Sonntag, 19. Dezember 2021

DIY: Selbst genähter Nähmaschinenüberwurf / Overlocküberwurf


Guten Morgen zusammen,

in diesem Beitrag möchte ich Euch meinen selbst genähten Nähmaschinen- und Overlock-Bezug im Patchworkdesign vorstellen. Im Juni 2019 habe ich Euch *hier* meinen gehäkelten Nähmaschinenüberwurf präsentiert. Lange Zeit war ich mit diesem auch zufrieden, bis ich mir zu Weihnachten letzten Jahres eine Overlock-Maschine gekauft habe. Bei diesem Gerät war leider keine Schutzhülle mit dabei, sodass ich die Overlock regelmäßig putzen musste. Daher beschloss ich für dieses Gerät und auch passend für meine Nähmaschine eine Schutzhülle anzufertigen, damit es optisch auf dem Sideboard ansprechender aussieht. Da ich von keinem Stoff genug hatte um jeweils einen einfarbigen Überzug nähen zu können, improvisierte ich und entschied mich für die Patchworkvariante. 
Für diese Modelle besaß ich leider kein fertiges Schnittmuster. Ich habe beide Maschinen ganz genau ausgemessen und mir daraus selbst einen Schnitt angefertigt. Bevor ich alle Teile zusammennähte, bügelte ich auf die Innenseite meines Stoffes Vlieseline. 
Meiner Meinung nach hat dies zwei Vorteile: 
Zum einen sorgt das Vlies für einen guten Stand und zum anderen sind die Nahtzugaben alle versäumt- somit kann nichts mehr aufgehen. 
Die Overlock-Haube zu nähen stellte sich anfangs als äußerst kompliziert heraus. Da die Form sehr schwierig ist, habe ich auch viel ausprobiert und abgesteckt, damit der Bezug letztendlich symmetrisch wird. Zum Glück hat alles gut geklappt. Eingesäumt habe ich beide Schutzbezüge mit einem farblich dazu passendem Schrägband.



Auf der Oberseite habe ich eine Öffnung eingearbeitet, die perfekt mit dem Tragegriff der Nähmaschine abschließt. So kann die Maschine bequem mit dem Überzug transportiert werden. 



Des Weiteren fertigte ich zwei Taschen an, die ich jeweils auf der linken und rechten Seite des Nähmaschinenüberwurfs angenäht habe. Darin können Kleinigkeiten wie Stecknadeln, Rollschneider, Stoffschere oder auch ein Lineal verstaut werden. 


Mit Hilfe der Vlieseline sind die Nahtzugaben alle versäumt und gleichzeitig hat die Schutzhülle einen perfekten Stand. Die Kanten der Oberseite habe ich mit der Overlock versäumt. 





Bei dem Overlock-Überzug hatte ich zu Beginn Schwierigkeiten, wie ich den Bezug anfertigen soll, damit das Gesamtbild stimmig ist und gleichzeitig meine Stoffreste dafür ausreichen.


Wie bei der Nähmaschine habe ich bei der Overlock-Haube ebenfalls zwei Seitentaschen zur Aufbewahrung von Kleinigkeiten angenäht. 


Auch die Innenseite des Overlock-Bezugs wurde mit Vlieseline versehen. Die Kanten wurden alle versäumt. 

Sonntag, 12. Dezember 2021

Buchrezension: ACHTSAM MORDEN - Das Übungsbuch (nach der Joschka Breitner - Methode) von Karsten Dusse

ACHTSAM MORDEN -
Das Übungsbuch

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar 
Verlag: HEYNE Verlag
Titel: ACHTSAM MORDEN - Das Übungsbuch
Autor: Karsten Dusse
Erscheinungsjahr: 15. November 2021
Seitenzahl: 176 Seiten
Kapitelzahl: 45 Kapitel
ISBN: 978-3-453-42563-7
Cover: broschierte Ausgabe
Preis: 10,00 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag


Klappentext:
Entdecke 176 neue Seiten an dir- 
mit der Joschka Breitner-Methode

"Selbstfindung ist ein wenig wie das Suchen nach dem Regenschirm. Je verzweifelter Sie ihn unter Zeitdruck suchen, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Sie ihn finden. Und am Ende dürfen Sie dann doch mit der Hand über dem Kopf im Regen zum Auto laufen. Den Schirm werden Sie dann ganz unverhofft beim nächsten Aufräumen im Sonnenschein finden. Zusammen mit der vor Wochen verlorenen Sonnenbrille, die Sie an dem Tag ohnehin viel besser gebrauchen können. Und genauso ist es auch mit ihrer Seele. 

"Selbstfindung ist keine Suche. 
Selbstfindung ist Aufräumen."
(Joschka Breitner)

Aufbau / Inhalt:

- Vorwort von Karsten Dusse
- Vorwort von Joschka Breitner

Folgende Themen werden in dem Übungsbuch angeschnitten: 
  • Achtsamkeit
  • Freiheit
  • Glück
  • Aktionismus
  • Problemlösungen
  • Schmerz
  • Minimalismus
  • Tod
  • Zeitinseln
  • Digitales Fasten
  • Die innere Welt des Gegenübers
  • Wohlwollen
  • Unverschämtheiten
  • Kindheit
  • Das innere Kind
  • Selbstvorwürfe
  • Kindlich und kindisch und Kinderbilder
  • Urvertrauen
  • Verlust 
  • Eltern
  • Kindheitswünsche
  • Wissen
  • Innerer Widerstand
  • Gedankenwanderung
  • Leben
  • Seelenreinigung
  • Nähe und Distanz
  • Inspirationen
  • Neuland
  • Midlife-Crises
  • Fragen
  • Beziehungen
  • Minimierung
  • Umwege
  • Teilen und Miteinander
  • Zeit
  • Maßeinheiten
  • Vorsätze
  • Mosaik
  • Verbitterung
  • Wahrnehmung ohne Bewertung
  • Work-Life-Balance
  • Dankbarkeit

Eigene Meinung:
Wer die bisher erschienene dreiteilige Buchreihe "ACHTSAM MORDEN" von Karsten Dusse kennt der weiß, wer der eigentliche Held dieser Romane ist: Nämlich nicht sein aus dem Gleichgewicht geratener Protagonist Björn Diemel, sondern der Achtsamkeitstherapeut Joschka Breitner. Denn der ruhige und besonnene Mann der seine Praxis in einem Jugendstil-Viertel hat weiß zu jedem Problem eine passende, maßgeschneiderte Lösung, die zudem noch jede Menge Spielraum für eigene Interpretationen offen lässt. Wer also wünscht sich nicht auch im echten Leben einen so professionellen Work-Life-Balance-Couch, der stets einem mit Rat und Tat zur Seite steht?
Joschka Breitner-Fans haben diesen Wunsch geäußert und aufgrund der hohen Nachfrage erscheint nun das ultimative Übungsbuch, welches nicht nur helfen soll die Seele des Lesers aufzuräumen, sondern auch, wieder zu sich selbst zurückzufinden und mit dem eigenen "Ich" in Einklang zu kommen. Geschrieben aus der Feder des Bestsellerautors und Rechtsanwalts Karsten Dusse und gespickt mit dem Ideenreichtum des fiktiven Therapeuten Joschka Breitner ist diese Lektüre etwas ganz Besonderes. 
44 Übungsaufgaben, die die unterschiedlichsten Themen des Lebens abdecken werden behandelt und mit zahlreichen Weisheiten von Joschka Breitner untermalt. Wer die Bücher gelesen oder als inszenierte Lesung angehört hat, dem werden manche Ratschläge bekannt vorkommen. Doch dieses Mal werden die Leitgedanken in der broschierten Ausgabe auf den Leser umgemünzt, sodass dieser auf den dafür vorgesehenen leeren Zeilen oder Spalten seine eigenen Gedanken und Ansichten niederschreiben kann. 
Zitat: Buch S. 9 "Nichts schlägt in meinen Augen reale Erfahrung besser als konkrete Fantasie. Und erfundene Experten mit echten Ratschlägen sind mir wesentlich lieber als echte Experten mit erfundenen Ratschlägen."
Genau an dieses Prinzip hält sich Dusse. Wer hier psychologisch ausgefeilte Texte mit detaillierten Erklärungen sucht, der wird in diesem Buch nicht fündig werden. Diese Lektüre ist der perfekte Zeitvertreib um auf unterhaltsame Art und Weise Denkanstöße für das reale Leben zu erhalten.
Fazit: Karsten Dusse glänzt mit großem Ideenreichtum, unterhaltsamen Übungen und knackigen Lebensweisheiten die von einem echten Therapeuten stammen könnten.
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

Quelle: Buch Abb. S. 14-15 / S. 26-27 /S. S. 168-169
Anmerkung:
Weitere Rezensionen von Karsten Dusse:

Sonntag, 5. Dezember 2021

DIY: genähte Nikolausstiefel-Anhänger aus Filz mit kostenloser Anleitung

Guten Morgen ihr Lieben,

wie ihr bereits auf den Bildern sehen könnt, habe ich wieder einmal genäht. Diese kleinen Anhänger befinden sich seit ein paar Tagen an unserer großen Tanne im Außenbereich, sodass allmählich auch bei mir Weihnachtsstimmung aufkommt. 
Für die Nikolausstiefel braucht man kein fixes Schnittmuster, sodass jeder seine Stiefel nach Belieben individuell anfertigen kann. Wie das geht zeige ich Euch untenstehend in den jeweiligen Arbeitsschritten. 
Ich wünsche Euch allen einen tollen Tag und ganz viel Spaß beim Nachnähen!

Materialien:
  • Roten Filz, weißes Teddyfell
  • Schneiderkreide
  • Stoffschere 
  • Füllwatte
  • Stecknadeln / Wonderclips
  • Verzierungsmaterial (Glöckchen, Bänder usw.)
  • Nähmaschine mit dem passenden Nähgarn
  • Wäscheklammern mit Aufhängegarn (erhältlich bei Tedi)

Arbeitsschritte:

1. Schritt: Zuerst zeichnest Du auf ein Papier einen Stiefel in der Größe Deiner Wahl. Beachte dabei unbedingt eine Nahtzugabe von 0,5-1 cm. Wenn Du damit zufrieden bist, schneidest Du die Vorlage aus und benutzt diese als Schablone für Deine Anhänger. 
2. Schritt: Zeichne und schneide jeweils zwei Stiefel aus dem Filz aus, um einen Nikolausstiefel-Anhänger fertigzustellen. 
3. Schritt: Wenn Du weißes Teddyfell hast, kannst Du zum Beispiel einen schmalen Streifen auf den oberen Schaft des Schuhs annähen, bevor Du die zwei Schuhseiten zusammennähst. 
4. Schritt: Normalerweise achtet man beim Nähen darauf, dass die schönen Seiten rechts auf rechts liegen und zum Schluss die Seiten umgestülpt werden. In diesem Fall kannst Du allerdings darauf verzichten, da Filz nicht ausfranst.
Beachte, dass Du noch eine kleine Öffnung offen lassen musst, damit Du im Anschluss den Stiefel mit Füllwatte ausstopfen kannst. 
5. Schritt: Wenn Du das Stiefelchen mit Füllwatte leicht ausgepolstert hast, steppe die restliche Öffnung ebenfalls knappkantig ab.
6. Schritt: Nun kannst Du die Nahtzugabe mit einer Stoffschere auf ca. 0,3 mm zurückschneiden und den Stiefel nach Belieben mit Perlen, Glöckchen oder Garn verzieren. 


Was poltert auf der Treppe,
was poltert durch das Haus?
Es ist gewiss, ich wette,
der heil´ge Nikolaus.

Er trägt auf seinem Rücken
"ne große Huckepack,
viel Äpfel und viel Nüsse,
hat er in seinen Sack.

Die schenkt er braven Kindern
die artig wollen sein,
die bösen aber steckt er,
in seinen Sack hinein.
(Unbekannter Verfasser)


Aus dem Fenster schau ich raus,
Suche nach dem Nikolaus.
Ist das seine Zipfelmütze?
Nein, das ist die Kirchturmspitze!
Sieht das wie sein Rucksack aus?
Nein, es ist der Baum vorm Haus!
Dort sein Bart so lang und weiß.
Ist ein Zapfen ganz aus Eis!
Sieh doch nur die Stiefel an!
Sie gehörn dem Nachbarsmann!
Doch da winkt mir einer zu!
Nikolaus, ja das bist du!
(Marion aus Bayern / geschenke.de)


Holler boller Rumpelsack,
Nikolaus trägt ihn huckepack.
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
Runzlig, punzlig anzuschau"n.
Knackt die Schale, springt der Kern
Weihnachtsnüsse ess ich gern.
Komm bald wieder in dies" Haus
guter alter Nikolaus.
(Albert Sergel)