Mittwoch, 4. Dezember 2019

Buchrezension: Winterengel von Corina Bomann

Winterengel

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung
Verlag: List / Ullstein Buchverlage

Titel: Winterengel
Autor: Corina Bomann
Erscheinungsjahr: 13. Oktober 2017
Seitenzahl: 352 Seiten
Kapitelzahl: 37 Kapitel
ISBN: 978-3-471-35161-1
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 16,00 Euro
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Klappentext:

GLÄSERNE WEIHNACHTSENGEL 
eine Einladung von der Queen
und die Verheißung einer
GROSSEN LIEBE
Die kleinen Glasengel fertigt Anna Härtel nur an um das Einkommen ihrer Familie aufzubessern. Bis sie unerwarteten Besuch im schwäbischen Spiegelberg bekommt. Ein Gesandter von Queen Victoria bittet sie an den englischen Hof. Die Königin liebt deutsche Weihnachtstraditionen und ist von Annas Engeln begeistert. Gemeinsam mit dem Diener John und einer Kiste ihrer schönsten Glasengel macht Anna sich auf die Reise. Ihr Leben verändert sich für immer.

Inhaltsangabe:
Anna Härtel lebt gemeinsam mit ihrer schwerkranken Mutter und ihrer kleinen Schwester in der Schwäbischen Gemeinde Spiegelberg in Baden Württemberg. Doch auf der 19-jährigen liegt eine schwere Last. Seit ihr geliebter Vater unerwartet an einem Herzinfarkt verstorben ist, muss sie alleine für den Unterhalt ihrer restlichen Familie aufkommen. Obwohl es schon immer Anna's Traum war in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten um Glasbläserin zu werden, bleibt ihr Wunsch unerfüllt, denn die familieneigene Glashütte ist komplett verschuldet und wird letztendlich zwangsversteigert. Nur durch die Güte eines Handwerkers im Nachbarort Jux -der ebenfalls eine Glasbläserei besitzt- findet sie eine Anstellung als Hilfskraft. Doch Anna's Vater lies sie nicht völlig ahnungslos zurück, denn er brachte seiner Tochter schon frühzeitig bei, wie einzigartig Glas ist und führte sie in die Kunst des Gießens von Glasengeln ein. Im Laufe der Zeit baute die junge Frau diese besondere Fähigkeit aus, sodass ihre Engel bei jedem Guss filigraner und detailreicher werden. Ihre Figuren verkauft sie als Zubrot auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt bei dem zufällig zwei hochrangige Männer edlen Hauses auf diese einzigartigen Arbeiten aufmerksam werden. 
Doch diese besondere Begegnung bleibt nicht ohne Folgen: Einige Zeit später erhält Anna eine Nachricht von Queen Victoria aus England. In ihrem Brief bringt die Königin ihre Begeisterung für die Glasengel zum Ausdruck und bittet die junge Frau, ihr noch weitere Anhänger zu bringen, um den königlichen Weihnachtsbaum damit schmücken zu können. Ein Gesandter der Queen soll das verarmte Mädchen auf die mehrtägige Reise begleiten. John Evans, ein gut aussehender Mann mit wunderschönen Augen übernimmt diese  ungewöhnliche Aufgabe. Zwar hat Anna zuerst Bedenken, stimmt aber dennoch dem Auftrag zu und hofft mit dem verdienten Geld ihrer Mutter bessere Medikamente kaufen zu können, um deren tägliche Schmerzen zu lindern.
Doch es soll alles ganz anders kommen: Alle Engel, die Anna liebevoll in kleine Streichholzschachteln verpackt hat, werden ihr auf der Reise nach England gestohlen. John Evans, der Diener sieht sich in der Pflicht der verzweifelten Frau zu helfen und begibt sich mit ihr gemeinsam auf die Suche nach den verschwunden Glasarbeiten. 
Wer möchte Anna schaden und warum?

Eigene Meinung:
"Winterengel" ist ein wundervoller Weihnachtsroman von der erfolgreichen Autorin Corina Bomann. Die Geschichte spielt im Jahr 1895 und handelt von der 19-jährigen Anna Härtel, die für ihre schwerkranke Mutter und ihre 12-jährige Schwester Elisabeth sorgen muss, nachdem der Vater unerwartet verstorben ist. 
Bomann beschreibt ihre Protagonistin als sehr verantwortungsbewusst und bodenständig, die trotzdem davon träumt doch noch irgendwann in die Kunst des Glasblasens eingeführt zu werden. Obwohl ihre Aussichten nahezu erfolglos scheinen, wünscht sie sich nichts sehnlicher, als in die Fußstapfen ihres Vaters treten zu dürfen. Mit ihrer genügsamen und sehr vernünftigen Art schleicht sie sich nicht nur in die Herzen der anderen Protagonisten ein, sondern auch in die der Leser. Den Gesandten John Evans fand ich ebenfalls äußerst sympathisch. Mit seiner unnahbaren aber dennoch besorgten Art um Anna rundete er die Geschichte vollends ab. Dieser Roman ist eine echte Wohlfühlgeschichte die über Hoffnungslosigkeit und von Intrigen erzählt, gleichzeitig aber einen Lichtschimmer zulässt an die Liebe und an Gerechtigkeit glauben zu dürfen. Für mich war es ein herrlicher Roman, den man einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Das Buch zeigt dem Leser auf, was es heißt, nach einigen Schicksalsschlägen an Leib und Seele wieder zu gesunden. 
Fazit: Eine perfekte Lektüre für kalte Wintertage, an denen für ein 19-jähriges Mädchen ein Märchen auf ganz charmante Art wahr wird.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

Anmerkung:
Weitere Rezensionen von Corina Bomann:
Sturmherz (Buch, Rezension vom 23.06.2019)

Sonntag, 1. Dezember 2019

Buchrezension: AUFBRUCH IN DEN RAUNÄCHTEN von Susanne Gärtner und Katrin Bliedtner-Sisman

AUFBRUCH IN DEN RAUNÄCHTEN
Meditationen, Rituale und praktische Übungen für die heiligen Tage und ein anderes Jahr danach

Infos zum Buch:

unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: dielus edition
Titel: Aufbrauch in den Raunächten
Meditationen, Rituale und praktische Übungen für die heiligen Tage und ein anderes Jahr danach
Autoren: Susanne Gärtner und Katrin Bliedtner-Sisman
Erscheinungsjahr: 08. Oktober 2018
Seitenzahl: 220 Seiten
ISBN: 978-3-9820125-0-6
Cover: Taschenbuch
Preis: 19,99 Euro
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Klappentext:

Eine besondere Magie umgibt die sagenumwobenen Wintertage zwischen Weihnachten und dem Tag der Heiligen Drei Könige. In diesen geheimnisvollen zwölf Tagen und Nächten öffnen sich nicht nur die Tore zur Anderswelt, sondern auch das Feld der Liebe, der Weisheit und unserer Schöpfungskraft. 

Die erfahrenen Autorinnen haben ein Werk geschaffen, das nicht nur auf die heiligen Tage eingeht, sondern auch auf deren Bedeutung für die Monate danach. Zudem stellen sie zahlreiche Meditationen, Rituale und praktische Übungen vor, die auch ganzjährig für den persönlichen Aufbruchs- und Erweckungsprozess geeignet sind.

Dieses Buch vermittelt die Einsicht, dass in uns eine Zauberkraft schlummert, die sich nur danach sehnt, an die Oberfläche zu treten. Allem woran der Ruf des Herzens, das darum bittet, einzutauchen in die farbenfrohen Facetten eines lebendigen Daseins. Diese und alle anderen liebevollen Kräfte führe zu neuem Schwung und viel Auftrieb. Im Ergebnis winken ein erfüllendes Jahr und eine kompromisslose Bejahung des Lebens. 

Inhalt / Aufbau:
  • Vorworte
  • Einleitung

Teil 1 - Die Magie der 12 mystischen Tage
  • Vorbereitung auf die Raunächte
  • Alte Bräuche in den Raunächten
  • Zeit für Dich

Teil 2 - Rituale 
  • Ruhe- und Kraftort
  • Raunachttagebuch
  • Altar
  • Orakelkarten
  • Heilsteine und Talismane
  • Kraftmandala
  • Affirmationen
  • Lichtvolle Begleiter
  • 13 Wünsche
  • Verbrennungsritual
  • 4-7-8 Atemtechnik
  • Gehemeditation
  • Dankbarkeitsübung
  • Erfolgsnotizen
  • Spiel, Spaß und Lebensfreude
  • Räuchern
  • Ätherische Öle 

Teil 3 - Meditationen und Übungen
  • Tag der Wintersonnenwende
  • Heiligabend
  • Erste Raunacht - Januar
  • Zweite Raunacht - Februar
  • Dritte Raunacht - März
  • Vierte Raunacht- April
  • Fünfte Raunacht - Mai
  • Sechste Raunacht - Juni
  • Siebte Raunacht - Juli
  • Achte Raunacht - August
  • Neunte Raunacht - September
  • Zehnte Raunacht - Oktober
  • Elfte Raunacht - November
  • Zwölfte Raunacht - Dezember
  • 6. Januar Neuanfang
  • Ausklang
  • Unsere persönliche Dankbarkeitsübung
  • Über die Autorinnen
  • Literaturverzeichnis 

Eigene Meinung:
Schon seit vielen Jahrhunderten gelten die Raunächte als eine besonders spirituelle und magische Zeit. Bei einigen Traditionen beginnen die heiligen Nächte am 21.12 -passend zur Wintersonnenwende- in anderen Überlieferungen erst in der Nacht von Heiligabend auf den 6. Januar, dem Dreikönigstag. Diese Raunächte sind befüllt mit sämtlichen Bräuchen, Ritualen, Wünschen und Weissagungen. 
Mit ihrem Ratgeber "Aufbruch in den Raunächten" laden die beiden Autorinnen Susanne Gärtner und Katrin Bliedtner-Sisman ihre Leser ein, sich in dieser besonderen Zeit ganz bewusst auf ihren Körper, den Geist und die Seele zu fokussieren. Dies soll bewirken, dass man seine eigenen Bedürfnisse hinterfragt und erkennt, was einem gut tut oder nicht. Die magische Phase ist ideal, um das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen und über alle Ereignisse nachzudenken. Dabei blickt man aber nicht nur auf seine Leistungen, Fortschritte und Erfolge zurück, sondern beschäftigt sich auch mit diversen Fehlentscheidungen, offenen Anliegen und Ziele für das kommende Jahr. Damit man die anstehenden Raunächte bestmöglichst nutzt um daraus positive Energien und Impulse ziehen zu können, benötigt man neben ein paar Hintergrundinfos auch eine gewisse Vorbereitungszeit, die die beiden Autorinnen sehr anschaulich in diesem Buch beschreiben.
Die 220-seitige Fachlektüre ist im Allgemeinen sehr übersichtlich gestaltet. Die drei großen Bereiche mit den jeweiligen Unterkategorien sorgen für eine ansprechende und nachvollziehbare Einteilung, sodass der Leser etappenweise und strukturiert mit dem breit gefächerten Thema vertraut gemacht wird. Im ersten Teil geben Susanne Gärtner und Katrin Bliedtner-Sisman Aufschluss was es mit den 12 Raunächten überhaupt auf sich hat und welche alten Bräuche sich noch heute in den Menschen manifestiert haben. Des Weiteren klären sie auf, was es mit den Gepflogenheiten auf sich hat und beziehen Stellung zu den Traditionen aus einer längst vergangen Zeit. Im zweiten Abschnitt stellen die Autorinnen die unterschiedlichsten Rituale vor, die den geheimnisvollen und übernatürlichen Effekt dieser Nächte verstärken sollen. 
Im dritten und letzten Teil werden dem Leser sämtliche Übungen und Meditationsvarianten näher gebracht, die helfen sollen, die innere Ruhe wieder zu finden um gestärkt, selbstbewusst und mutig einem neuen Abschnitt entgegenzutreten. Die 12 Raunächte stehen für die jeweiligen Monate des Jahres. Jede dieser spirituellen Nächte wird mit einer besonderen Energie bzw. einem bestimmten Thema verbunden, was mir persönlich sehr gefiel und auch Aufschluss über die ganzen Zusammenhänge gab. 
Fazit: Ein übersichtlicher Ratgeber, der Interessierte in eine spirituelle Welt mitnehmen wird. Er gibt Aufschluss und Tipps wie man die Raunächte am besten nutzt und hilft seine eigene Mitte zu finden um gestärkt dem kommenden Jahr entgegenzutreten. 
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

Mittwoch, 27. November 2019

Buchrezension: TANNÖD von Andrea Maria Schenkel

TANNÖD

Infos zum Buch:

unbezahlte Werbung
Verlag: Verlag Nautilus
Titel: Tannöd
Autor: Andrea Maria Schenkel
Erscheinungsjahr: 04. Februar 2008
Seitenzahl: 128 Seiten
ISBN: 978-3-894-016081
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 8,00 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag
Informationen zum Originalfall Hinterkaifeck: 
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Klappentext:
Sie nennen ihn nur noch den Mordhof, den einsam gelegenen Hof der Danners in Tannöd. Eine ganze Familie wurde in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke erschlagen. Gemocht hat sie kaum jemand, mürrische, geizige Leute waren sie, und den ein oder anderen hat der alte Bauer wohl auch übers Ohr gehauen. Aber selbst die Kinder wurden grausam ermordet, und so geht die Angst um im Dorf, denn vom Mörder fehlt jede Spur. Diese Spur muss der Leser aufnehmen. Die spannende Unruhe, die einen bis zum Ende nicht verlässt, löst sich erst auf, wenn das Mosaik komplett ist. 

Inhaltsangabe:
Die fünfköpfige Familie Danner lebt völlig abgeschieden auf einem kleinen Hof in der Einöde Tannöd, die zur Gemeinde Einhausen in der Oberpfalz gehört. Im näheren Umkreis gelten die Danner's allesamt als eigenbrödlerisch, mürrisch und äußerst geizig. Kein Knecht und keine Magd hält es auf dem Anwesen allzu lange aus, denn besonders der alte Besitzer Hermann bezahlt weder einen angemessenen Lohn, noch verteilt er Nahrungsmittel- geschweige denn ein Mittagessen nach der harten, körperlichen Arbeit. Nichtsdestotrotz genießt die Familie den Ruf äußerst wohlhabend und fleißig zu sein. 
Nachdem wieder einmal eine Magd den Hof verlassen hat, stellen sie die geistig zurückgebliebene Maria ein, eine ältere Frau die sich vom ersten Moment an bei dem Landwirt und seiner Familie unwohl fühlt. Da diese dringend ein Dach über den Kopf benötigt und finanziell auf den Arbeitsplatz angewiesen ist, beugt sie sich ihrem Schicksal und tritt die unliebsame Stelle an. Als die 7-jährige Marianne am Samstag unentschuldigt im Unterricht fehlt, war es zwar für den Lehrer ungewöhnlich, dennoch machte sich keiner ernsthafte Sorgen, da das kleine Mädchen als äußerst verträumt galt. Auch am Sonntag zum Morgengottesdienst taucht kein einziges Familienmitglied der Danner's auf, obwohl besonders Theresia, die Ehefrau des bösartigen Hofbesitzers sehr gläubig und gottesfürchtig war. Da nach drei Tagen noch immer keine Betriebsamkeit auf den Wiesen oder dem Hof zu sehen oder zu hören war, bittet Maria Sterzer, die Bäuerin von Obertannöd ihren 13-jährigen Neffen Hansl Bauer nach dem Rechten zu sehen. Dieser macht sich umgehend auf den Weg und betritt den Grund der Danner's. Doch dem kleinen Bub ist alles andere als wohl. Das Vieh brüllt und auch der Hund winselt, sodass er unverzüglich zu seinem Vater rennt und ihm berichtet, dass etwas auf dem Hof nicht stimmt. 
Aufgrund dessen macht sich Hansl's Vater Johann Sterzer mit seinem Knecht und zukünftigen Schwiegersohn Alois Huber auf den Weg um nachzusehen. Beim Betreten des Stadels stolpern die Männer über vier leblose Körper die mit Stroh bedeckt wurden. Es handelte sich hierbei um Hermann Danner- dem Besitzer des Hofes, seine Frau Theresia, deren gemeinsame Tochter Barbara Spangler und um die kleine Marianne. Je weiter die Männer in die Räumlichkeiten vordringen, desto mehr ahnen sie, welch grauenhaftes Ausmaß ihnen noch bevorsteht: Auch der Zweijährige Josef und die neu angestellte Magd Maria befinden sich blutüberströmt und leblos in ihren Zimmern. Die komplette Familie Danner einschließlich der am Vortag eingestellten Magd, wurden auf brutalste Weise mit einer Spitzhacke erschlagen. 
Wer war der Mörder und was war sein Motiv? 

Eigene Meinung:
Hinter dem Heimat- und Kriminalroman "Tannöd" steckt die deutsche Autorin Andrea Maria Schenkel. In ihrem Debüt verarbeitet sie vereinzelte Details zu einer grauenhaften Tat eines bis heute ungelösten 6-fach Mordes der Familie Gruber aus Hinterkaifeck. In der stürmischen Nacht vom 31. März auf den 01. April 1922 wurden die fünf Familienmitglieder inklusiv ihrer neu angestellten Magd mit einer Spitzhacke grausam ermordet. Aufgrund der Brutalität und den vielen rätselhaften Umständen die hinter der Tat und deren Motiv stecken, gehört dieser Anschlag noch immer zu einem der bekanntesten Kriminalfälle von ganz Deutschland. Genug Stoff also, um daraus einen neuen, düsteren und eigenständigen Roman zu verfassen. Zwar weißt dieser einige Parallelen zu den echten Mordfällen von Hinterkaifeck auf, jedoch werden Namen, Tathergang, Beweggründe des Motivs und die letztendliche Auflösung des Falles Tannöd zu einem selbständigen Kriminalroman, der auf der Fantasie von Andrea Maria Schenkel beruht.
Zu Beginn der Handlung erstellt die Autorin eine anonyme Identität, eine Person, die in Tannöd zwar jeder kennt und dadurch auch bereitwillig Auskunft über die Ereignisse gibt, nichtsdestotrotz bleibt der Leser bis zum Schluss im Ungewissen wer sich hinter den Befragungen mit den Einheimischen verbirgt. 17 Personen bestehend aus der Nachbarschaft, dem Lehrer von Marianne, dem Postboten, dem Pfarrer und vielen anderen erzählt jeder seine eigenen Sichtweisen, Beobachtungen und Gerüchte, die sich rund um die Familie Danner drehen. Dass sich dabei Abgründe auftun wie Blutschande in der Familie und Betrug bei den Arbeitern gibt genug Munition um als Leser seinen eigenen Spekulationen freien Lauf zu lassen. Besonders gefallen haben mir die unterschiedlichen Protagonisten, die ihren ganz eigenen Erzählstil hatten. Egal ob es Betty ist, die beste Freundin von Marianne die aus ihrer kindlichen Perspektive berichtet, oder die senile Babette Kirchmeier, die ehemalige Arbeitgeberin der getöteten Magd. Alleine der unterschiedliche Schreibstil gab dem Krimi eine ganz persönliche Note. Seitenweise wurden immer wieder Gebete eingeschoben, die beim Leser ein beklemmendes Gefühl und eine passende Melancholie heraufbeschworen.
Leider habe ich in dem Buch den Tiefgang und die gewisse Spannung vermisst. Der scheinbare Mörder beschreibt immer mal wieder kurze Zwischenfrequenzen aus seiner Sicht, jedoch keine Details zur eigentlichen Tat was erklärt, warum das Buch mit über 100 Seiten schnell zu Ende erzählt ist. 
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen

Sonntag, 24. November 2019

Buchrezension: Maximilian und der verlorene Wunschzettel- Eine Adventsgeschichte in 24½ Kapiteln von Alex T. Smith

Maximilian und der verlorene Wunschzettel-
Eine Adventsgeschichte in 24½ Kapiteln

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: ars Edition Verlag
Titel: Maximilian und der verlorene Wunschzettel
Autor: Alex T. Smith
Erscheinungsjahr: 27. September 2019
Seitenzahl: 176 Seiten
Kapitelzahl: 25 Kapitel
ISBN: 978-3-8458-3242-5
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 18,00 Euro
Empfohlenes Alter: ab 6 Jahren
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag

Klappentext:
Die kleine Maus Maximilian findet auf der Straße einen geheimnisvollen Brief. Der Wunschzettel in dem Brief muss unbedingt schnell zum Weihnachtsmann!
Ein weihnachtliches Abenteuer beginnt. 
Mit Rezepten, Gedichten und Bastelanleitungen

Inhaltsangabe:
Heute ist der 24. Dezember. In sämtlichen Geschäften und Straßen herrscht noch immer ein hektisches Treiben- sowie auch in dem kleinen Spielzeugladen in der Mistelgasse. Kurz vor Ladenschluss versuchen die aufgeregten Kunden in allerletzter Minute ihr perfektes Weihnachtsgeschenk für die Angehörigen zu finden, bevor das Geschäft über die Feiertage schließt. 
Oliver, ein kleiner 8-jähriger Junge, hilft fleißig seinen Eltern in dem liebevoll dekorierten Spielzeugladen. Schon den ganzen Tag über hat er eine Menge zu tun. Der Heranwachsende sortiert neue Waren ein und räumt andere Gegenstände wieder auf. Nebenbei packt er an der Verkaufstheke die Geschenke der Käufer weihnachtlich ein- doch ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Vor lauter Stress hätte Oliver fast vergessen, dass er noch seinen eigenen Brief an den Weihnachtsmann abschicken muss. Daher eilt der Bub umgehend aus dem Laden, überquert die Straße und läuft zum gegenüberliegenden Briefkasten in den er rasch seinen Wunschzettel einwirft. Zumindest dachte er das; denn der Umschlag fällt völlig unbemerkt wieder aus der Öffnung und tänzelt sachte die Straße entlang direkt vor die Pfoten von Maximilian Maus. Das ausgehungerte Nagetier ist gerade dabei, sich nach einem warmen Unterschlupf für die kommenden Wintertage umzusehen. So bemerkt es plötzlich den trockenen und noch sauberen Umschlag. Neugierig liest Maximilian was auf dem Kuvert steht und stellt überrascht fest, dass es sich bei diesem Brief um einen Wunschzettel handelt, der an den Weihnachtsmann adressiert ist. Für den Nager ist es selbstverständlich, dass er alles mögliche unternehmen muss, damit der Brief noch rechtzeitig am Nordpol ankommt, denn schließlich ist in wenigen Stunden bereits der heilige Abend. 
Auf seiner abenteuerlichen Mission begegnet er vielen hilfsbereiten Tieren, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen. Doch schafft es die kleine, weiße Maus wirklich noch rechtzeitig den Brief dem Weihnachtsmann zu übergeben oder kommt doch noch alles ganz anders?

Eigene Meinung:
"Maximilian und der verlorene Wunschzettel"- ist eine Adventskalendergeschichte mit über 24 Kapiteln von Alex T. Smith. Bereits die Aufmachung der gebundenen Ausgabe spricht Klein und Groß gleichermaßen an. Eye-Catcher sind die folierten Glitzerelemente auf dem Cover, die je nach Lichteinfall unterschiedlich schimmern. Die Lektüre ist in 24 Kapitel plus einem zusätzlichen für den ersten Weihnachtsfeiertag aufgeteilt. Jeder der 24 Abschnitte entspricht einem Adventskalendertürchen, sodass diese warmherzige Geschichte rund um Maximilian Maus am heiligen Abend zu Ende erzählt ist. Zusätzlich erhält der junge Leser zu jedem Türchen eine Bastelidee, ein Backrezept oder ein Gedicht welches die Vorfreude auf den besonderen Anlass täglich steigert. 
Fingerpuppen erstellen, Weihnachtsfeen basteln, Lebkuchenmäuse backen oder verschiedene Liedtexte- dies sind nur wenige der vielen Inspirationsideen des äußerst liebevoll gestalteten Adventskalenders. Das Allroundbuch begleitet die Kleinen ab sechs Jahren durch die schönste Zeit des Jahres und verkürzt die Wartezeit auf den Weihnachtsmann bzw. das Christkind. Durch die wundervollen, detailreichen und atmosphärisch gestalteten Bilder gibt es viel zu schmökern und zu entdecken. Dieses Buch empfehle ich wärmsten weiter, an alle Familien die noch auf der Suche nach einem liebevollen und besonderen Geschenk sind.
Fazit: Mit dieser herzerwärmenden Geschichte und den vielen zauberhaften Bildern entsteht ein Gesamtkunstwerk, das zum Vorlesen, Anschauen und Kreativsein einlädt. 
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

Quelle: Buch Abb. S. 36 / 40-41 / S. 50-51 / S. 154

Mittwoch, 20. November 2019

Buchrezension: Das Hotel der verzauberten Träume - Magie um Mitternacht (Band 4) von Gina Mayer

Das Hotel der verzauberten Träume - 
Magie um Mitternacht

Infos zum Buch:

unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: arsEdition Verlag
Titel: Das Hotel der verzauberten Träume -
Magie um Mitternacht

Autor: Gina Mayer
Erscheinungsjahr: 18. September 2019
Seitenzahl: 144 Seiten
Kapitelzahl: 14 Kapitel
ISBN: 978-3-8458-3396-5
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 12,00 Euro
Empfohlenes Alter: ab 9 Jahren
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag

Reihenfolge:

Band 1: Das Hotel der verzauberten Träume - Fräulein Apfels Geheimnis
Band 2: Das Hotel der verzauberten Träume - Annabells Tagebuch
Band 3: Das Hotel der verzauberten Träume - Die goldene Botschaft
Band 4: Das Hotel der verzauberten Träume - Magie um Mitternacht 

Klappentext:

Im malerischen Strandhotel gehen seltsame Dinge vor sich! Joëlle hat in den Sommerferien herausgefunden, dass sie eine magische Gabe besitzt. 
Während sie von den Apfel-Schwestern zur Traumdeuterin ausgebildet wird, wartet auf sie bereits eine große Herausforderung. Die nette Kim Lavedel wurde von einem gefährlichen falschen Liebestraum befallen.  Joëlle kann ihr nur helfen, wenn sie sich auf ein heimliches Treffen einlässt. Um Mitternacht. Bei Vollmond. Allein. 

Inhaltsangabe:
Vor knapp drei Wochen hat Familie Fröhlich aus der örtlichen Pension von Fräulein Rose und Fräulein Linde ausgecheckt und ist in ihr frisch renoviertes Haus in den Dünen eingezogen. Mittlerweile ist schon ein halbes Jahr vergangen, seit sich Joëlle, ihr zwei Jahre älterer Bruder Lancelot und ihre Eltern dazu entschieden haben- von Berlin nach Korbutz zu ziehen, um dort neu anzufangen. Eigentlich war es purer Zufall, dass Familie Fröhlich auf den kleinen Ort aufmerksam wurde, denn ursprünglich planten die vier einen Urlaub im Holiday-Beach-Club. Nur durch einen kleinen Tippfehler im Navigationsgerät von Mama Silke, landeten sie ungeplant in ihrem jetzigen Zuhause. Zum Glück: Denn Joëlle fand heraus, dass sie selbst eine Traumdeuterin ist. Mit dieser seltenen Gabe kann sie quälende Alpträume ihrer Mitmenschen in sich aufnehmen und anschließend vertreiben. Die Zwillingsschwestern, die die Pension leiten, haben sofort die besondere Fähigkeit des Mädchens bemerkt. Zu Beginn weigerten sich die älteren Damen die neugierige Heranwachsende auszubilden. Aber zwischenzeitlich konnte Joëlle Fräulein Linde und Fräulein Rose vom Gegenteil überzeugen. Die Jugendliche hat mehrmals bewiesen, dass sie für ihre zehn Jahre bereits sehr verantwortungsvoll ist, um die Aufgaben die eine Traumdeuterin zu erfüllen hat bewältigen kann. Nun unterrichten Fräulein Linde und Fräulein Rose die Kleine regelmäßig. Doch zurzeit sind die Unterrichtsstunden gar nicht so einfach unter einen Hut zu bekommen, denn die Apfelschwestern haben kaum Zeit. Seit langem sind wieder einmal Gäste in der Pension, die in Korbutz Urlaub machen möchten. Zum einen der erfolgreiche Sänger Wolfgang Capriccio und zum anderen das Ehepaar Schnorchel. Doch die Touristen verhalten sich sehr seltsam. Herr Capriccio ist ständig schlecht gelaunt und mürrisch, ebenso wie Frau Schnorchel die alles und jeden kritisiert. 
Dennoch hegt die Korbutzer Wahrsagerin Kim Lavendel übertriebene Gefühle für den mies gelaunten Sänger und hört mit dem Schwärmen kaum noch auf. Ob das wirklich wahre Gefühle sind ober Kim einem faulen Zauber unterliegt?
Zeit für Joëlle jetzt der Sache auf den Grund zu gehen...

Eigene Meinung:
Mit dem Titel "Magie um Mitternacht" ist mittlerweile Gina Mayer's vierter Band der "Hotel der verzauberten Träume"-Reihe erschienen. Wer die Vorbände bereits gelesen hat, wird auch diesen Teil lieben und regelrecht verschlingen. Neulinge und Quereinsteiger die sich für Joëlle und ihre Gabe interessieren, können meiner Meinung nach ohne große Kenntnisse der Vorbände mit diesem Teil beginnen, da die Autorin in den jeweiligen Anfangsseiten immer wieder die Ereignisse der vorigen Bücher kurz und bündig zusammenfasst. Dies hat den Vorteil, dass sich die jungen Leser ab neun Jahren die bereits erlebten Geschehnisse und Abenteuer von Joëlle (Band 1-3) nochmals ins Gedächtnis rufen können. Dies ist ein großer Pluspunkt. 
Ebenfalls gefällt es mir, dass sich alle Protagonisten von Band zu Band weiterentwickeln. Besonders Joëlle ist äußerst wissbegierig, lernfähig und erkennt nicht nur aufkommende Probleme, sondern versucht diese auch selbstständig zu lösen. Hilfe bekommt sie nicht nur von ihrem Bruder Lancelot, sondern auch von den Apfelschwestern Fräulein Rose und Fräulein Linde die ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Gina Mayer hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der dafür sorgt, dass beim Leser die Seiten nur so dahinfliegen. 
Die farbigen Illustrationen von Gloria Jasionowski strahlen wie auch bei den Vorbänden eine gewisse Magie aus, sodass die Vorfreude auf den fünften Band garantiert ist. 
Fazit: Diese magische Reihe verschlingen junge Bücherwürmer im Nu, verschnaufen kurz und beginnen sofort mit dem nächsten Band. 
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen 

Quelle: Buch Abb. S. 11
Anmerkung:
Weitere Rezensionen von Gina Mayer:
Das Hotel der verzauberten Träume - Fräulein Apfels Geheimnis Band 1 (Buch, Rezension vom 10.06.2018)
Das Hotel der verzauberten Träume - Annabells Tagebuch Band 2 (Buch, Rezension vom 17.08.2018)
Das Hotel der verzauberten Träume - die goldene Botschaft Band 3 (Buch, Rezension vom 24.07.2019) 

Sonntag, 17. November 2019

Hörbuchrezension: Morgen, Kinder, wird's was geben - 24 Geschichten und Gedichte zum Advent von den Gebrüder Grimm, Goethe uvm.

Morgen, Kinder, wird's was geben
24 Geschichten und Gedichte zum Advent

Infos zum Hörbuch:

unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: der Hörverlag
Titel: Morgen, Kinder, wird's was geben
24 Geschichten und Gedichte zum Advent
Autor: Wilhelm Busch, Herman Bang, Ludwig Bechstein,
Paula Dehmel uvm. 
Gelesen von Gerd Anthoff, Elke Heidenreich, Beate Himmelstoß, Felix von Manteuffel, Anna u. Katharina Thalbach, Ulrich Noethen, Eva Mattes, Florian Lukas, Juliane Köhler u. Suzanne von Borsody
Erscheinungsjahr: 21. Oktober 2019
Gesamtspielzeit: 1 Std. 16 Min. 
Lieferumfang: 1 CD
ISBN: 978-3-8445-3559-4
Preis: 6,95 Euro
Empfohlenes Alter: ab 6 Jahren
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag

Klappentext:

So wird das Warten zu Vergnügen:
Mit 24 Geschichten und Gedichten durch die Weihnachtszeit
Klingt das nicht wundervoll? Jeden Tag vom 1. bis zum 24. Dezember mit einem Hörvergnügen zu beginnen? Oder sich an einem gemütlichen Winterabend gemeinsam mit den Kindern die schönsten Wintergeschichten und Weihnachtsgedichte vorlesen zu lassen? Mit diesem Adventskalenderhörbuch kann der Advent gar nicht lang genug sein und die Zeit bis Heilig Abend vergeht wie im Flug.

Inhalt / Aufbau:
  1. Türchen "Grüß Gott, ich bin der Dezember" (Paula Dehmel)
  2. Türchen "Warm und kalt aus einem Mund" (Ignaz und Joseph Zingerle)
  3. Türchen "Wenn es Winter wird" (Christian Morgenstern)
  4. Türchen "Frau Holle" (Jacob und Wilhelm Grimm)
  5. Türchen "Eis-Hockey" (Joachim Ringelnatz)
  6. Türchen "Die Legende vom Heiligen Nikolaus" (Volksmund)
  7. Türchen "Die drei Spatzen" (Christian Morgenstern)
  8. Türchen "Weihnachten in der Speisekammer" (Paula Dehmel)
  9. Türchen "Der Bratapfel" (Fritz und Emily Kögel)
10. Türchen "Der Hase und der Fuchs" (Ludwig Bechstein)
11. Türchen "Weihnachtssperlinge" (Gustav Falk)
12. Türchen "Christkindl-Ahnung im Advent" (Ludwig Thoma)
13. Türchen "Es treibt der Wind" (Rainer Maria Rilke)
14. Türchen "Der allerste Weihnachtsbaum" (Herman Löns)
15. Türchen "Winter" (Matthias Claudius)
16. Türchen "Weihnachten im Bahnwärterhäuschen" (Hermine Villinger)
17. Türchen "Der Winterabend" (A. H. Hoffmann von Fallersleben)
18. Türchen "Es wird Weihnachten" (Theodor Fontane)
19. Türchen "Lied im Advent" (Matthias Claudius)
20. Türchen "Einsam am Heiligen Abend" (Herman Bang)
21. Türchen "Schenken" (Joachim Ringelnatz)
22. Türchen "Die Heilige Nacht" (Selma Lagerlöf)
23. Türchen "Der Stern" (Wilhelm Busch)
24. Türchen "Die Geburt Jesu nach dem Lukas-Evangelium"

Eigene Meinung:
"Morgen, Kinder, wird's was geben" ist ein Adventskalenderhörbuch mit 24 unterschiedlichen Geschichten und Gedichten- passend zum Advent. Der Hörverlag stellt auf der über einstündigen CD eine Sammlung zusammen- angefangen von den bekanntesten Dichtern bis hin zu den beliebtesten Märchenerzählern- und erzählerinnen, die alle das Thema Winter und Weihnachten aufgreifen. Dies sorgt beim Zuhörer für eine friedliche und besinnliche Stimmung um nach dem stressigen Alltag zu entschleunigen. Die jeweiligen Türchen variieren in ihrer Laufzeit. Man kann ca. von einer Minute bis knapp 10 Minuten pro Track ausgehen, sodass dieses Hörbuch der ideale Begleiter für unterwegs ist, aber auch perfekt zur Entspannung im heimischen Wohnzimmer mit den Kindern ist. Die jeweiligen Interpretationen sind für Groß- und Klein gleichermaßen gedacht. Junge Zuhörer ab sechs Jahren werden genauso von den 24 Titeln verzaubert wie Erwachsene, da die Werke der berühmten Poeten und Schriftsteller in einem äußerst angenehmen Stil vorgetragen werden. Ein weiterer Pluspunkt sind die unterschiedlichsten Sprecher, die den jeweiligen Inhalt der Kalendertürchen vortragen. Dies sorgt dafür, dass jedes Gedicht und jede Geschichte seinen ganz eigenen Charme versprüht. Auch das Cover mit den vielen Häusern, deren Dächer mit Glitzerelementen versehen sind, sticht einem sofort ins Auge. Diese CD ist nicht nur für den heimischen Gebrauch gedacht, sondern eignet sich auch als ein perfektes Mitbringsel für die Adventszeit, denn das Preis-Leistungsverhältnis ist stimmig und überzeugt sofort. 
Fazit: Ein Gesamtkunstwerk mit Muss-Genuss. Das Hörbuch verzaubert nicht nur die Sinne, sondern auch Augen und Ohren. 
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

Anmerkung:
Weitere Rezensionen zu dem Format: Hören 
Meine Zauberweihnacht (Hörbuch, Rezension vom 11.11.2017)
Hören & Gestalten - HANDLETTERING - Schöne Briefe Zum Zuhören Und Kreativ-Sein (Hörbuch, Rezension vom 18.03.2018)

Dienstag, 12. November 2019

Buchrezension: CITY OF GHOSTS - Die Geister die mich riefen (Band 1) von Victoria Schwab

CITY OF GHOSTS - 
Die Geister die mich riefen

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: cbj Verlag
Titel: City of Ghosts - Die Geister die mich riefen
Autor: Victoria Schwab
Erscheinungsjahr: 28. Oktober 2019
Seitenzahl: 288 Seiten
Kapitelzahl: 27 Kapitel
ISBN: 978-3-570-17653-5
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 14,00 Euro
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Quellenangabe / Interesse geweckt: Hier geht's zum Verlag

Reihenfolge:
Band 1: CITY OF GHOSTS - Die Geister die mich riefen
Band 2: TUNNEL OF BONES 

Klappentext: 
Nur weil du sie nicht sehen kannst, 
heißt das noch lange nicht, dass es sie nicht gibt...
Seit die 12-jährige Cassidy Blake fast ertrunken wäre, kann sie Geister sehen und die Welt der Toten betreten. Sogar ihr bester Freund ist ein Geist! Und als ob das nicht schon merkwürdig genug wäre, werden ausgerechnet ihre Eltern die neuen Stars einer Geisterjäger-Fernsehshow. 
Der erste Drehort: Edinburgh.
Die Friedhöfe, Burgen und Geheimgänge der alten Stadt wimmeln nur so von Geistern - und nicht alle sind freundlich. Cassidy wird schnell klar, wie viel sie noch über ihre Verbindung zum Reich der Toten zu lernen hat. Doch dafür bleibt nicht viel Zeit, denn eine besonders dunkle Seele streckt schon die Krallen nach ihr aus...

Inhaltsangabe:
Vor über einem Jahr, genauer gesagt vor 433 Tagen wäre Cassidy Blake fast ums Leben gekommen. Als ihre Eltern dem Mädchen zum 11. Geburtstag eine altmodische Kamera mit lila Riemen schenkten, wollte die Heranwachsende diese umgehend ausprobieren. Ihre Motivauswahl war eine Schlucht in den Bergen. Nur ein sehr schmaler Weg über eine Brücke führt dorthin, sodass Cassidy trotz der Kälte mit dem Fahrrad losfährt. Jedoch kommt es auf dieser sehr engen Stelle zum Unglück: Ein LKW fährt dem Mädchen mit erhöhter Geschwindigkeit entgegen und sowohl der Fahrer als auch die Kleine versuchen in letzter Minute der bevorstehenden Kollision auszuweichen. Bei diesem Manöver schlägt Cassidy's Lenker am Geländer der Brücke auf und durch die Wucht fällt die Heranwachsende über die Balustrade und durchbricht den gefrorenen See. Sofort zieht ihre noch umgehängte Kamera die Schülerin auf den Grund des Gewässers. Kurz vor ihrem Ertrinken wird sie von einem Jungen gerettet, der sich ihr später als Jacob vorstellt. 
Seit diesem schicksalhaften Unfall wurde dem Mädchen nicht nur ein zweites Leben geschenkt, sondern ist sie nun auch in der Lage Tote zu sehen. Wie sich herausstellt, ist ihr Lebensretter und bester Freund ein Geist und nur für die inzwischen 12-jährige sichtbar. Die Jugendliche ist davon überzeugt, dass sie durch die Rettung von Jakob nun fest mit ihm verbunden ist. Cassidy ist nicht mehr ganz am Leben und Jakob noch nicht vollständig tot. Aber in dem bisherigen Leben des Mädchens spielen Geister und Übersinnliches schon immer eine große Rolle, denn ihre Eltern sind sehr erfolgreiche Schriftsteller in diesem Metier. So kommt es, dass ihre Mutter und ihr Vater die einmalige Chance erhalten, an einer Geisterjäger-Fernsehsendung teilnehmen zu dürfen. Doch dafür fällt der von Cassidy langersehnter Long Island-Strandurlaub ins Wasser. Stattdessen führt die Produktion der Serie die Familie Blake nach Edingburgh. Dort sollen ihre Eltern die Orte aufsuchen, an denen die paranormalen Phänomene am stärksten festzustellen sind. Grund genug für Cassidy sich zu fürchten, denn nicht alle Geister die das Mädchen sieht sind ihr gegenüber wohlgesonnen oder verfolgen gute Absichten. 
Schon bald wird die Heranwachsende dies selbst erkennen- und dass ihre besonderen Fähigkeiten Fluch und Segen gleichermaßen sind...

Eigene Meinung:
"City of Ghosts - Die Geister die mich riefen" ist ein spannendes und sehr unterhaltsames Jugendbuch von Victoria Schwab. Hauptperson ist die 12-jährige Cassidy, die nur knapp dem Tod entronnen ist. Nur durch die Rettung von Jakob ändert sich für die Heranwachsende alles, denn seit diesem tragischen Unfall kann sie Tote sehen. Warum das so ist und welche Bestimmungen sie nun zu erfüllen hat, erfährt das Mädchen erst im Laufe der Zeit. Der blonde, introvertierte Geist Jakob ist immer an ihrer Seite, jedoch nur für sie sichtbar. 
Mir gefiel es sehr gut, dass Cassidy ganz offen über sich und ihre besondere Gabe spricht und auch ihre Eltern davon wissen. Diese Situation hebt sich schon von anderen Büchern ab, wo die Protagonisten doch meistens versuchen alleine damit zurecht zu kommen. Dadurch dass Cassidy's Eltern schon immer von paranormalen Phänomenen und Übersinnlichem fasziniert sind, verleiht es der Geschichte eine moderne Note. Das Buch wurde in vier Teile unterteilt. Dies fand ich ebenfalls ansprechend, da die Handlung systematisch aufgebaut wurde und der junge Leser regelrecht in die Geschichte eintauchen konnte. Die Atmosphäre von Edingburgh wurde von der Schriftstellerin toll eingefangen. Durch die im Buch aufgezeichnete Landkarte kann der Leser sehr gut die Route der Familie Blake mitverfolgen, und führt uns an die Orte, an denen die jeweiligen Abenteuer stattfinden. 
Der Schreibstil ist kurz und knackig, die Story unterhaltend und spannend. Das Setting perfekt auserwählt für diese Art von Geschichte. Wie es weitergeht und welche Rolle Cassidy's Lebensretter Jakob noch spielen wird, will man unbedingt wissen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Schriftstellerin einen Folgeband nachlegen wird. 
Fazit: Die Autorin hat ihr Händchen für spannende Geistergeschichten bewiesen. Sie überzeugt mit einer facettenreichen und modernen Story, die junge Leser ab 10 Jahren begeistert.
Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen

Quelle: Bild Abb. S. 1-2 / S. 9