverzichtbare Basics wie Hose, Kleid und Shirt nähen lernen

Inhaltsangabe: 
"CAPSULE WARDROBE" - was ist das eigentlich?
Dieser Begriff ist momentan in aller Munde. In der heutigen Zeit, in der jeder mit seinen Outfits up-to-date sein möchte und die Bekleidungsgeschäfte ihre Mode zum kleinen Preis anbieten, ist es nicht ungewöhnlich, dass der eigene Kleiderschrank aus allen Nähten platzt. Trotzdem kommt überwiegend in der Damenwelt das Gefühl auf, dass sie nichts passendes zum Anziehen hat wenn es darauf ankommt. 
Das Projekt "Capsule Wardrobe" bewirkt, dass die Garderobe auf eine gewisse Anzahl von Basics beschränkt wird, die sich jedoch variabel kombinieren lassen und zu den unterschiedlichsten Anlässen getragen werden können. Dabei ist es von Vorteil, wenn man seinen eigenen Typ kennt und die Stilrichtung bzw. Farbauswahl darauf ausrichtet. In diesem Buch wird sowohl dem Nähanfänger als auch dem Profi gezeigt, wie er aus zehn unterschiedlichen Nähprojekten, 365 Outfits nähen und kombinieren kann. Dabei spielt es keine Rolle ob die Dame Größe 32 oder Größe 50 trägt, da die jeweiligen Schnitte alle neutral und sogar auf Zwischengrößen abgestimmt sind. 
Die gebundene Ausgabe wird in zwei große Bereiche eingeteilt. Im ersten Abschnitt klärt die Autorin den Leser über das theoretische Wissen auf- zum Beispiel was eine Capsule Wardrobe ausmacht und nach welchen Kriterien Kleidungsstücke aussortiert werden sollen. Bei dieser Gelegenheit gibt Henrike Domin Stilberatungstipps zu unterschiedlichsten Farbkombinationen je nach Frauentyp und Jahreszeit. Dem Nähanfänger soll durch die jeweiligen Erklärungen von der Abmessung der Passform, der Schnittanpassung je nach Figur, die Grundausstattung unterschiedlichster Nähutensilien bis hin zum Stoffkauf der Einstieg in die Materie erleichtert werden. Der zweite Bereich des Nähbuches beschreibt den praktischen Teil. Hier stellt die Autorin dem Leser nun die einzelnen Nähprojekte vor. Egal ob Legging-Pants, Tops, Cardigans oder Pullover- alles wird durch eine ganz genaue Anleitung anhand von bunten Bildern und ausführlichen Texten erklärt. Auf den letzten Seiten des Buches gibt es eine alphabetische Auflistung sämtlicher Fachbegriffe, die kurz und bündig erklärt sind, sodass selbst ein Anfänger mit der Beschreibung gut zurecht kommt. 
Highlight des Nähbuches sind die detailreich gestalteten Schnittmusterbögen auf den beiden Innenseiten des Hardcovers. Mit diesen Bögen kann man sich problemlos seine eigene Garderobe ganz individuell schneidern und nach den jeweiligen Bedürfnissen zusammenstellen. Eine Universallektüre, welche ihren Fokus auf Nachhaltigkeit und einem bewussteren Umgang mit Kleidung legt.

Mein selbstgenähtes Silvester-Glitzertop mit Hilfe des Nähbuches
Eigene Meinung:
CAPSULE WARDROBE – Das Nähbuch von Henrike Domin ist eine Handarbeitslektüre der besonderen Art. Auf 122 Seiten mit zusätzlich sechs Schnittmusterbögen lassen sich zahlreiche, selbstgenähte Outfits erstellen, die für jede Dame (Kleidergröße 32-50) und jeden Anlass passend sind. Die Autorin gibt präzise Tipps und hält sowohl für Hobbyschneiderinnen aber auch Profis eine Menge interessante Informationen bereit. Die verschiedensten Nähvarianten laden zum Entdecken und umgehenden nachschneidern ein. Bei diesem Buch gefällt mir besonders gut, dass alle Größenvarianten (auch Zwischengrößen) mit diesen Schnittmusterbögen kombiniert werden können. Damit sich Nähanfänger leichter zurechtfinden, sind die Schnittanpassungen auf sechs Sonderseiten nochmals ausführlich und detailgetreu erklärt. Interessant ist auch die Vorstellung der unterschiedlichsten Stoffvarianten und der dazu passenden Erklärungen. Somit ist gewährleistet, dass die Materialien mit dem Nähprojekt harmonieren. 
Die jeweiligen Anleitungen sind in folgende Sparten aufgeteilt: Stoff bzw. zusätzliches Material wie eine Einlage, Stichvarianten z.B. Geradstich oder Zickzack, empfohlene Nähvarianten z.B bei größerer Oberweite oder ähnliches, Passform, welche Besonderheiten das Nähprojekt zulässt und welcher Schnittbogen benötigt wird für den Stoffzuschnitt. Mit vielen detailgetreuen Bildern und Textanleitungen kann man mit dem gewünschten Kleidungsstück starten. 
Ich habe mich von den vielen tollen Vorschlägen inspirieren lassen und mir daraufhin ein Top für Silvester genäht. Trotz kleiner Startschwierigkeiten bin ich mit dem Endergebnis sehr zufrieden. Das nächste Nähprojekt ist bereits in Planung.
Fazit: Ein sehr übersichtlich gestaltetes Nähbuch, bei dessen Inhalt gründlich recherchiert wurde und sowohl für Nähanfänger als auch Profis gleichermaßen ansprechend ist. Mit dieser Lektüre ist eine individuelle, nachhaltige Garderobe gewährleistet.
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

Quelle: Buch Abb. S. 26 / S. 104-105 / S. 108 / Innenseite Hardcover Schnittmusterbogen

Samstag, 21. Dezember 2019

KLASSIKERWOCHE (Teil 6 von 6) / Buchrezension: Kloster Northanger von Jane Austen

Quelle: Hintergrundbild / Viktorianische Frau


Kloster Northanger

Infos zum Buch:

unbezahlte Werbung
Verlag: Reclam Verlag
Titel: Kloster Northanger
Autor: Jane Austen
Erscheinungsjahr: 24. Juni 2013
Original-Erscheinungsjahr: Dezember 1817 
Seitenzahl: 320 Seiten
Kapitelzahl: 31 Kapitel
ISBN: 978-3-15-030047-3
Cover: gebundene Ausgabe (nur im Schuber erhältlich)
Preis: 34,99 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag

Im Schuber enthaltend sind folgende Bände:

Klappentext:
Der posthum veröffentlichte Roman gehört zu den frühen Werken der englischen Klassikerin Jane Austen: Die siebzehnjährige Catherine Morland beeindruckt den jungen Geistlichen Henry Tilney mit ihrer frischen, naiven Art. Bevor Henry und Catherine ein Paar werden können, müssen sie allerhand kleine und große Hürden überwinden.

Inhaltsangabe:
Die 12-köpfige Familie Morland lebt zurückgezogen in Fullerton, einem kleinen Dorf mitten auf dem Land. Besonders Catherine sticht durch ihr burschikoses Verhalten oft heraus. Sie ist laut, spielt lieber Cricket als mit ihren Puppen und hat überhaupt kein Interesse an Blumen oder Pflanzen, wie es sich für eine junge Dame ihrer Zeit eigentlich gehört. Erst im zarten Alter von 15 Jahren entwickelt sich die junge Pfarrerstochter zu einem annähernd hübschen Mädchen, bei dem es langsam an der Zeit ist, sich mit jungen Leuten zu vergesellschaften. Da ihr Heimatort jedoch so klein ist, hat sie kaum eine Möglichkeit andere Gleichaltrige kennenzulernen. Doch das Schicksal meint es gut mit Catherine, denn das wohlhabende aber kinderlose Ehepaar Mrs. und Mr. Allen bitten die inzwischen 17-jährige, sie für sechs Wochen nach Bath zu begleiten. Nach Erlaubnis ihrer Eltern willigt die Jugendliche umgehend ein und freut sich sehr auf die bevorstehende Reise. 
Doch bereits wenige Tage nach ihrer Ankunft in dem Kurort lässt ihre Freude nach, als sie feststellt, dass der Höhepunkt des Tages ausschließlich die regelmäßigen Spaziergänge mit Mrs. Allen in der Brunnenhalle sind. Das Blatt wendet sich jedoch erneut zu Gunsten von Catherine, als die Heranwachsende bei einem Ball in den "unteren Gesellschaftsräumen" dem gutaussehenden Pfarrer Henry Tilney vorgestellt wird. Nur kurze Zeit später macht sie ebenfalls Bekanntschaft mit Isabella Thorpes, der ältesten Tochter von Mrs Allen's ehemaliger Schulfreundin. Während eines Gesprächs stellen die Mädchen fest, dass Catherine's Bruder James und Isabella's Bruder John langjährige Studienfreunde sind. Selbstverständlich werden daraufhin die beiden ebenfalls zu unzertrennlichen Verbündeten, die auch noch die selbe Leidenschaft für Schauergeschichten und Gruselromane teilen. 
Nach wenigen Wochen gesteht James seine Gefühle für Isabella und macht ihr schließlich einen Heiratsantrag den diese überglücklich annimmt- sehr zur Freude von Catherine. 
Zur selben Zeit lernt diese ihre heimliche Liebe Henry Tilney und seine Schwester Eleanor besser kennen und wird auf "Northanger Abbey" eingeladen, einem alten Kloster, welches Catherine von Anfang an gut gefällt. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und das junge Mädchen erhält eine Hiobsbotschaft nach der anderen....

Eigene Meinung:
"Kloster Northanger" oder auch unter dem Titel "Die Abtei von Northanger" bekannt, ist ein Liebesroman von Jane Austen der in der Zeit zwischen 1797 - 1803 entstand. Dieses Manuskript war eines der ersten Geschichten, welches ihr ein Medienunternehmen in Höhe von 10 Pfund abgekauft hat. Der englische Verlag "Crosby & Sons" ließ das Erstlingswerk jedoch nach dessen Erwerb grundlos über mehrere Jahre hinweg in seinen Regalen liegen. Erst als Jane Austen's Bruder Henry die Niederschrift wieder vom Verlag "Crosby & Sons" zurückgekauft hat, konnte "Northanger Abbey" (Originaltitel) im Dezember 1817 erstmals veröffentlicht werden. 
Wie in all ihren Büchern schreibt Austen über die bessere Gesellschaftsschicht und dem ständigen Bestreben nach einer guten und vorteilhaften Eheschließung. Auch dieses Mal gibt es wieder ein Pärchen, welches erst einige Hindernisse bewältigen muss, bevor die Liebe siegen kann. Die junge Pfarrerstochter Catherine Morland und der angesehene Pfarrer Henry Tilney scheinen füreinander bestimmt zu sein. Doch ganz so einfach macht es die Autorin dem Leser nicht. Bereits am Anfang überrascht Austen mit ihrem Erzählstil. Sie bindet den Leser aktiv mit ein und versucht durch ihre persönlichen Anmerkungen ihre Protagonistin lebhafter und realer erscheinen zu lassen, was ihr meiner Meinung nach auch sehr gut gelungen ist. 
Austen findet, dass das 17-jährige Mädchen keine typische Romanheldin ist, da sie aufgrund ihrer Optik und den mangelnden Fähigkeiten an Geschick unter dem Durchschnitt liegt. Gleichzeitig beschreibt sie Catherine als Anhängerin für Schauergeschichten und Gruselromane. Durch ihre scheinbar grenzenlose Fantasie schießt sie oft über das Ziel hinaus und so dringen immer wieder satirische Elemente durch, bei denen sich Jane Austen einen regelrechten Spaß erlaubt hat, da zur damaligen Zeit dieses Genre großer Beliebtheit angehörte. 
Die Handlung an sich war schön zu lesen: Ein junges, unerfahrenes Mädchen findet langsam ihren Platz in der Gesellschaft und lernt ihre große Liebe kennen. Trotz heimlicher Intrigen und vieler Widerstände kommt sie nicht vom Weg ab, sondern reift zu einer selbstbewussten jungen Frau heran. Bei der Reclam-Ausgabe gibt es auf den hinteren Seiten diverse Erklärungen und Anmerkungen zu unterschiedlichen Handlungsorten oder Gegebenheiten um die Geschichte besser nachvollziehen zu können. Die Schreibweise ist wie gewohnt hochtrabend, dennoch versprüht diese den Zeitgeist von früher. 
Fazit: Ein unterhaltsames und hin- und wieder überspitztes Werk, welches gespickt ist mit Satire, Humor und jeder Menge Intrigen. 
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

Anmerkung:
Weitere Rezensionen von Jane Austen
Verstand und Gefühl (Buch, Rezension vom 16.12.2019)
Stolz und Vorurteil (Buch, Rezension vom 17.12.2019)
Mansfield Park (Buch, Rezension vom 18.12.2019)
Emma (Buch, Rezension vom 19.12.2019)
Überredung (Buch, Rezension vom 21.12.2019)

Freitag, 20. Dezember 2019

KLASSIKERWOCHE (Teil 5 von 6) / Buchrezension: Überredung von Jane Austen

Quelle: Hintergrundbild / Viktorianische Frau


Überredung

Infos zum Buch:

unbezahlte Werbung
Verlag: Reclam Verlag
Titel: Überredung
Autor: Jane Austen
Erscheinungsjahr: 24. Juni 2013
Original-Erscheinungsjahr: Dezember 1817
Seitenzahl: 348 Seiten
Kapitelzahl: 24 Kapitel
ISBN: 978-3-15-030047-3
Cover: gebundene Ausgabe (nur im Schuber erhältlich)
Preis: 34,99 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag

Im Schuber enthaltend sind folgende Bände:

Klappentext:
Acht Jahre ist es her, dass sich Anne Elliot von ihrem Vater überreden ließ, den Heiratsantrag Frederick Wentworths zurückzuweisen. Fortan hat Anne freudlos auf dem Herrensitz ihres Vater gelebt, während aus Wentworth ein wohlhabender und weltgewandter Marineoffizier geworden ist. Als sich beide eines Tages wieder begegnen, beginnt eine zaghafte Annäherung, die in einer der originellsten Liebeserklärungen der Weltliteratur ihren Höhepunkt findet.

Inhaltsangabe:
Anne Elliot ist eine 27-jährige junge Frau, die zwar ein sehr freundliches und gebildetes Auftreten vorweist, aber trotzdem bisher unverheiratet blieb. Sie wächst als zweitälteste Tochter des freigiebigen Baronets Sir Walter Elliot auf, der mehr auf sein Aussehen und seinen Ruf achtet, als das familiäre Vermögen beisamen zu halten. Während ihre jüngere Schwester äußerst unselbstständig ist und daher eine Vernunftehe mit einem gut situierten Mann aus Uppercross einging, tritt ihre ältere Schwester Elizabeth in die Fußstapfen ihres Vaters und teilt mit ihm seine Verschwendungssucht.
Da jedes Familienmitglied nur mit sich selbst beschäftigt ist, findet Anne bei Lady Russell Gehör, mit der sie eine tiefe freundschaftliche Bindung pflegt. Diese war einst eine gute Freundin ihrer mittlerweile verstorbenen Mutter. Obwohl Anne fest davon überzeugt ist, dass es Lady Russell nur gut mit ihr meint, bereut sie es aufrichtig, dass sie vor etlichen Jahren auf den wohlgemeinten Rat der älteren Dame gehört hat. Vor acht Jahren lernte sie den gutaussehenden, aber mittellosen Marineoffizier Frederick Wentworth kennen, in den sie sich sofort Hals über Kopf verliebte. Um ihr Glück endgültig zu besiegeln, machte Wentworth der damals 19-jährigen einen Heiratsantrag, den diese aufgrund des ständigen Zuredens von Lady Russell nach anfänglicher Zusage wieder ablehnte. 
Da zwischenzeitlich Anne's Vater sein komplettes Erspartes ausgegeben hat, rät ihm der Familienanwalt das Anwesen Kellynch Hall zu verpachten. Widerwillig stimmen Elizabeth und ihr Vater dem Vorschlag des Juristen zu und der Landsitz wird einem wohlhabenden Ehepaar gegen ein Entgelt zur Verfügung gestellt. Ausgerechnet Wentworth's Schwager Admiral Croft und seine Gattin sind die neuen Mieter ihres ehemaligen Zuhauses. So kommt es wie es kommen muss: Eine Begegnung zwischen Anne und ihrem damaligen Verlobten Frederick Wentworth scheint nun unausweichlich. Doch nach über acht Jahren verhält sich der junge Mann äußerst zurückhaltend, nahezu abweisend. Immer wieder begegnen sich die beiden und Anne's Gefühle für ihre einstige große Liebe keimen erneut auf.
Gibt das Schicksal Anne nochmals eine Chance oder ist Frederick bereits in festen Händen?

Eigene Meinung:
Das Buch "Überredung" welches auch unter dem Titel "Anne Elliot oder die Kraft der Überredung" bekannt wurde ist ein Roman, welcher erst nach Jane Austen's Tod veröffentlicht wurde. Obwohl die englische Schriftstellerin schon über 200 Jahre tot ist, ist dieser Klassiker komplett zeitlos und spricht Probleme an, die noch heute dem aktuellen Zeitgeist entsprechen. Die Protagonistin Anne Elliot war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ihre angenehme Art, ihre höfliche Handlungsweise aber auch ihre Selbstständigkeit finden bei ihrer Familie keinen Respekt. Im Gegenteil: Die Zweitälteste Tochter wird mit Missachtung und Geringschätzung behandelt. Wie es der Titel bereits erahnen lässt, versuchen sämtliche Mitwirkenden ihr Umfeld so lange zu manipulieren, bis die betroffenen Personen sich überreden- und schließlich umstimmen lassen. 
Auch werden wieder viele humorvolle und satirische Szenen eingebaut, sodass der Gesellschaftsroman erneut einen konstanten Unterhaltungswert bietet, gleichzeitig aber die damalige Zeit realitätsnah veranschaulichen lässt. Dieser Band ist etwas außer der Reihe geschrieben, da die Protagonistin mit 27 Jahren immer noch unverheiratet ist, was der damaligen Zeit nicht entsprach und eher als ungewöhnlich galt. 
Fazit: Eine Handlung, die auf gewohnt hohem Niveau viel Spielraum lässt was die Weiterentwicklung der einzelnen Figuren betrifft. Der Roman repräsentiert die damalige Gesellschaft und enthält den typischen Austen-Stil.  
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

Anmerkung:
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