Sonntag, 24. Mai 2026

Mailand, eine Stadt zwischen Fashion und Geschichte. Ein kurzer Reisebericht.

 
Wer kennt sie nicht, die großen Modemetropole Paris, London, New York und natürlich Mailand. Doch die Stadt ist viel mehr als nur Trendsetter im Fashionbereich und Heimatort vieler Luxusmarken. Denn beim Erkunden findet man an jeder Ecke prachtvolle Architekturen und Denkmäler großer Persönlichkeiten, die bis heute die Geschichte Italiens prägen. 


Schon lange haben mich die vielen Bilder des Castello Sforzesco fasziniert, ein Schloss am Piazza Castello, welches sich nordwestlich der Altstadt befindet. 

 
Das prachtvolle Gebäude wurde 1450 von Francesco Sforza errichtet, der mit seiner Familie dort über Jahre lebte. 
Um die Stadtburg sehen zu können, bedarf es erstmal keines Tickets.


Der weitläufige Innenhof ist für Besucher kostenlos sowie der angrenzende Parco Sempione, der zum Spazieren und Verweilen einlädt.


Im Inneren des Kastells befinden sich mehrere Museen mit bedeutenden Kunstwerken und historischen Sammlungen, darunter auch Werke von Michelangelo und Leonardo da Vinci. Um dies sehen zu können, muss man allerdings Eintritt bezahlen. 

Die Torre Filarete mit dem Eingangstor zum Castello

Wer die gesamte Anlage in Ruhe erkunden- und dabei ein wenig in die Geschichte Mailands eintauchen möchte, sollte mindestens einen halben Tag dafür einplanen. 
 
  
Besonders beeindruckend ist außerdem der große Springbrunnen vor der Außenanlage: Zu jeder vollen Stunde schießt dort eine riesige Fontäne in die Höhe und sorgt für ein wirklich imposantes Bild.

Während meines Mailand-Trips sind mir außerdem immer wieder die vielen Denkmäler bedeutender Persönlichkeiten ins Auge gestochen. 

Monumento a Leonardo da Vinci

Vor allem die Statuen von Leonardo da Vinci sowie von Giuseppe Garibaldi, einem der wichtigsten Freiheitskämpfer Italiens, haben mich besonders beeindruckt.  

Monumento a Giuseppe Garibaldi
 
Sie verleihen der Stadt zusätzlich eine gewisse historische Größe und Eleganz. 
 
Monumento a Vittorio Emanuele II
 
Was die Stadt zusätzlich so lebendig macht sind die vielen Straßenkünstler und Schausteller. Ob Musiker, Tänzer oder Künstler mit ihren Bildern, überall gibt es etwas zu entdecken und zu bestaunen. 
 
 



Gerade die Flaniermeilen, die direkt auf den Dom zulaufen, machen unglaublich viel Spaß. 
An fast jeder Ecke befindet sich ein Café mit freundlichem Personal und unmittelbar daneben elegante Geschäfte sowie kleine Boutiquen, die zum Bummeln einladen.

Sebastian Cafè Milano



Auf einen Ort habe ich mich jedoch ganz besonders gefreut: die berühmte Galleria Vittorio Emanuele II. 


Die elegante Einkaufspassage mit ihrer etwa 250 Meter langen Ladenstraße, dem kunstvollen Mosaikboden und der rund 40 Meter hohen Glaskuppel gilt als älteste überdachte Einkaufsgalerie Italiens. 



Vermutlich zählt sie neben dem Mailänder Dom zu den meistfotografiertesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. 
Eröffnet wurde das Bauwerk 1877, benannt nach Victor Emmanuel II, dem ersten König des vereinten Italiens. 


Heute reihen sich dort vor allem exklusive Luxusmarken wie Chanel, Dior, Gucci oder Prada aneinander. 
Mein persönliches Highlight war eine kleine Buchhandlung mitten in der Passage. 

Libreria Bocca
 
Das außergewöhnliche Innendesign wirkte fast wie aus einer anderen Welt und passte perfekt zu den besonderen Büchern, die dort verkauft wurden.



Anschließend führte mich der Weg weiter zur Piazza Mercanti, einem der ältesten Plätze Mailands. Zwischen den historischen Gebäuden und engen Gassen wird einem plötzlich bewusst, wie alt und geschichtsträchtig diese Metropole eigentlich ist. 



Auch das Rathaus fügt sich perfekt in dieses beeindruckende Stadtbild ein.



Und dann kommt schließlich der Moment, auf den man in Mailand fast automatisch zuläuft: der berühmte Mailänder Dom, das Herzstück der Stadt. 


Schon aus der Ferne wirkt er überwältigend, doch direkt davor verschlägt es einem regelrecht die Sprache. Unzählige Figuren, Türme und filigrane Ornamente schmücken die imposante Außenfassade, während Menschen aus aller Welt staunend davorstehen.


Der Bau des Doms begann bereits im 14. Jahrhundert und zog sich über mehrere Jahrhunderte hinweg. Genau diese Mischung verschiedener Baustile macht ihn heute so einzigartig.


 
Um das Innere des Doms zu besuchen, benötigt man allerdings ein Ticket. Aufgrund der langen Wartezeiten empfehle ich deshalb, dieses bereits online vorab zu buchen. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Zusätzlich hat man dann auch die Möglichkeit die Dachterasse zu besuchen und so einen Blick über ganz Mailand zu erhaschen.


Alles in allem war es ein toller Trip, den ich jedem empfehlen kann, der ein wenig italienische Luft schnuppern möchte. Wichtig ist hier explizit zu erwähnen sich vor der Reise schlau zu machen welche Sehenswürdigkeiten und Ausstellungen man besuchen möchte, da überall mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist. Auch sind die meisten Bauten nur mit einem gültigen (nicht gerade billigen) Ticket von Innen zu sehen. 


Sonntag, 10. Mai 2026

Buchrezension: Der Traum des Leuchtturmwärters - Ein Ort für deine Sehnsüchte von Sergio Bambaren

Der Traum des Leuchtturmwärters -
Ein Ort für deine Sehnsüchte

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung
Verlag: Piper Verlag
Titel: Der Traum des Leuchtturmwärters - 
Ein Ort für deine Sehnsüchte 
Autor: Sergio Bambaren
Erscheinungsjahr: 01. Januar 2002
Seitenzahl: 128 Seiten
ISBN: 978-3-492-23643-0
Cover: broschierte Ausgabe
Preis: 12,00 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? 
 
Klappentext:
Liebe wird auch aus Mut gemacht
Paola und Martin: für beide ist es die große Liebe, nichts wird je ihr Glück zerstören. 
In der Nähe eines verwunschenen Leuchtturms finden sie den vollkommenen Platz, wo sie ihre Träume leben werden. 
Doch erst die Weisheit des alten Leuchtturmwärters zeigt Ihnen, dass es mehr braucht als Gefühle und Leidenschaft...

Inhaltsangabe:
Martin steht mit beiden Beinen fest im Leben. Mit Anfang vierzig ist er bereits finanziell unabhängig dank seiner 20-jährigen Berufserfahrung im Bereich Marketing und Vertrieb von Lebensmitteln in Lima. Anstatt sich auf seinem Erfolg auszuruhen verspürt er den Wunsch, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Sein großer Traum führt ihn nach Santiago de Chile, wo er eine neue Firma gründen möchte. Diese soll nicht nur als neue Geschäftsstelle zum Verkauf für Käse und Wein dienen, sondern vielmehr den Menschen vor Ort eine Chance bieten sich auf ehrliche Weise ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Doch Martin’s Leben nimmt eine unerwartete Wendung, als er eines Tages in einem Restaurant in Santiago von einem kleinen Mädchen angesprochen wird, das Rosen verkauft. Schließlich kommt der Geschäftsmann dem Wunsch des Kindes nach, kauft ihr eine Blume ab und bittet die Kleine, diese an irgendeine Frau im Raum weiterzugeben. So kommt er mit Paola in Kontakt. Zwischen den beiden war es Liebe auf den ersten Blick.
Das zarte Glück der Verliebten soll aber unter keinem guten Stern stehen, denn Paola’s strenge Eltern lehnen die Beziehung zu Martin komplett ab. Auch die vielen Geschäftsreisen des Unternehmers zwischen Lima und Santiago setzen dem Pärchen zu. Trotz allem halten die beiden aneinander fest.
Als sie von einer gemeinsamen Zukunft träumen, entdeckt Paola ein Grundstück welches zum Verkauf steht. In unmittelbarer Nähe davon befindet sich auf den Klippen ein alter, verfallener Leuchtturm der schon lange ausgedient hat. Martin spürt sofort, dass sich hinter diesem verwunschenen Ort mehr verbirgt, als es auf den ersten Blick scheint. So macht er sich auf den Weg zu dem verlassenen Bauwerk und trifft dort zufällig auf einen Einwohner, der ihm von dem Vorbesitzer -einem Admiral- erzählt, der im Pflegeheim lebt. 
Daraufhin beschließen Martin und Paola den Fremden zu besuchen. Dort angekommen, treffen sie auf einen Mann der verstummt ist und sich inzwischen von der Welt abgewandt hat. Martin fasst daher einen Entschluss: Er möchte den Admiral noch ein letztes Mal an den Ort zurückbringen, der einst sein Leben war. Und tatsächlich geschieht das Unerwartete: Am Leuchtturm beginnt der alte Mann wieder zu sprechen. Erinnerungen kehren zurück und mit ihnen eine tief berührende Wahrheit darüber, was Liebe wirklich bedeutet…
 
Eigene Meinung:
"Der Traum des Leuchtturmwärters“ aus dem Jahr 2002 ist nun mein drittes Buch von Sergio Bambaren, dem peruanischen Schriftsteller und selbsternannten „Walflüsterer“. 
Martin, ein erfolgreicher Geschäftsmann aus Lima folgt seinem Traum etwas Sinnvolles an die Gesellschaft zurückzugeben, da er selbst viel Glück und finanzielle Unabhängigkeit erfahren durfte. Dabei begegnet er in Santiago Paola, der Liebe seines Lebens. Als die beiden ihre gemeinsame Zukunft planen, stoßen sie auf ein Grundstück das zum Verkauf steht. Nicht weit davon entfernt thront auf den Klippen ein verlassener Leuchtturm, dessen Geschichte nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Sicht auf die Liebe und das Schicksal verändern wird.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, vor allem wegen seiner positiven Grundstimmung und der klaren Botschaft. Die Geschichte vermittelt auf angenehme Weise, wie wichtig es ist auf sein Herz zu hören und den eigenen Träumen zu folgen - ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht.
Ähnlich wie schon bei den beiden Vorbänden haben mir Spannung und eine gewisse emotionale Tiefe gefehlt. Vieles bleibt eher an der Oberfläche, Konflikte lösen sich recht schnell auf und oft scheint das Schicksal allzu wohlwollend auf das Pärchen zu wirken. Die Handlung ist insgesamt ruhig und vorhersehbar was das Buch zwar angenehm lesbar macht, aber auch etwas an Intensität nimmt.
Auch in diesem Roman sind wieder viele bunte Illustrationen von Heinke Both enthalten, die den Roman optisch aufwerten. 
Fazit: Eine inspirierende, leicht zu lesende Erzählung über Mut, Liebe und den Wunsch, dem eigenen Herzen zu folgen.
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen 


Quelle: Buch Abb. S. 42-43

Mittwoch, 6. Mai 2026

Buchrezension: Ein Strand für meine Träume von Sergio Bambaren

Ein Strand für meine Träume
 
Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung 
Verlag: Piper Verlag
Titel: Ein Strand für meine Träume
Autor: Sergio Bambaren
Erscheinungsjahr: 01. Januar 2001
Seitenzahl: 160 Seiten
ISBN: 978-3-492-23229-6
Cover: Taschenbuch
Preis: 14,00 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt?  
 
Klappentext:
Manches im Leben entdeckt man erst, wenn man den Mut dazu aufbringt.
 Dieser liebevoll illustrierte Band erzählt, wozu wir tief iim Innersten fähig sind, wenn wir auf die Stimme unseres Herzens hören: wie John, der in seinem Leben fast alles erreicht hat und dem nur noch eines fehlt - das persönliche Glück. Als er es wagt, loszulassen und zu verzichten, findet er nicht nur den Strand seiner Träume, sondern auch den Schlüssel zum eigenen Glück.  
 
Inhaltsangabe:
John Williams steht kurz vor seinem 40. Geburtstag und hat bisher alles erreicht, wovon viele nur träumen können. Als erfolgreicher Geschäftsmann und Vorsitzender seiner eigenen Finanzgesellschaft die er vor mehr als fünfzehn Jahren gegründet hat, führt er ein privilegiertes Leben voller Wohlstand, Anerkennung und äußerem Erfolg. Doch hinter der perfekten Fassade beginnt es allmählich zu bröckeln.
Eines Tages begegnet John in einem Park unweit seines Büros einem älteren Mann namens Simon. Zunächst hält er diesen für einen Bettler, da Simon äußerlich wie ein Obdachloser wirkt. Jener bittet jedoch nicht um Geld, sondern sucht mit dem Geschäftsmann vielmehr ein Gespräch. John weicht ihm zunächst aus, doch diese Begegnung lässt ihn nicht mehr los. Zum ersten Mal stellt sich John die Frage, ob ihn sein Leben das sich fast ausschließlich nur um Arbeit und Erfolg dreht, wirklich erfüllt.
Als der 39-jährige zufällig Simon wenig später erneut am Strand trifft, entwickelt sich ein intensiver Austausch zwischen den beiden. Bei weiteren Gesprächen -unter anderem bei einem Glas Portwein- erfährt John, dass Simon einst ein ähnliches Leben wie er geführt hat  bevor dieser erkannte, was wahres Glück wirklich bedeutet. Schritt für Schritt beginnt John seine bisherigen Überzeugungen zu hinterfragen, sich auf die Suche nach seinem inneren Gleichgewicht zu machen und schließlich dem Ruf seines Herzens zu folgen…
 
Eigene Meinung:
„Ein Strand für meine Träume“ von Sergio Bambaren erzählt die Geschichte von John Williams, einem erfolgreichen Geschäftsmann der durch die Begegnung mit einem mysteriösen Mann beginnt, sein bisheriges Leben und seine Vorstellungen von Glück und Freiheit zu hinterfragen.
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Im Mittelpunkt steht auch hier, wie bei seinem Debütroman die bekannte Botschaft, dem eigenen Herzen zu folgen und den persönlichen Träumen nachzugehen. Die Protagonisten wechseln, doch die Grundidee bleibt gleich.
In diesem Buch hat mir wieder der Hintergrund und die Entwicklung dieser Erkenntnis gefehlt. Viele Themen werden angeschnitten, aber selten wirklich intensiv ausgearbeitet. Vor allem tiefere Dialoge oder konkrete Beispiele wie man seinen Träumen im echten Leben folgen kann, bleiben auf der Strecke. Oft sind die Protagonisten sehr schnell einsichtig und nehmen die Ratschläge überschnell an, was für mich nicht immer ganz nachvollziehbar ist.
Trotz dieser Kritik ist der Roman angenehm und leicht zu lesen und vermittelt eine positive, inspirierende Grundstimmung. Besonders gelungen sind außerdem die Illustrationen von Heinke Both, die der Geschichte eine zusätzliche emotionale Ebene geben und das Leseerlebnis abrunden.
Fazit: Eine leicht lesbare, inspirierende Geschichte mit angenehmer Grundstimmung, der es jedoch etwas an Tiefe und nachhaltiger erzählerischer Entwicklung fehlt. 
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen 
 
Quelle: Buch Abb. 118-119

Sonntag, 3. Mai 2026

Buchrezension: Der träumende Delphin - Eine magische Reise zu dir selbst (Teil 1) von Sergio Bambaren

Der träumende Delphin -
Eine magische Reise zu dir selbst

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung
Verlag: Piper Verlag
Titel: Der träumende Delphin - Eine magische Reise zu dir selbst 
Autor: Sergio Bambaren
Erscheinungsjahr: 01. Dezember 1999
Seitenzahl: 96 Seiten
ISBN: 978-3-492-22941-8
Cover: broschierte Ausgabe
Preis: 12,00 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag
 
Reihenfolge der träumenden Delphin-Reihe:
 
Klappentext:
Manche Dinge kann man nur mit dem Herzen sehen
Was du tust ist wichtig, wichtiger aber ist, wovon du träumst - und dass du an deine Träume glaubst. Dies ist die Botschaft, die wir von dem träumenden Delphin lernen können. Wie einst "Die Möwen Jonathan" hat dieses Buch unzählige Leserinnen und Leser auf der ganzen Welt begeistert. 
 
Inhaltsangabe:
Der Meeressäuger Daniel Alexander Delphin lebt mit seinem Schwarm an einem Riff im Meer. Während die anderen Delphine ihren Alltag damit verbringen Fische zu fangen um so für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, träumt  Daniel nur vom Surfen. Die Brandung bedeutet für ihn Freiheit, da er beim Wellenreiten stets das Gefühl hat, mit dem Meer zu kommunizieren. Doch diese Leidenschaft stößt bei seinen Artgenossen auf Unverständnis, denn dort zählt vor allem ein geregeltes und nützliches Leben. 
Eines Tages als Daniel wieder auf den Wellen reitet, hört er plötzlich die Stimme des Meeres die direkt zu ihm spricht. Sie erklärt ihm, dass er den wahren Sinn des Lebens nur finden kann, wenn er die perfekte Welle reitet. 
Ab diesem Zeitpunkt widmet sich Daniel noch intensiver seinem Traum und verbessert unermüdlich seine Surftechniken. Doch schon bald erkennt der junge Delphin, dass er die perfekte Welle an seinem Heimat-Riff niemals finden wird. 
Entschlossen verlässt er heimlich seinen Schwarm und begibt sich ganz allein auf eine Reise in den unbekannten Ozean. Unterwegs begegnet er dabei verschiedenen Meeresbewohnern, darunter einem Buckelwal und einem Hai, die ihm wichtige Ratschläge für seine Reise zum Sinn des Lebens mit auf den Weg geben. 
Wird Daniel am Ende sein Ziel erreichen und die perfekte Welle finden und damit auch den Sinn seines Lebens?

Eigene Meinung:
Aufgrund der aktuellen Situation um den gestrandeten Buckelwal Hope / Timmy auf Poel, habe ich mir einige Bücher von Sergio Bambaren zugelegt - darunter auch sein Erstlingswerk „Der träumende Delphin“. 
Der peruanische Schriftsteller, der sich selbst als "Walflüsterer" bezeichnet und momentan eine bedeutende Rolle bei der Walrettung spielt, hat mich sehr fasziniert. Daher war ich neugierig mehr über ihn und seine Werke zu erfahren. 
In dem Taschenbuch geht es um den jungen Delphin Daniel Alexander, der heimlich seinen Schwarm verlässt, um sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens zu machen, nachdem die Stimme des Meeres direkt zu ihm sprach. 
Leider kann ich den damaligen Hype um diesen Roman nicht nachvollziehen. Zwar sind die Themen Selbstfindung, Mut zur Veränderung und die Suche nach dem eigenen Lebenssinn zeitlos und auch heute noch relevant, dennoch bleibt die Umsetzung der Grundidee sehr oberflächlich. Die Geschichte um den träumenden Delphin umfasst lediglich 96 Seiten und bietet daher kaum Entwicklung oder Tiefgang. Auch der Schreibstil konnte mich nur wenig überzeugen. Er ist zwar leicht verständlich, aber gleichzeitig so schlicht, dass kaum Gefühle entstehen. Vieles wirkt eher angedeutet als wirklich erzählt, wodurch die Geschichte insgesamt etwas leer auf mich wirkt. 
Positiv hervorzuheben ist hingegen die Aufmachung des Buches. Die vielen bunten Illustrationen von Heinke Both -die ganze Seiten schmücken- verleihen dem Büchlein einen besonderen Charme und werten es optisch deutlich auf.
Fazit: Ein kurzweiliges, schön gestaltetes Buch mit einer netten Grundidee, welches aber nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.
Meine Bewertung: 2,5 von 5 Sternen  
 
Quelle: Buch: Abb. S. 26-27

Sonntag, 8. März 2026

Buchrezension: Der Mann, der Angst hatte zu leben - Eine Erzählung über das Glück, das in uns verborgen liegt von Miguel Ángel Montero

Der Mann, der Angst hatte zu leben -
Eine Erzählung über das Glück,
das in uns verborgen liegt

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: HEYNE Verlag
Titel: Der Mann, der Angst hatte zu leben - 
Eine Erzählung über das Glück, das in uns verborgen liegt
Autor: Miguel Ángel Montero
Erscheinungsjahr: 11. Februar 2026
Seitenzahl: 224 Seiten
ISBN: 978-3-453-70516-6
Cover: Taschenbuch
Preis: 13,00 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag
 
Klappentext:
Eine Reise zu tiefer Selbstliebe und wahrem Glück 
Daniel steht am Tiefpunkt seines Lebens: beruflich gescheitert, verlassen von seiner Frau, entfremdet von seinem Sohn. Erschöpft und innerlich leer begegnet er einem geheimnisvollen alten Mann, der ihn auf eine ungewöhnliche Reise schickt - eine Pilgerreise zu sich selbst. 
Was als Wanderung beginnt, wird zu einer tiefgreifenden Transformation. Auf seinem Weg trifft Daniel Menschen, deren bewegende Geschichten ihm die Augen dafür öffnen, was im Leben wirklich zählt: Liebe, Dankbarkeit, Vergebung, innere Stärke und die Fähigkeit, die Schönheit zu erkennen, die in allem verborgen liegt... 
 
Inhaltsangabe:
Daniel steht am Abgrund und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der 41-jährige sieht keinen Sinn mehr am Leben zu bleiben. Daher beschließt er, sich mitten in der Nacht von einem Berg zu stürzen um seiner scheinbar ausweglosen Situation zu entfliehen. Ausgerechnet in dem Moment, als der Familienvater seinen Entschluss in die Tat umsetzen will, wird er von einem unbekannten Mann angesprochen. Der Fremde trägt einen Mantel, einen Hut und einen üppigen Bart. Samin, wie sich der ältere Herr ihm schließlich vorstellt, versucht Daniel in ein Gespräch zu verwickeln um die Hintergründe über seinen verlorenen Lebensmut herauszufinden. Zunächst zögerlich, dann immer offener, erzählt Daniel von seiner gescheiterten Existenz, von der Trennung seiner Ehefrau und von seinem Sohn David, zu dem Daniel seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Sein Leben erscheint ihm wie eine Aneinanderreihung von Verlusten und verpassten Chancen. 
Samin hört ihm aufmerksam zu und macht ihm schließlich ein ungewöhnliches Angebot. Daniel soll ihn eine Woche lang auf eine Reise begleiten. Sollte sich danach nichts an seinen Gefühlen und Ansichten über das Leben geändert haben, würde der Unbekannte seinen tragischen Entschluss akzeptieren. Daniel steht dem Ganzen zwar skeptisch gegenüber, nimmt aber die ungewöhnliche Einladung dennoch an. 
Gemeinsam fahren sie nach O Cebreiro. Dort angekommen fordert Samin Daniel auf, den Jakobsweg zu gehen. Dabei soll er nicht nur die Natur von ihrer schönsten Seite kennenlernen, sondern auch andere Pilger und deren Lebensgeschichten herausfinden. Anfangs ist der verzweifelte Familienvater von der Situation total überfordert, doch nach und nach lässt er sich auf das Abenteuer ein. Dabei kommt er nicht nur dem Ende seiner Pilgerreise von Tag zu Tag näher, sondern lernt auch das Leben von einer völlig neuen Seite kennen die ihm wieder Hoffnung macht…
 
Eigene Meinung:  
"Der Mann der Angst hatte zu leben" von Miguel Ángel Montero ist ein Roman, der sich intensiv mit den Themen Zuversicht, Glaube, Vertrauen und innerer Veränderung auseinandersetzt. Er vermittelt die Botschaft, dass Hoffnungslosigkeit oft aus den eigenen Gedanken entsteht und dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, sein Leben aktiv zu verändern - ganz nach dem Motto: „Jeder ist seines Glückes Schmied“
Im Mittelpunkt dieses Buches steht der 41-jährige Familienvater Daniel, der am Tiefpunkt seines Lebens angekommen ist. Nachdem er sowohl finanziell als auch privat alles verloren hat, sieht er keinen anderen Ausweg mehr als seinem Leben ein Ende zu setzen. 
Schließlich begegnet er dem geheimnisvollen Samin, der ihn dazu ermutigt, den Jakobsweg zu gehen. Auf seiner Pilgerreise trifft Daniel auf die unterschiedlichsten Menschen, die ebenfalls Verluste und Schicksalsschläge erlebten, aber dabei nie ihren Lebensmut verloren haben. Die vielen Gespräche führen dazu, dass Daniel seine eigene Sichtweise hinterfragt und anfängt neue Hoffnung zu schöpfen. 
Besonders Leserinnen und Leser, die Bücher wie „Das Café am Rande der Welt“ mögen, werden sich von diesem Roman angesprochen fühlen, da auch hier viele philosophische Gedanken und inspirierende Perspektiven für das Leben vermittelt werden, die sich gut auf den eigenen Alltag übertragen lassen.
Obwohl mir das Buch insgesamt gut gefällt und einige Denkanstöße vermittelt, hat mir persönlich der große Aha-Moment gefehlt, der mich emotional vollkommen mitgerissen hätte. Vielleicht lag das auch daran, dass ich mich nicht vollständig mit dem Protagonisten identifizieren konnte. 
Fazit: Eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die innehalten, ihre Gedanken sortieren und sich mit dem eigenen Lebensweg auseinandersetzen möchten. 
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

Sonntag, 1. März 2026

Buchrezension: Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama! (Band 1) von Astrid Göpfrich

Little Miss Frankenstein -
Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung
Verlag: Magellan Verlag
Titel: Little Miss Frankenstein - 
Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama
Autor: Astrid Göpfrich
Erscheinungsjahr: 15. Januar 2026
Seitenzahl: 192 Seiten
Kapitelzahl: 22 Kapitel 
ISBN: 978-3-7348-4767-7
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 17,00 Euro
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag
 
Reihenfolge der Little Miss Frankenstein-Reihe:
Band 2: Erscheinungstermin: Herbst 2026 
 
Klappentext: 
Als Urururenkelin von Dr. Frankenstein lebt Nelly in einem alten Gruselschloss, in dem immer wieder seltsame Dinge passieren. Das ist aber auch schon das Spannendste an ihrem Leben. Denn ihre Eltern sind totale Langweiler und das absolut Letzte, was sie wollen, ist eine weitere Erfinderin in der Familie! Natürlich hält das Nelly nicht davon ab, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen – manchmal auch zum Leidwesen ihrer beiden besten Freunde. Der zweifelhaften Genialität ihres berühmten Vorfahren kommt sie gefährlich nahe, als sie bei einem Gewitter ein totes Alpaka wieder zum Leben erweckt. Doch damit nicht genug: das Alpaka kann auch noch sprechen! Und es quasselt ohne Unterlass, trinkt am liebsten Kokos-Limetten-Cocktails, ist nervtötend tollpatschig und stellt das Leben der Familie Frankenstein gehörig auf den Kopf!
 
Inhaltsangabe:
Penelope Frankenstein, genannt Nelly, hat es nicht immer leicht. Schuld an allem ist ihr Urururgroßvater Dr. Frankenstein, der vor vielen Jahren ein Monster erschafften hat und damit großes Unheil über die Familie brachte. Wo auch immer ihr Nachname fällt, geraten die Bewohner des Ortes in Angst und Schrecken. Deshalb meiden viele Menschen ihre Familie. Selbst Nelly’s beste Freunde Jamal und Lou trauen sich nicht sie auf dem unheimlichen Gruselschloss welches auf einem großen Berg thront zu besuchen, da es dort spuken soll. Besonders ihre Mutter Henrike leidet unter der tragischen Familiengeschichte und missbilligt Nelly’s Interesse am Erfinden.
Als die 12-jährige heimlich einen kleinen Metalldackel mithilfe von Magneten baut und bei dessen Präsentation sämtliche Nägel der Bilder aus der Ahnengalerie von den Wänden reißt, möchte sie zunächst mit dem Experimentieren aufhören. Zum Glück entscheidet sich die Schülerin doch noch gegen ihren Vorsatz. Denn als sie ihr geliebtes orangebraunes Alpaka eines Tages regungslos auf der Wiese liegen sieht, beschließt das Mädchen einen waghalsigen Versuch zu starten: Mit der Kraft des aufkommenden Gewitters und einem Blitzschlag bemüht sie sich das Tier wieder zum Leben zu erwecken. 
Und tatsächlich öffnet das Alpaka nach dem Naturphänomen seine Augen. 
Ist das Tier mit dem puscheligen Haarschopf nun ein Gruselmonster wie jenes ihres Urururgroßvaters Dr. Frankenstein oder findet Nelly in dem Alpaka einen neuen Freund fürs Leben?
 
Eigene Meinung:
Der Auftaktband um die 12-jährige Penelope Frankenstein ist eine rundum gelungene und unterhaltsame Geschichte von Astrid Göpfrich. 
Nelly, die Protagonistin des Kinderbuches hat eine sehr aufgeweckte, neugierige Art und liebt es neue Dinge zu erfinden. Durch ihren speziellen Charakter schließt man die kleine Schülerin schon nach wenigen Seiten sofort ins Herz. Auch die anderen Figuren der Lektüre sind frech, lebendig und sorgen immer wieder für lustige und überraschende Momente. 
Besonders unterhaltsam sind die eingestreuten Notizbucheinträge mit den dazu passenden Illustrationen von Laura Borio, in denen Nelly ihre Experimente dokumentiert. Da nicht alle Tüfteleien wie geplant verlaufen, sind viele witzige Situationen vorprogrammiert die immer wieder für einige Lacher sorgen. Dadurch bleibt die Geschichte durchgehend spannend und eignet sich perfekt für junge Leser ab 10 Jahren. Auf wenigen Seiten werden viele wichtige Themen wie Mut, Freundschaft und Anderssein angesprochen die für Jungen und Mädchen gleichermaßen wichtig sind. 
Auch optisch ist das Kinderbuch ein echter Hingucker. Das Cover mit seiner kontrastreichen Farbgestaltung passt hervorragend zum Inhalt und weckt sofort die Neugier der Kinder.
Insgesamt betrachtet ist dieser erste Band ein sehr empfehlenswerter Reihenauftakt der Lust auf mehr macht. Die Fortsetzung zu Little Miss Frankenstein und ihrem Alpaka Montserrat erscheint im Herbst 2026 und verspricht weiteren gruseligen Lesespaß.
Fazit: Das Kinderbuch ist eine gelungene Mischung aus Gruselspaß und Humor.
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen  
 
Quelle: Buch Abb. S. 40-41

Sonntag, 15. Februar 2026

Buchrezension: AGATHE von Anne Cathrine Bomann

AGATHE

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung
Verlag: btb Verlag
Titel: Agathe
Autor: Anne Cathrine Bomann
Erscheinungsjahr: 10. August 2020
Seitenzahl: 160 Seiten
ISBN: 978-3-442-71955-6
Cover: broschierte Ausgabe
Preis: 9,00 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag

Klappentext:
Ein alternder Psychiater zählt die Tage bis zu seinem Ruhestand. 
Bald wird er die Türen seiner Praxis für immer hinter sich schließen. Doch eine letzte Patientin lässt sich nicht abwimmeln. Und die Gespräche mit Agathe verändern alles für ihn. Ist es jemals zu spät, um Nähe zuzulassen? 

Inhaltsangabe:
„Und nun möchte ich gerne hören, was Sie quält.“ Mit diesem Satz beginnt der Psychiater seit über einem Jahrzehnt jede seiner Sitzungen. Tag für Tag hört er sich die Sorgen und Ängste seiner Patienten an. Doch seine Zeit in der Praxis neigt sich allmählich dem Ende zu, denn in fünf Monaten wird der 72-jährige Mann in seinen wohlverdienten Ruhestand gehen. Nur noch knapp 800 Einzelgespräche trennen ihn von seinem neuen Lebensabschnitt - eine Zahl, die er fast schon wie ein Mantra herunter zählt. 
Eines Morgens im Frühling betritt Agathe Zimmermann unangemeldet seine Praxis. Die junge Frau aus Deutschland setzt alle Hebel in Bewegung, einen Termin bei dem älteren Therapeuten zu erhalten. Anfangs lehnt dieser rigoros ab, doch ihre Beharrlichkeit überzeugt ihn schließlich. 
Agathe, die bereits mehrere Aufenthalte in der Klinik Saint Stèphane hinter sich hat und sowohl mit Depressionen als auch Suizidgedanken kämpft, spricht mit bemerkenswerter Klarheit über ihr Leben. Während er ihr zuhört, beginnt der Psychiater auch sein eigenes Dasein zu hinterfragen und erkennt, dass nicht nur seine Patienten in alten Mustern gefangen sind, sondern auch er selbst. 
Und plötzlich wird ihm klar, dass es höchste Zeit wird auch in seinem Leben etwas zu verändern…

Eigene Meinung:
„Agathe“ von Anne Cathrine Bomann scheint zumindest am Anfang ein vielversprechender Roman zu sein, der meiner Meinung nach bei der Umsetzung nicht ganz überzeugt. Auf gerade einmal 160 Seiten begleitet der Leser den namenlosen Psychiater, der mit seinen 72 Jahren nur noch dem Ruhestand entgegenfiebert. Die zahlreichen Gespräche mit seinen Patienten erfüllen ihn schon längst nicht mehr, stattdessen empfindet er seine Arbeit zunehmend als Belastung.
Doch mit dem Erscheinen von Agathe Zimmermann nimmt sein Leben eine unerwartete Wendung. Die junge Frau aus Deutschland setzt alles daran von dem älteren Therapeuten behandelt zu werden, doch warum ihr das so wichtig ist, bleibt bis zum Schluss unklar - ebenso wie viele andere Fragen.
Die knapp bemessene Seitenzahl reicht einfach nicht aus um die Geschichte in einen ausdruckstarken Roman zu verwandeln. Warum ausgerechnet die verheiratete Frau den müden, beinahe gebrechlichen Mann kurz vor seinem Ruhestand plötzlich aus seiner Lethargie reißt, bleibt ebenso rätselhaft wie das offene Ende. Positiv hervorzuheben ist der angenehme Schreibstil und der gelungene Szenenwechsel.
Fazit: Eine interessante Buchidee, die jedoch viel mehr Tiefe verdient hätte.
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen