Sonntag, 18. August 2019

Buchrezension: DER ROSIE-EFFEKT (Band 2) von Graeme Simsion

DER ROSIE-EFFEKT

Infos zum Buch:

unbezahlte Werbung
Verlag: KRÜGER Verlag
Titel: DER ROSIE-EFFEKT
Autor: Graeme Simsion
Erscheinungsjahr: 24. September 2014
Seitenzahl: 448 Seiten
ISBN: 978-3-8105-2258-0
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 18,99 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag

Reihenfolge:
Band 1: DAS ROSIE-PROJEKT
Band 2: DER ROSIE-EFFEKT

Klappentext:

O Baby! Nach dem Happy-End geht's erst richtig los: Don Tillman, der unwahrscheinlichste romantischste Held, den es je gab, entdeckt die Liebe nach der Heirat. Und er entdeckt: In der Ehe steht Vernunft nicht immer an erster Stelle. 

Inhaltsmangabe:
Der am Asperger-Syndrom leidende Don Tillman hat es tatsächlich geschafft über seinen Schatten zu springen, und der chaotischen Rosie eine Chance zu geben seine Frau fürs Leben zu werden. Mittlerweile haben die beiden ihre Liebe mit einem Eheversprechen besiegelt und möchten gemeinsam eine Zukunft aufbauen. Daher beschließen sie ihr altes Leben in Australien komplett hinter sich zu lassen, um in New York neu durchzustarten. Während Don weiterhin als Genetiker an einer Universität arbeitet, versucht Rosie ihr angefangenes Medizinstudium erfolgreich abzuschließen. Um sich den teuren Lebensunterhalt in Amerika leisten zu können, jobben die beiden nebenbei in einer kleinen Cocktailbar. Dort wird Don mit seiner ungewöhnlichen Art zu einem richtigen Publikumsmagneten. Doch das routinierte Leben des ungleichen Paares soll sich schon bald ändern, denn Rosie wird ungeplant schwanger. Diese Nachricht trifft Don wie einen Schlag und er weiß nicht so recht, wie er diesbezüglich mit seinen Gefühlen umgehen muss. Daher beschließt er wie gewohnt ganz strategisch und analytisch an die für ihn außergewöhnliche Situation heranzugehen. Wie auch schon sein damaliges Single-Projekt zum Scheitern verurteilt war, ist auch dieses Mal klar, dass Rosie ihren eigenen Willen hat und auf ihre Weise versucht mit der aktuellen Lage umzugehen. 
Als wäre die Situation nicht schon kompliziert genug, taucht plötzlich Don's bester Freund Gene auf und bittet diesen um eine kurzfristige Bleibe, da seine Frau ihn aus der gemeinsamen Wohnung geschmissen hat. Rosie, die Gene überhaupt nicht leiden kann, setzt alles daran, dass der Frauenheld so schnell wie möglich wieder aus dem Leben der beiden verschwindet. Doch dann gerät alles außer Kontrolle: Gene, der selbst Kinder hat, versucht dem zukünftigen Vater seine Erfahrungen durch zahlreiche Tipps und Ideen weiterzugeben. Da Don jedes Wort auf die Goldwaage legt, dauert es somit nicht mehr lange, bis er in ernsthafte Schwierigkeiten gerät. Nicht nur mit dem Gesetz bekommt er Ärger, sondern auch seine Ehe steht vor einem Trümmerhaufen und die Geburt rückt von Tag zu Tag näher. 
Schaffen es der überforderte Don und die hormongesteuerte Rosie einen gemeinsamen Weg zurück ins Glück zu finden?

Eigene Meinung:
Der Rosie-Effekt ist der zweite Band von Graeme Simsion der von Don Tillmann und seiner chaotischen Rosie erzählt. Wie gewohnt war der Schreibstil des Autors sehr speziell, sodass das Buch wieder einen hohen Unterhaltungswert darstellte. Es gab viele peppige Szenen, spritzige Dialoge sowie viele amüsante Passagen über die Denkweise eines liebenswürdigen Genie's der es perfekt beherrscht mit Zahlen und Fakten zu jonglieren um so das Leben besser verstehen zu können. Das ungleiche Paar versucht immer wieder sich aufeinander einzulassen und sich anzupassen, was aber nicht immer gelingen will. Leider konnte das Buch aber nicht hundert Prozent an den ersten Band anknüpfen, was auch wirklich schwer war, da Simsion die Messlatte wirklich hoch legte. Des Weiteren waren einige Durststrecken vorhanden, die der Schriftsteller locker besser ausarbeiten hätte können.
Fazit: Ein chaotisch, charmanter Roman, der im Zickzack zum Glück findet und voller witziger Pointen des Lebens steckt. 
Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen

Anmerkung:
Weitere Rezensionen von Graeme Simsion:
Das Rosie-Projekt Band 1 (Buch, Rezension vom 14.08.2019)

Mittwoch, 14. August 2019

Buchrezension: DAS ROSIE-PROJEKT (Band 1) von Graeme Simsion

DAS ROSIE-PROJEKT

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung
Verlag: FISCHER Krüger-Verlag
Titel: DAS ROSIEPROJEKT
Autor: Graeme Simsion
Erscheinungsjahr: 23. Dezember 2013
Seitenzahl: 351 Seiten
ISBN: 978-3-8105-1951-1
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 18,99 Euro
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Reihenfolge:
Band 1: DAS ROSIE-PROJEKT
Band 2: DER ROSIE-EFFEKT

Klappentext:
Gestatten?
Don Tillman sucht die Frau fürs Leben.
Muss pünktlich sein, logisch denken und gern Fahrrad fahren. Wenn Sie rauchen, trinken und an Horoskope glauben, ist Ausfüllen des Fragebogens zwecklos. 

Inhaltsangabe:
Don Tillman ist Genetiker an der Universität Melbourne und hat das Asperger-Syondrom, eine Variante des Autismus. Durch diese Beeinträchtigung fällt es dem 39-jährigen oft schwer, menschliche Kontakte zu knüpfen und diese zu pflegen oder spontanen Handlungen nachzugehen. Daher ist sein kompletter Tagesablauf exakt auf die Minute geplant bzw. durchstrukturiert und lässt kaum Spielraum für Unvorhergesehenes zu. 
Nichtsdestotrotz ist der Professor auf der Suche nach der perfekten Frau mit der er gemeinsam in naher Zukunft eine Familie gründen will. Um keine bösen Überraschungen von der Damenwelt zu erleben, entwirft er einen 16-seitigen Fragebogen, in dem er seine Wünsche wie z.B. keine Raucherin, keine Vegetarierin oder Trinkerin festhält. Nur bei einer hundertprozentigen Übereinstimmung kann Don seine zukünftige Ehefrau akzeptieren. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Vorgesetzten und mittlerweile besten Freund Gene wertet er sämtliche Fragebögen aus, die er willkürlich an Singlefrauen verteilte. Doch wie erwartet kann keine der Kandidatinnen alle Punkte erfüllen. 
Frustriert über das Ergebnis geht Don in die Arbeit. Dort überrascht ihn plötzlich Rosie. Sofort geht Don davon aus, dass sein Freund Gene ihm die gutaussehende Frau geschickt hat und lädt sie spontan zum Abendessen ein. Während des Gesprächs beim Essen stellt sich heraus, dass Rosie zwar Single ist, aber keine Ahnung von dieser ominösen Checkliste hat. Die rauchende Barkeeperin und Vegetarierin braucht nämlich Hilfe von Don, da sie auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater ist, der nur anhand von einem DNA-Test ermittelt werden kann. Der Genetiker nimmt sich ihrer an und die beiden kommen sich immer näher. 
Kann Don über seinen Schatten springen und bei Rosie eine Ausnahme machen?

Eigene Meinung:
Das Buch aus dem Jahr 2013 hatte ich schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste. Ich hörte schon so viel positives darüber, sodass ich den Roman unbedingt lesen wollte. Zu Beginn fand ich den Schreibstil von Graeme Simsion etwas gewöhnungsbedürftig, da er die Handlung sehr analytisch und durchdacht anging. Doch je mehr ich mich auf die Geschichte einließ, desto besser gefiel mir die Ausdrucksweise des Autors und die dazu passenden Protagonisten. Im Nachhinein gab er Don Tillman anhand seines Schreibstils die Authentizität, um das Asperger-Syndrom dem Leser glaubwürdig nahe zu bringen, der sich vorher noch nie mit diesem Syndrom und dessen Eigenheiten befasst hat. Selten musste ich beim Lesen eines Buches so oft schmunzeln wie bei dieser Lektüre obwohl die Aufklärung dieser Form des Autismus immer wieder sachlich dargestellt wurde. Besonders gut gefielen mir die einzelnen Entwicklungen der Mitwirkenden- vor allem die von Don, sodass das Buch wirklich einen hohen Unterhaltungswert darstellt.
Fazit: Ein amüsantes Buch, das dem Leser viel mehr vermittelt als nur eine typische Liebesgeschichte. 
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

Anmerkung:
Weitere Rezensionen von Graeme Simsion:
Der Rosie-Effekt Band 2 (Buch, Rezension vom 18.08.2019) demnächst

Mittwoch, 7. August 2019

Buchrezension: NACHTSCHWÄRMER von Moira Frank

NACHTSCHWÄRMER

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: cbj Verlag
Titel: Nachtschwärmer
Autor: Moira Frank
Erscheinungsjahr: 22. Juli 2019
Seitenzahl: 400 Seiten 
Kapitelzahl: 51 Kapitel 
ISBN: 978-3-570-16505-8
Cover: gebundene Ausgabe

Preis: 17,00 Euro
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Klappentext:
EIN VERLORENER BRUDER,
EINE NEUE LIEBE
UND EIN EXPLOSIVER SOMMER
Ganze drei Wochen hatte Helena einen Halbbruder. Lukas hat sie auf Facebook gefunden, sie haben stundenlang telefoniert, doch bevor sie sich treffen können, stirbt er bei einem Verkehrsunfall. Als Helena in den Sommerferien mit ihrem nichtsahnenden Freund in die Uckermark zum Zelten fährt, um Lukas' Grab zu besuchen, lernt sie seine beiden besten Kumpel kennen und das Mädchen, mit dem er zusammen war. Und nach Wochen des Stillstands nimmt Helenas Leben rasant an Fahrt auf...

Inhaltsangabe:
Helena, eine 17-jährige Schülerin aus Berlin steht kurz vor dem Abitur. Obwohl sie sich sehr anstrengt, kommt sie mit Mathematik überhaupt nicht klar, sodass sie um ihren Abschluss bangen muss. Als sie dann auch noch Anfang März eine mysteriöse Facebooknachricht von einem Jungen aus der Uckermark erhält, ist sie völlig aus dem Häuschen. Lukas, wie sich ihr der Fremde vorstellt, ist Helena's angeblicher Halbbruder. Zwar wirken seine Mitteilungen alles andere als seriös, doch als er über familiäre Dinge erzählt die Außenstehende unmöglich wissen können, glaubt sie dem Unbekannten. Vor vielen Jahren hatte Helena's Mutter eine kurze Affäre mit dem Vater der 17-jährigen, bei der sie ungeplant schwanger wurde. Nach ihrer Geburt wächst das Mädchen bei ihrem Vater und seiner neuen Lebensgefährtin Julia in einem großen Haus auf. So kommt es, dass sie sich nun immer mehr für ihren angeblichen Stiefbruder interessiert, der mit ihrer gemeinsamen, leiblichen Mutter und dem neuen Ehemann in der Uckermark lebt. Lukas und Helena stehen in engem Kontakt, da sie täglich miteinander schreiben oder telefonieren. Die beiden planen bereits für die bald anstehenden Sommerferien ein Treffen, bei dem sie sich besser kennen lernen wollen. Doch bis dahin halten die Stiefgeschwister ihren Kontakt größtenteils geheim. Nur Lukas erzählt seinen besten Freunden von Helena's Existenz, doch die junge Berlinerin spricht mit keinem Menschen darüber.
Aber es soll alles ganz anders kommen: Während Helena 90 Kilometer entfernt am Montagmorgen ihr Mathematik-Abitur schreibt, entdeckt ein Spaziergänger mit seinem Hund die Leiche von Lukas. Dieser wurde von einem Auto erfasst und dabei getötet, als er zu Fuß unterwegs war. Nur durch einen kurzen Telefonanruf von Lukas' Vater erfährt Helena von dieser schicksalhaften Tragödie. Da Lukas' Vater die ganzen Facebooknachrichten nach dessen Unfalltod gelesen hat und nun Mitwisser ist, fordert der trauernde Mann Helena auf, seine Familie nicht weiter zu belästigen. Die Heranwachsende, die mit dieser kalten Ablehnung überhaupt nicht zurecht kommt, gerät total aus dem Gleichgewicht und bricht in der Schule zusammen. Da alle davon ausgehen, dass diese Ohnmacht aufgrund ihres nicht bestandenen Abiturs erfolgt ist, bleibt Helena nichts anderes übrig als ihre Freunde und Familie weiterhin im Ungewissen zu lassen. Die behandelnde Ärztin verschreibt ihr zur Erholung eine Kur, die fernab ihrer Heimat für die nötige Ruhe sorgen soll. Sofort ergreift die Schülerin ihre Chance um doch noch in die Uckermark zu kommen, damit sie zumindest Lukas' Grab besuchen kann. Begleitet wird Helena von Ole, ihrem ahnungslosen Freund, dem sie eine fadenscheinige Ausrede erzählt. Wie es der Zufall so will, begegnet Helena während sie alleine spazieren geht zwei Personen. Es handelt sich dabei um Viktor und Mike, die besten Freunde des Verstorbenen. Die Jugendlichen kommen schnell ins Gespräch und damit begibt sich der Teenager auf Spurensuche über Lukas' Vergangenheit und lernt dabei ihren toten Halbbruder immer besser kennen...

Eigene Meinung:
"NACHTSCHWÄRMER" ist nach "STURMFLIMMERN" Moira Frank's zweites Werk. Im Mittelpunkt steht dabei die Protagonistin Helena, die über eine Facebooknachricht erfährt, dass nicht unweit von ihr entfernt ein unbekannter Familienangehöriger lebt. Lukas ihr Halbbruder, hat in Erfahrung gebracht, dass sie existiert und über diesen ungewöhnlichen Weg Kontakt zu ihr aufgenommen. Die beiden haben von Anfang an eine feste Bindung zueinander und befinden sich auf einer Wellenlänge. Doch das Schicksal ist grausam, denn sie werden sich niemals persönlich begegnen, da Lukas tödlich verunglückt. Durch diese tragische Ausgangssituation und den dazu gehörigen Gefühlen wird der Leser sofort und ohne lange Umschweife ab der ersten Seite damit konfrontiert. Traurig und unmittelbar beginnt die Geschichte über die schlimmste Zeit in Helena's Leben, deren Einstieg ich sehr gelungen fand. 
Doch je weiter die Handlung Kontur annahm und voranschritt, desto anstrengender fand ich Moira Frank's Schreibweise. Auch die Ausarbeitung der Charaktere von Viktor und Mike, sowie einzelne Situationen gefielen mir nicht besonders gut, da sie zu klischeehaft erschienen. Die Grundidee der Autorin fand ich dennoch sehr interessant. Des Weiteren werden viele spannende und aktuelle Themen behandelt, die die Schriftstellerin mit modernen Szenen vermischt. Dies sorgt dafür, dass der Unterhaltungswert zwar kontinuierlich war, jedoch den Lesefluss anhand der sprachlichen Ausdrucks- bzw. Schreibweise etwas bremste. Das Buch erscheint dadurch ungewöhnlich welches ich besonders Leseratten empfehle, die nach dem "gewissen Etwas" suchen. 
Fazit: Ein Jugendroman der tiefgründig- und alles andere als Mainstream ist. Er ist vielschichtig und unterhaltsam, jedoch gewöhnungsbedürftig und nicht jedermanns Geschmack. Hier lautet die Devise: Lesen und selbst entscheiden. 
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen

Sonntag, 4. August 2019

Hörbuchrezension: DER KINDERFLÜSTERER von Alex North

 DER KINDERFLÜSTERER

Infos zum Hörbuch:
unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: Random House Audio Verlag
Titel: Der Kinderflüsterer
Autor: Alex North
Gelesen von Stefan Kaminski
Erscheinungsjahr: 29. Juli 2019
Gesamtspielzeit: 9 Std. 20 Min.
Lieferumfang: 2 MP3 CD's (gekürzte Lesung)
ISBN: 978-3-8371-4738-4
Preis: 10,00 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag

Klappentext:
Wenn die Tür halb offen steht,
ein Flüstern zu dir rüberweht,
denn jedes Kind, das einsam ist,
holt der Flüsterer gewiss.
(Weiterleitung zu youtube)
Quelle: randomhouse.de
Inhaltsangabe:
Nach dem unerwarteten Tod seiner Frau Rebecca, sind der Buchautor Tom Kennedy und sein kleiner Sohn Jake am Boden zerstört. Besonders für den 7-jährigen Jungen ist eine Welt zusammengebrochen, da der Bub ein sehr inniges Verhältnis zu seiner Mutter pflegte und ausgerechnet er es war, der diese leblos im Wohnzimmer aufgefunden hat. Nachdem das gemeinsame Zuhause noch so viele schmerzliche Erinnerungen birgt, beschließt Tom in eine völlig andere Umgebung umzuziehen um dort einen Neuanfang zu wagen. Weil der alleinerziehende Vater große Probleme hat zu seinem introvertierten Sohn durchzudringen oder gar eine Beziehung zu ihm aufzubauen, setzt er alles daran ihn aus der Reserve zu locken. So kommt es, dass Tom seinem Jungen ein Mitspracherecht einräumt, was sein zukünftiges Heim betrifft. Bei der Wohnungssuche gefällt dem Erstklässler ein kleines Häuschen in Featherbank, welches die beiden nach einer erfolgreichen Besichtigung sofort einer älteren Dame abkaufen. Tom wünscht sich nämlich nichts sehnlicher, als endlich mit der Vergangenheit abzuschließen zu können und gemeinsam mit Jake einer glücklichen Zukunft entgegen zu blicken. 
Was die neu Zugezogenen bis dahin noch nicht wussten: In dem beschaulichen Ort wurden vor über 20 Jahren fünf Kinder entführt und brutal ermordet. Von dem letzten Heranwachsenden fehlen bis heute die menschlichen Überreste. Zwar wurde der damalige Mörder geschnappt und hinter Gitter gebracht, nichtsdestotrotz hat es DI Pete Willis, der damals ermittelnde Beamte nie überwunden, dass er die Leiche des kleinen Jungen nicht gefunden hat. Daher besucht er jedes Jahr den Inhaftierten in der Hoffnung endlich herauszufinden, wo er den zuletzt getöteten Bub versteckt hat. 
Zur selben Zeit verschwindet in diesem Ort wieder ein Kind. Der 6-jährige Neil Spencer gilt seit mehreren Tagen als vermisst. Sofort erinnern sich die Einwohner von Featherbank wieder an die grausamen Taten des von ihnen genannten "Kinderflüsterers". 
Nicht nur die Entführung hält die Stadt in Atem, auch Tom merkt wie sich sein Sohn seit dem Einzug in das neue Haus negativ verändert hat. Ständig will er nachts ein Flüstern vor seinem Kinderzimmer hören, welches sich im ersten Stock befindet. Was zunächst als völlig harmlos erscheint, verwandelt sich Schritt für Schritt in einen wahr gewordenen Alptraum und das Grauen von vor 20 Jahren beginnt von vorne.
Die Bewohner erinnern sich an den Spruch des "Kinderflüsterers":

"Wenn die Tür halb offen steht, ein Flüstern zu dir rüberweht.
Spielst du draußen ganz allein, findest du bald nicht mehr heim.
Bleibt dein Fenster unverschlossen, hörst du ihn gleich daran klopfen.
Denn jedes Kind, das einsam ist, holt der Flüsterer gewiss."
(Zitat aus der Kinderflüsterer von Alex North)

Eigene Meinung:
Der britische Autor Alex North hat mit seinem Debüt-Roman "Der Kinderflüsterer" einen facettenreichen Thriller verfasst, der mir sehr gut gefallen hat. Seit Wochen wird das (Hör)-Buch überall groß angepriesen und mit dem Slogan "bester Spannungsroman der letzten 10 Jahre" beworben. Für mich jedoch war es kein typischer Thriller, der durch Brutalität und Grausamkeit von sich überzeugen musste, sondern eher ein tiefgründiger Roman der mit den Ängsten der Eltern spielt und dadurch eine besondere Tiefe annimmt. Das Hörbuch wird in sechs große Teile aufgeschlüsselt. Zu Beginn erfährt der Zuhörer mehr über das schwierige Verhältnis zwischen Tom Kennedy und seinem 7-jährigen Sohn Jake. Doch der Vater versucht sein Bestes um mit der Trauer seiner geliebten Frau umzugehen und gleichzeitig die Geduld für seinen introvertierten Jungen aufzubringen. In den folgenden Teilen kommen weitere Protagonisten hinzu wie zum Beispiel DI Pete Willis, der nun erneut auf der Suche nach einem verschwunden Jungen ist, exakt wie vor 20 Jahren. Gleichzeitig erfährt der Zuhörer auch Privates von dem älteren Beamten, was ihn immer sympathischer werden lässt. Zu guter Letzt gewährt uns Alex North nicht nur einen Einblick in die Seele des kleinen Jungen Jake, sondern auch in die des aktuell gesuchten Täters.
Die vielen Perspektivenwechsel waren besonders am Anfang etwas schwierig, doch je mehr die Geschichte fortschritt, desto spannender wurde sie. Auch wenn paranormale Phänomene eine kleine Rolle spielen und es für mich dadurch etwas absurd wurde, gefielen mir die Ausarbeitung der Charaktere und vor allem die unerschütterliche Liebe zwischen Vater und Sohn.
Der Sprecher Stefan Kaminski war unglaublich. Er fing die jeweiligen Situationen bestehend aus Drama, Angst, Spannung und jede Menge Gefühl stimmlich sehr gut ein und gab dem Hörbuch den nötigen Flair, welches es braucht um mit vollem Genuss über neun Stunden zuhören zu wollen.
Fazit: Auch wenn mich das Hörbuch nicht wegen seiner Spannung, sondern seines Tiefgangs überzeugen konnte, fand ich den Debütroman sehr gelungen. Echte Thrillerfans werden zwar weniger auf ihre Kosten kommen, nichtsdestotrotz hat die Geschichte einen großen Unterhaltungswert!
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

Donnerstag, 1. August 2019

REZEPT: Johannisbeerstreuselkuchen auf dem Blech

Hallo meine Lieben,

endlich sind bei uns im Garten die Johannisbeeren reif und können verarbeitet werden. Für mich bedeutet das, dass ich in den kommenden Tagen fleißig Marmelade einkochen- und noch ein paar Kuchen backen werde. 
Für Euch habe ich heute wieder ein leckeres Rezept welches zwar sehr einfach geht, dennoch ein wenig aufwendiger als gewohnt in der Verarbeitung ist. Der Geschmack zahlt die Arbeit aber aus- versprochen!

Viel Spaß beim Nachbacken und gutes Gelingen!

Das brauchst Du:

Für den Teig:

250 g Margarine
250 g Zucker
    5 Eier (Größe M)
    1 Pä. Vanillinzucker
    1 Pä. Backpulver
    1 Prise Salz
400 g Mehl

Für die Füllung:

600 g Johannisbeeren
    2 Pä. backfeste Puddingcreme 
500 ml Milch

Für die Streusel:

125 g Mehl
  60 g Zucker
  60 g Butter
    1 Pä. Vanillinzucker

Zubereitung:

Zuerst die Johannisbeeren von ihren Rispen befreien. Anschließend diese gut waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. 
Für den Teig Butter und Zucker schaumig rühren, die Eier nach und nach hinzugeben und auf höchster Stufe die Zutaten mit dem Mixer zu einer gleichmäßigen Masse verquirlen. Salz, Backpulver und Mehl unterheben und alles nochmal für eine Minute mixen. 
Den fertigen Teigboden auf ein gut gefettetes Blech (30 x 40) einheitlich verteilen. Nach diesem Schritt werden die Johannisbeeren gleichmäßig auf dem Teig angeordnet und leicht angedrückt. Die Puddingcreme und Milch mit dem Schneebesen für eine Minute lang verrühren, bis eine sämige Masse entsteht. Diese nun über die Johannisbeeren verteilen und glatt streichen. 
Für die Butterstreusel werden Mehl, Zucker, Vanillinzucker und Butter mit dem Mixer verquirlt, bis kleine Klümpchen (Streusel) entstehen. Diese auf die Johannisbeeren-Pudding-Teigmasse streuen bis die Form bedeckt ist. 
Backzeit: 180° C Umluft im vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten


Anmerkung:
Hier stelle ich Euch mein kernloses Marmeladen-Rezept vor. 
Hier stelle ich Euch meinen Johannisbeerkuchen mit Baiser auf dem Blech vor.
Hier stelle ich Euch meinen Johannisbeerkuchen mit Nussfüllung vor. 

Sonntag, 28. Juli 2019

Hörbuchrezension: DER BLÜTENJÄGER (Teil 4) von Catherine Shepherd

DER BLÜTENJÄGER

Infos zum Hörbuch:

unbezahlte Werbung
Verlag: AUDIOBUCH
Titel: Der Blütenjäger
Autor: Catherine Shepherd
Gelesen von Beate Tysopp
Erscheinungsjahr: 30. Juli 2019
Gesamtspielzeit: 484 Minuten
Lieferumfang: 1 MP3 CD  (ungekürzte Lesung)
ISBN: 978-3-95862-521-1
Preis: 14,95 Euro

Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag

"Laura Kern"-Reihenfolge:

Teil 1: Krähenmutter
Teil 2: Engelsschlaf
Teil 3: Der Flüstermann
Teil 4: Der Blütenjäger

Klappentext:

Wenn du leben willst, dann lauf!
Eine junge Frau liegt leblos auf dem Waldboden, eine Kugel mitten in ihrem Herzen. Für Sepzialermittlerin Laura Kern deutet alles auf einen Serienkiller hin: Es ist bereits die zweite Tote innerhalb weniger Tage. Beide Frauen starben barfuß und im Abendkleid. Neben der Leiche jeweils eine Blüte und ein Foto. Laura ermittelt auf Hochtouren und bittet zudem die Psychologin Dr. Niemeyer um ein Täterprofil. Gemeinsam jagen sie einen Mörder, der längst sein nächstes Opfer im Visier hat. Erst viel zu spät entdeckt Laura ein fürchterliches Geheimnis. Ein Geheimnis, das vor vielen Jahren in einem Wald begann...

Inhaltsangabe:

Als am frühen Morgen ein Jäger im Spandauer Forst sein Revier durchkämmt, findet dieser im Dickicht die Leiche einer jungen Frau. Umgehend verständigt der Mann die zuständige Polizei und die Spezialermittlerin Laura Kern vom Landeskriminalamt -Abteilung 7- übernimmt zusammen mit ihrem Partner Max den Fall. Bei der Spurensicherung am Tatort bemerken die beiden Beamten, dass die Tote im Rücken eine Einschusswunde vorweist und die abgefeuerte Kugel exakt ihr Herz getroffen hat. Wie eine Trophäe hinterlässt der Mörder bei seinem Opfer ein blaues Veilchen und ein Foto, auf dem die Geschädigte noch lebend zu sehen ist. Laura Kern ist in höchster Alarmstufe, denn nur zehn Tage zuvor wurde bereits eine leblose Frau in diesem Waldstück gefunden. 
Bei der derzeitigen Obduktion stellen die Profis fest, dass nicht nur das Kaliber der Waffe mit dem des ersten Opfers übereinstimmt, sondern der Serienmörder auch sein scheinbares Muster beibehalten hat, in dem er die Frauen hinterrücks mit einem treffsicheren Schuss in das Herz tötete. Bei der ersten Leiche fanden die Ermittler ebenfalls eine Blume neben ihr, ein Vergissmeinnicht und ein Polaroidbild, auf dem das Mädchen noch gelebt hat. Doch dies sind nicht die einzigen Parallelen: Der Täter steckt den leblosen Mittzwanzigerinnen jeweils einen kleinen, silbernen Ring mit einem Glasstein an den Finger. Des Weiteren haben die ermordeten Personen eine erstaunliche Ähnlichkeit miteinander, denn sie sind beide schlank, haben lange dunkle Haare, sind um die 20 Jahre alt und tragen ein Abendkleid ohne Schuhe. Max und Laura sind sich absolut sicher, dass es sich bei den brutalen Mordanschlägen um ein- und denselben Täter handeln muss. 
Doch die Ermittler haben es mit einem schlauen Psychopathen zu tun, denn er arbeitet sehr gründlich und gewissenhaft. Keine Hinweise und keine Spuren deuten je auf seine Identität hin. Daher ziehen die Kriminalbeamten eine Psychologin zu Rate. Frau Dr. Niemeyer, eine sachkundige Fachkraft auf diesem Gebiet soll anhand der Beweismittel und Fakten ein Täterprofil erstellen, welches auf den Killer schließen lässt. Zwischenzeitlich kommt es erneut zu einem brutalen Übergriff und die Polizei gerät dadurch immer mehr unter Druck die Fälle zu lösen. Auf 1.000 Hektar Waldfläche, die sich rund um die Hauptstadt Berlin verteilen, ist es fast unmöglich dem Verbrecher das Handwerk zu legen. Doch die Uhr tickt, denn der Unbekannte hat bereits das nächste Opfer in seiner Gewalt, welches bald um sein Leben laufen muss. 
Es ist fraglich, ob das Mädchen es schafft sich aus den Fängen ihres Peinigers zu befreien....

Eigene Meinung:
Die Autorin Catherine Shephard verlangt in dem Thriller "Der Blütenjäger" einiges von ihrer Protagonistin Laura Kern ab. In ihrem 4. Fall muss die Spezialermittlerin einem gefährlichen Serienmörder auf die Schliche kommen, der junge Mittzwanzigerinnen hinterrücks brutal  erschießt. Diese Ausgangssituation ist nichts für schwache Nerven, doch genau die richtige Basis für absolute Thrillerfans. Obwohl ich von der Schriftstellerin vorher noch kein (Hör)-Buch gelesen bzw. gehört habe und mit diesem Teil somit eine Quereinsteigerin bin, fand ich mich in der Geschichte sehr gut zurecht. Viele Details, die man aus den Vorbänden bereits wusste, fasste Shephard nochmal grob zusammen, sodass ich nicht das Gefühl hatte, als wären große Wissenslücken vorhanden die mich gehindert hätten dem Handlungsverlauf folgen zu können. 
Der Erzählstil gefiel mir sehr gut. Zum einen schreibt die Autorin aus der Sicht der Beamten, zeigt deren Ermittlungsstrategie und gewährt kleine Einblicke in ihr Privatleben. Gleichzeitig schildert sie auch Situationen aus der Perspektive in der die Opfer noch lebten, was dem Hörbuch eine teilweise unheimliche Note verlieh. Auch ein Zeitsprung wurde von Catherine Shephard integriert, in dem sie eine Geschichte aufgreift, die vor über 20 Jahren stattgefunden hat. Alles in allem harmonieren die Handlungsstränge sehr gut miteinander, sodass man als Hörer selbst mitfiebert. Des Weiteren wurden einige Twists und viele falsche Fährten eingebaut, damit der Zuhörer bis zum Schluss nicht die wahren Hintergründe erkennt und somit den Mörder nicht entlarven kann. 
Die Sprecherin Beate Rysopp hat eine klare und ruhige Stimme, die für diese Geschichte gut ausgewählt wurde. Wann immer es die Situation erforderte, schaffte sie es mühelos die jeweilige Stimmung einzufangen und diese sprachlich betont zum Ausdruck zu bringen. 
Fazit: Ein spannendes Hörbuch mit Suchtfaktor!
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

Mittwoch, 24. Juli 2019

Buchrezension: Das Hotel der verzauberten Träume - Die goldene Botschaft (Band 3) von Gina Mayer

Das Hotel der verzauberten Träume -
Die goldene Botschaft

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: arsEdition
Titel: Das Hotel der verzauberten Träume-
Die goldene Botschaft
Autor: Gina Mayer
Erscheinungsjahr: 26. April 2019
Seitenzahl: 144 Seiten
Kapitelzahl: 16 Kapitel
ISBN: 978-3-8458-2577-9
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 12,00 Euro
Empfohlenes Alter: ab 9 Jahren
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag


Reihenfolge:

Band 1: Das Hotel der verzauberten Träume - Fräulein Apfels Geheimnis
Band 2: Das Hotel der verzauberten Träume - Annabells Tagebuch
Band 3: Das Hotel der verzauberten Träume - Die goldene Botschaft
Band 4: Das Hotel der verzauberten Träume - Magie um Mitternacht (E.T. 18.09.19)

Klappentext:
Als ihre Eltern beschließen, ein kleines Haus an der Ostsee zu mieten, wird für Joëlle ein Traum wahr. Endlich kann sie in der Nähe ihrer Freunde sein! Doch ihr neues Zuhause birgt ein Geheimnis: Zwischen zwei alten Holzdielen versteckt findet Joëlle eine goldene Kapsel mit rätselhaften Inhalt.
Keiner ahnt, dass Joëlle eine Traumdeuterin ist, die verlorene Träume zu ihren Besitzern zurückbringen kann - und die goldene Botschaft in der Kapsel stellt sie vor eine besonders schwierige Aufgabe...

Inhaltsangabe:
Mittlerweile hat sich Familie Fröhlich in Korbutz gut eingelebt, nachdem sie ihre alte Wohnung in Berlin aufgegeben hat. Bis diese in ihr neu gemietetes Haus in den Dünen einziehen kann, dauert es aber noch eine Weile, da Herr Moldau -der Besitzer- erst einige Renovierungsarbeiten vornehmen muss. In der Zwischenzeit darf aber die vierköpfige Familie weiterhin in Rose-Lindes Apfeltraumhotel für kleines Geld wohnen bleiben. Während Joëlle's Mutter als Yogalehrerin im örtlichen Fitnessstudio arbeitet, unterstützt ihr Vater die Zwillingsschwestern in ihrer kleinen Pension mit seinen malerischen Fähigkeiten. Lancelot, ihr zwei Jahre älterer Bruder liebt es mit seinem besten Freund Benny den ganzen Tag lang auf dem Meer zu segeln der dabei großen Spaß hat. Flora Riesengruber, Joëlle's allerbeste Freundin hat sie so lange überredet mit ihr zusammen an den Chorproben von Pastorin Lieblich teilzunehmen, bis die Heranwachsende widerwillig deren Wunsch zustimmt. 
Doch eigentlich hat Joëlle für solche Hobbys überhaupt keine Zeit, denn sie besitzt eine sehr seltene und geheime Gabe von der nur ganz wenige wissen dürfen. Das kleine Mädchen ist nämlich eine Traumdeuterin. Dies bedeutet, dass sie die Träume von anderen Personen aufnehmen kann, als wären es ihre eigenen. Anschließend muss sie die bösen Albträume vernichten und die gefangene Träume befreien. Weder Fräulein Linde noch Fräulein Rose wollen jedoch Joëlle diese schwierige Gabe beibringen, da sie der Meinung sind, die 10-jährige ist noch viel zu jung für diese gefährliche Berufung. Glücklicherweise hat Joëlle vor einiger Zeit das Tagebuch von Annabell gefunden. Sie lebte vor vielen Jahren bis zu ihrem Tod bei dem Vater der Apfelschwestern und war ebenfalls eine erfahrene Traumdeuterin. In ihren privaten Notizen schrieb sie über all ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Abenteuer- die nun Joëlle tagtäglich liest, in der Hoffnung aus all dem Ganzen schlau zu werden. 
Als sich Joëlle wieder einmal langweilt und sie in ihrem zukünftigen Zuhause nach dem Rechten sehen will, betritt sie ihr neues Zimmer, in dem gerade die Wände gestrichen werden. Unter all den herumliegenden Arbeitsutensilien findet sie eine kleine, goldene Kapsel zwischen zwei Bodendielen eingeklemmt. Dieser Gegenstand beinhaltet eine Botschaft, die nach dem Öffnen zunächst einmal völlig harmlos scheint. Doch diese wird schon bald für ernsthafte Probleme sorgen.
Kann Joëlle die Mission des Kapselinhalts alleine lösen oder benötigt sie die Hilfe der Zwillingsschwestern?

Eigene Meinung:
Mit dem Buch "Das Hotel der verzauberten Träume - Die goldene Botschaft" ist mittlerweile der 3. Band von Gina Mayer's Kinderbuchreihe erschienen. Magisch geht es auch in dieser Lektüre weiter. Joëlle, die endlich mehr über ihre seltene Gabe erfahren möchte, wird von den Apfelschwestern Fräulein Linde und Fräulein Rose ausgebremst. Sie halten die Heranwachsende für schlichtweg zu jung für die zu erfüllenden Aufgaben. Doch Joëlle hat ihren ganz eigenen Kopf und versucht durch Eigeninitiative ihre Fähigkeiten selbst zu testen. Dass dies schief gehen wird, ahnt die 10-jährige natürlich nicht. Das ist der perfekte Einstieg zu einem neuen Abenteuer, bei dem Joëlle wieder von ihrem älteren Bruder Lancelot und den Pension-Zwillingsschwestern tatkräftig unterstützt wird. 
Aus dieser gebundenen Ausgabe geht eine Botschaft klar hervor, dass Kinder durchaus in der Lage sind Verantwortung für etwas zu übernehmen und Erwachsene sie bei ihren Wünschen nicht hindern, sondern unterstützen sollen. 
Dieses Kinderbuch beinhaltet wieder viele bunte Illustrationen von Gloria Jasionowksi, die diesem Band erneut einen ganz besonderen Charme verleihen. Bereits im September 2019 erscheint Band 4 dieser Reihe, was auf jeden Fall vermuten lässt, dass es spannend weitergehen wird.
Fazit: Der dritte Band ist eine gute Mischung aus spannendem Abenteuer und einer lehrreichen Problembewältigung. Die Zeichnungen lassen die Bilder von selbst sprechen und runden das Buch im Gesamten ab. 
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

Quelle: Buch Abb. S. 26 / S. 92-93
Anmerkung:
Weitere Rezensionen von Gina Mayer:
Das Hotel der verzauberten Träume - Annabells Tagebuch Band 2 (Buch, Rezension vom 17.08.2018)

Sonntag, 21. Juli 2019

Buchrezension: LOVE TO SHARE - Liebe ist die halbe Miete von Beth O'Leary

LOVE TO SHARE - 
Liebe ist die halbe Miete

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: DIANA-Verlag 
Titel: Love to share - Liebe ist die halbe Miete
Autor: Beth O' Leary
Erscheinungsjahr: 13. Mai 2019
Seitenzahl: 480 Seiten
Kapitelzahl: 74 Kapitel
ISBN: 978-3-453-36035-8
Cover: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag


Klappentext:
LOVE TO SHARE erzählt die Geschichte von zwei Menschen, die sich eine Einzimmerwohnung teilen, ohne sich je zu treffen: Tiffy arbeitet tagsüber, Leon nachts. 
Auf die Idee kam ich, als mein Freund als Assistenzarzt viele Nachtschichten hatte. Mir wurde klar, wie nah man sich jemanden fühlen kann, mit dem man ein Zimmer teilt, selbst wenn man sich nie begegnet... 

Inhaltsangabe:
Als Tiffy von ihrem Ex-Freund Justin aus der gemeinsamen Wohnung rausgeschmissen wird, braucht sie so schnell wie möglich eine neue Bleibe. Doch damit beginnen neben ihrem Liebeskummer auch schon die Probleme: In London sind die Mietpreise entweder so erschreckend hoch oder die noch freien Unterkünfte in einem katastrophalen und nahezu gesundheitsgefährdenden Zustand. Hinzu kommt noch, dass die Mittzwanzigerin als Juniorlektorin eines kleinen Bastel- und DIY-Verlages kaum etwas verdient und ihr Gehalt somit nur für das Allernötigste ausreicht. 
Zur selben Zeit kämpft auch Leon mit finanziellen Problemen. Sein jüngerer Bruder Richie sitzt derzeit im Gefängnis und braucht dringend Geld für einen guten Anwalt. So kommt dem 27-jährigen die ungewöhnliche Idee, seine kleine Einzimmerwohnung samt Mobiliar stundenweise unterzuvermieten um Richie unterstützen zu können. Da Leon täglich seine Nachtschichten auf der Palliativstation absolviert und an den Wochenenden bei seiner Freundin Kay lebt, bietet er für diese Zeit seine leerstehende Wohnung über ein Zeitungsinserat an. Diese auffallende Annonce sticht Tiffy sofort ins Auge und weckt ihr Interesse. Sofort nimmt sie mit dem Inserenten Kontakt auf und vereinbart mit dem Unbekannten einen Besichtigungstermin. Nicht Leon, sondern seine Freundin Kay übernimmt die vereinbarte Wohnungsvermietung und wickelt die Angelegenheit mit Tiffy ab. Sie unterstützt zwar ihren Freund widerwillig, hält aber nichts von dessen Idee. Nachdem Tiffy den Mietvertrag unterzeichnet hat, bringt sie in Leon's geordnete Wohnung ihren eigenen Charme ein. Die bunten Farben und Dekoideen der Juniorlektorin gefallen dem jungen Mitbewohner überhaupt nicht. Da sich die beiden jedoch nie persönlich begegnen, beginnen Tiffy und Leon sich über Post-it-Botschaften zu verständigen. Was anfangs mit völlig belanglosen Notizen startet, endet mit einer richtigen "Brief-Freundschaft". Dies soll sich schon bald ändern, als Tiffy eines Tages zu früh nach Hause kommt und Leon zum ersten Mal persönlich begegnet. Sofort verspüren sie eine tiefe Verbundenheit und plötzlich gerät die Welt der beiden ins Wanken... 

Eigene Meinung:
"LOVE TO SHARE" ist der Debüt-Roman von Beth O'Leary. Dieses Buch wurde bereits in 35 Ländern veröffentlicht und ist derzeit in aller Munde. Protagonistin ist zum einen Tiffy, die durch ihre quirlige, schillernde und kindliche Art einem Paradiesvogel gleicht. Durch ihr Faible für Selbstgemachtes unterstreicht sie ihre peppige Persönlichkeit. Und zum anderen ist da der 27-jährige Leon. Er ist ein ruhiger, introvertierter junger Mann, der die Situationen nüchtern betrachtet und somit hin- und wieder auf den Leser unnahbar wirkt. Diese beiden ungleichen Personen teilen sich ab sofort eine Einzimmerwohnung, genauer gesagt sogar das Bett, wenn auch zu unterschiedlichen Zeiten. Dass dies auf Dauer aber nicht gut gehen kann, ahnt der Leser bereits im Vorfeld. Dies sorgt natürlich für viele amüsante Szenen und aberwitzige Dialoge. Zu Beginn empfand ich das Buch schwierig zu lesen, denn ich hatte etwas Anlaufschwierigkeiten den Einstieg in die Geschichte zu finden. Doch nach und nach nahm die Handlung rasant fahrt auf und die Seiten flogen nur noch so dahin. 
Der Schreibstil der Autorin ist etwas ungewohnt, doch genau das ist der Kick in diesem Buch. Beth O'Leary behandelt zwei aktuelle Themen: Freundschaften und die große Liebe. Die beiden Sparten bieten einen großen Spielraum für weitere Handlungsstränge an, die die junge Schriftstellerin ausnützt um dem Buch eine gewisse Tiefe zu verleihen. An manchen Stellen war es mir aber ein wenig zu viel des Guten. 
Fazit: Ein witziger Roman für zwischendurch. Er beinhaltet viele aktuelle Themen die unterhaltsam sind, dennoch wurde das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft. 
Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternen 

Mittwoch, 17. Juli 2019

Buchrezension: EXTREM GEFÄHRLICH! - MAUS MIT MISSION (Band 1) von Mario Fesler

EXTREM GEFÄHRLICH! -
MAUS MIT MISSION

Infos zum Buch:

unbezahlte Werbung
Verlag: Magellan-Verlag
Titel: Extrem gefährlich! - Maus mit Mission
Autor: Mario Fesler
Erscheinungsjahr: 17. Juli 2019
Seitenzahl: 288 Seiten
ISBN: 978-3-7348-4719-6
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 15,00 Euro
Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag

Klappentext:

Extrem gefährlich?
Das ist im Leben von Max höchstens die unheimliche Shakira, die ihn in den Schulpausen immer so gruselig anguckt. Ansonsten kümmern sich seine überbesorgten Eltern schon darum, dass er bloß nicht zu viel Aufregung abbekommt. Doch das ändert sich, als plötzlich der Geheimagent Juan vor ihm steht. Er ist gut ausgebildet, hochintelligent - und eine Maus! Eine Maus mit Mission: Juan soll die dunklen Machenschaften der mysteriösen Firma Blanche aufdecken. Dafür braucht er nicht nur Max' Hilfe, sondern ausgerechnet auch die von Shakira. Und auf einmal wird Max' bis dahin so langweiliges Leben wirklich extrem gefährlich!

(Weiterleitung zu youtube)
Quelle: magellan-Verlag
Inhaltsangabe:
Alles begann vor über 100 Jahren mit Eduard Weißgerber, einem klugen, reichen, liebenswürdigen und großzügigen Mann in den besten Jahren. Doch leider war dieser alles andere als schön. Von Generation zu Generation hat sich jedoch das Aussehen der männlichen Familienmitglieder zum Positiven verändert. Der letzte Erbe, der 34-jährige Antonie ist jetzt sehr attraktiv, hat stahlblaue Augen und ist wie seine Vorfahren reich, großzügig und äußerst intelligent. Nur das gute Herz blieb auf der Strecke. 
Antonie Blanche ist Inhaber der Blanche Industrie, einer riesigen Kosmetikfirma mit einem breitgefächerten Sortiment an Pflege- und Wellnessprodukten für Männer und Frauen. Doch seine vielen Schönheitsartikel reichen dem erfolgreichen Unternehmer nicht mehr aus, sodass er sich zusätzlich auf Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert. Aus diesem Grund engagiert er zwei Superwissenschaftlerinnen, die scheinbar ebenso herzlos sind wie ihr neuer Chef. Um die Wirkung der produzierten Tinkturen zu verbessern, testet Antonie Blanche diese an kleinen, unschuldigen Lebewesen. Aber nicht alle seine Angestellten heißen diese gemeine Methode für gut. Wunibald Kühl, ein langjähriger Mitarbeiter des Labors öffnet daher spontan alle vierzig Käfige, in denen sich viele junge Mäuse befinden und will diesen ihre Freiheit schenken. Doch die kleinen Tierchen interessiert diese mutige Aktion des Laboranten überhaupt nicht, denn sie bleiben weiterhin in ihren Käfigen und schlafen unbeeindruckt weiter. Nur eine Maus nutzt ihre Chance in die Freiheit zu gelangen, nämlich 38-3. In letzter Sekunde springt sie aus dem Käfig und sucht Schutz im Ärmel des Arbeitskittels ihres Retters. 
Zur selben Zeit geht der 11-jährige Max auf die McKinsey-Privatschule, die nur für Kinder aus einem gut betuchten Elternhaus bestimmt ist. Max' Eltern Bruno und Serafine arbeiten in der Marketingabteilung der Blanche Industrie und sind sehr gesundheitsorientiert, ernährungsbewusst und überfürsorglich- sehr zum Leidwesen von Max. Dieser muss Tag ein, Tag aus, ein gut strukturiertes Freizeitangebot absolvieren, was seine überängstlichen Eltern für ihn aus pädagogischen Erziehungsratgebern zusammengestellt haben. Obwohl Max bald Geburtstag hat und sich nichts sehnlicher wünscht als ein Haustier, bleibt der Wunsch des Jungen jedoch unerfüllt. Zum Glück gibt es noch Opa Wunibald, der ihm heimlich eine kleine Maus schenkt. Doch 38-3, die mittlerweile den Namen Juan trägt, ist alles andere als ein gewöhnlicher Nager, denn er kann sprechen. Nicht nur, dass er wie ein Wasserfall redet- Juan "die Maus des Todes" hat eine Mission: gemeinsam mit Max die Welt zu retten. Zum Glück hat der introvertierte, schüchterne Junge noch zwei Helfer an seiner Seite, nämlich seine beiden Klassenkameraden Pascal und die hochbegabte Shakira. Der Geheimauftrag für die drei Kinder und Juan lautet, herauszufinden welche Machenschaften der bösartige Antoine vorhat um seine Geschäfte weiter anzukurbeln. 
Ein extrem gefährliches Abenteuer wartet auf die Kinder, bei dem so ziemlich alle Regeln gebrochen werden, die von Erwachsenen aufgestellt wurden. 
Kommt diese Mission zu einem erfolgreichen Abschluss oder werden die Heranwachsenden von Antoine Blanche ausgebremst?

Eigene Meinung:
"EXTREM GEFÄHRLICH- MAUS MIT MISSION" ist der erste Band einer neuen Kinderbuchreihe aus dem Magellan-Verlag. Bereits das Buchcover lässt erahnen, welche wundervolle und spannende Geschichte sich hinter dem Titel verbirgt. Die Illustratorin Eva Schöffmann-Davidov hat sich bei der Frontseite dieser gebundenen Ausgabe selbst übertroffen. Das in Blau-Grau-Tönen dominierende Cover wirkt bereits von Weitem sehr ansprechend, sodass die Neugier des jungen Lesers definitiv geweckt wird. Durch die skizzierten Details (Katzen, Zahnräder, etc.) versprüht das Buch einen unverwechselbaren Charme. Eye-Catcher und Highlight sind die mit Folienlack überzogenen Elemente, die dem Buch den letzten Feinschliff verpassen. 
Dein Einstieg in die Geschichte fand ich sehr angenehm. Der Autor Mario Fesler führt den jungen Leser (ab 8 Jahren) ganz langsam, leicht und ohne Hektik in die Handlung hinein, sodass dieser von Anfang an die einzelnen Protagonisten und deren Wesen kennenlernt. Mir persönlich gefiel es sehr gut, dass alle Mitwirkenden einen individuellen Charakterzug bekamen, der das Buch somit belebte. Der Schreibstil des Schriftstellers ist wundervoll. Fesler schafft es mit einer Leichtigkeit, einer guten Portion Humor und mit einem kindgerechten Sarkasmus die Geschichte aufleben zu lassen. Durch den flüssigen Schreibstil werden auch die witzigen Gedankengänge der Kinder auf den Punkt gebracht, was immer wieder den Leser zum Schmunzeln bringt.
Als Goodie zum Buch erhält der Bücherwurm einen kleinen Agentenausweis. Solche Beigaben sorgen dafür, dass die Heranwachsenden auch etwas greifbares in der Hand halten können und die Geschichte noch lange im Gedächtnis bleibt. Als Highlight ist außerdem noch zu erwähnen, dass an den unteren Seitenrändern ein kleines Daumenkino auf den Leser wartet, was ich richtig toll finde. Es macht auch als Erwachsener großen Spaß, Maus Juan über die Seiten rennen zu lassen. 
Fazit: Ein sehr liebevoll gestaltetes Buch und eine spannende Geschichte sind in diesem Band vereint, der sowohl für kleine Jungs als auch für Mädchen bestens geeignet ist. *Hier* gibt es eine Extra-Seite, die der Verlag passend zur Neuerscheinung veröffentlicht hat. Viele weitere Zusatzinfos warten dort von neugierigen Fans entdeckt zu werden. 
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

Quelle: Buch Abb. S. 80-81 + Zusatzheft "Agentenheft"