Mittwoch, 28. August 2019

Buchrezension: GENERATION BEZIEHUNGSUNFÄHIG von Michael Nast

GENERATION BEZIEHUNGSUNFÄHIG

Infos zum Buch:

unbezahlte Werbung
Verlag: Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH
Titel: Generation Beziehungsunfähig
Autor: Michael Nast
Erscheinungsjahr: 09. Juni 2017
Seitenzahl: 288 Seiten
ISBN: 978-3-8419-0406-5
Cover: Broschierte Ausgabe
Preis: 9,95 Euro
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Klappentext:

Michael Nast hält der GENERATION BEZIEHUNGSUNFÄHIG einen Spiegel vor. Ohne zu urteilen, ermutigt er chronische Selbstoptimierer und Perfektionisten dazu, den eigenen Lebensentwurf zu hinterfragen. Ein ebenso augenöffnendes wie anregendes Buch, das sich liest wie ein Gespräch mit dem besten Freund. 

Inhaltsangabe:
Michael Nast, ein erfolgreicher 44-jähriger Schriftsteller und Kolumnist aus Berlin-Friedrichshain kennt sehr viele Leute. Und genau diese spielen in seinem Buch "Generation Beziehungsunfähig" eine entscheidende Rolle, denn seine engsten Freunde und Bekannten gewähren dem Autor bei einem gemütlichen Kaffeeplausch ganz intime Einblicke in ihr Privatleben. Im Laufe des Gesprächs kommen diese schnell zu ihren eigentlichen Leidensthemen- nämlich der Liebe in all ihren Facetten und den daraus resultierenden Folgen. Nast nimmt dieses beliebte und breit gefächerte Thema zum Anlass, über das "wahre Leben" anhand von echten Fallbeispielen zu schreiben und analysiert gleichzeitig jene Punkte, an die wir Menschen insgeheim immer mal wieder selbst stoßen. Sämtlichen Fragen die dadurch aufkommen aber bisher unbeantwortet blieben, möchte sich der Kolumnist annehmen: "Gibt es die wahre Liebe wirklich?", "Woran erkenne ich die einzig wahre Liebe?" und was bedeutet dieser Begriff eigentlich für einen selbst?
Ist die Dating-App Tinder ein Gewinn oder ein Verlust für unsere moderne Gesellschaft und inwieweit verändert sie unser Flirtverhalten oder gar unsere moralische Einstellung gegenüber anderen? Ebenfalls spricht der Autor über Beziehungen im Allgemeinen, glückliche oder jene, die nur noch wegen der Kinder oder aus der Gewohnheit heraus aufrecht erhalten bleiben, über Trennungen und von neuen Beziehungspartnern die ins Leben kommen. Michael Nast nimmt auch bei anderen Themen die brandaktuell sind kein Blatt vor den Mund. Zum Beispiel Vegetarismus oder die Frage der Selbstdarstellung des eigenen Ichs gegenüber anderen. Anhand von autobiografischen Elementen führt der Schriftsteller dem Leser vor Augen, wie sich die Hauptstadt Berlin von anderen Städten unterscheidet, sowohl im sozialen Bereich als auch im finanziellen. Offene Fragen weshalb wir uns mit Mitte dreißig meistens noch viel zu jung für manche Dinge fühlen oder wie sich die Zeiten von damals zu heute bei der Kinder- und Familienplanung verändert haben, werden ausreichend behandelt und geben allen Interessierten einen Denkanstoß, der gleichzeitig einen Stein zum Rollen bringt, um über sein bisher geführtes Leben nachzudenken und einmal alles Revue passieren zu lassen...

Eigene Meinung:

Das Buch "Generation Beziehungsunfähig" war über 46 Wochen in der Spiegel-Bestsellerliste vertreten und davon elf Wochen lang auf dem ersten Platz. Doch diese große Begeisterungswelle kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Meiner Meinung nach spaltet der Buchautor Michael Nast mit seiner Lektüre eine ganze Nation. Entweder man teilt begeistert seine Ansichten bzw. Thesen und stimmt diesen uneingeschränkt zu oder man hat gemischte Gefühle was seine Auffassung zu gewissen Themen angeht, und steht diesen skeptisch gegenüber. 
Zu Beginn fand ich das Buch ganz interessant. Einige angeschnittene Themen waren ganz gut auf den Punkt gebracht und ich konnte gleichzeitig zu meinem eigenen Leben ein paar Parallelen feststellen, auch wenn ich nicht in der Metropole Berlin lebe. Je mehr Kapitel ich gelesen habe, desto klischeehafter wurden für mich die Gedankengänge des Autors, da er gerne die Masse (besonders Frauen) über einen Kamm schert. 
In jedem Kapitel gibt es einen anderen Grund, warum Michael Nast die Gesellschaft und deren Verhalten als "beunruhigend" empfindet. Des Weiteren fand ich es mehr als befremdlich, welche Ausschlusskriterien dieser angibt, warum eine Beziehung für ihn von vorne herein zum Scheitern verurteilt ist. Egal ob es der heimische Dialekt ist, die mangelnde Rechtschreibung und fehlende Satzzeichen bei einer SMS oder die Primark-Einkäufer, die im Grunde sowieso nichts drauf haben, dies sind nur wenige Punkte einer ganzen Liste, bei dem Menschlichsein vermutlich nicht gerade erstrebenswert ist. Auf 288 Seiten berichten ihm seine vielen vermeintlichen Freunde sehr pikante Details, die er dem Leser anschließend mit Binsenweisheiten verkauft, ohne aber tiefgründiger ins Detail zu gehen. Dafür gibt es viele andere Themen die er ausschweifend behandelte, die aber weniger mein Interesse geweckt haben. 
Fazit: Dies ist ein Buch, welchem ich kritisch gegenüber stehe. Ich fühle mich weder mit dieser von ihm beschriebenen Generation angesprochen, noch möchte ich über den Kamm geschoren werden, denn Michael Nast selbstsicher austeilt. Im Gegensatz zu ihm fand ich nicht die Gesellschaft beunruhigend, sondern seine Einstellung zum Leben. 
Meine Bewertung: 2 von 5 Sternen 

Sonntag, 25. August 2019

Buchrezension: DAS RACHESPIEL von Arno Strobel

DAS RACHESPIEL

Infos zum Buch:

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Verlag: Fischer Verlag
Titel: Das Rachespiel
Autor: Arno Strobel 
Erscheinungsjahr: 23. Januar 2014
Seitenzahl: 352 Seiten 
Kapitelzahl: 41 Kapitel
ISBN: 978-3-596-19694-4
Cover: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro
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Klappentext:
"ERFÜLLST DU DEINE AUFGABE, KOMMT ER FREI. 
ERFÜLLST DU SIE NICHT, WIRD ER STERBEN."
Frank Geissler glaubt an einen Scherz, als er die Webseite aufruft: Ein Mann, nackt, am Boden festgekettet, in Todesangst. Daneben ein Käfig voller Ratten, unruhig, ausgehungert. Frank kann den Mann retten, heißt es. Aber nur wenn er Teil des "Spiels" wird und seine erste Aufgabe erfüllt. Angewidert schließt er die Website, doch kurz darauf ist der Mann tot. Und Frank schon mittendrin. Mittendrin in einem Spiel, bei dem es um Leben und Tod geht -  für Frank, für seine Frau. Und für seine Tochter...

Inhaltsangabe:
Frank Geissler ist ein zufriedener und glücklicher Mann. Eigentlich hat er alles was er sich nur wünschen kann. Er ist Inhaber einer erfolgreichen Softwarefirma, mit einer liebevollen und hübschen Ehefrau verheiratet und seine Tochter überzeugt mit ihrem vorbildlichen Benehmen. Doch die glänzende Fassade trügt, denn der Mittvierziger trägt seit über 30 Jahren ein düsteres Geheimnis mit sich, welches ihn nun einzuholen droht. Als Frank eine kurze Pause vom Rasenmähen macht, übergibt ihm der Briefzusteller die Post. Bei Durchsicht des Stapels sticht ihm besonders ein brauner A5-Luftpolsterumschlag ohne Absender ins Auge. Neugierig öffnet der IT-Profi den Brief und ein kleiner USB-Stick ohne Begleitschreiben kommt zum Vorschein. Voller Erwartung was sich für ein Inhalt auf dem Stick befindet, geht Frank in sein Arbeitszimmer, wo er das kleine Speichermedium mit dem Computerlaufwerk verbindet. Dabei öffnet sich automatisch ein Dokument mit dem Hinweis, dass Frank am darauffolgenden Tag um Punkt 12:00 Uhr die Seite "http://www.das-spiel.to" aufrufen soll, andernfalls muss eine unschuldige Person sterben. Der ITler ist überzeugt, dass es sich hierbei um eine ungewöhnliche und makabere Werbekampagne handelt. Obwohl Frank der vermeintlichen Marketingaktion misstrauisch gegenübersteht, öffnet er trotzdem am nächsten Tag pünktlich die vorgegebene Website. 
Auf dem Monitor ist ein nackter und gefesselter Mann der auf dem Boden liegt zu sehen. Um ihn herum stehen große Käfige, in denen sich viele ausgehungerte Ratten befinden. Scheinbar kann nur Frank das Leben des Gefesselten retten, in dem er eine Aufgabe löst die ihm der Unbekannte stellt. Doch dies ist nur der Anfang eines diabolischen Spiels, bei welchem nicht nur ein Menschenleben am seidenen Faden hängt. Erst jetzt wird Frank das ganze Ausmaß bewusst, als der Initiator seine Identität preis gibt. Festus wie sich der Fremde nennt, ist auf Rachezug, denn er kennt das schreckliche Geheimnis welches Frank und seine ehemaligen Freunde damals versucht haben vor der Welt zu verbergen. Auch Jens, Torsten und Manuela werden neben dem IT-Profi angeschrieben, die sich nun alle vor einem leerstehenden Atombunker treffen sollen. Vor vielen Jahren diente einst dieses stillgelegte Gebäude als Geheimquartier für die vierköpfige Clique. Nach dem Betreten des Bunkers fällt zu deren Entsetzen auch noch die Stahltüre hinter ihnen zu und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. 
Was haben die Kinder damals Schreckliches angestellt, wer verbirgt sich hinter Festus und kann er sein Rachespiel wirklich erfolgreich bis zum Ende durchführen?

Eigene Meinung:
Mit dem Buch "Rachespiel" hat Arno Strobel einen weiteren, spannenden Psychothriller verfasst, der mich von Anfang an mitgerissen hat. Obwohl die Thematik an sich nichts Spektakuläres oder gar Neues ist, fand ich die Story sehr gut aufgebaut. Strobel legt bei dieser Lektüre seinen Fokus auf den Protagonisten Frank Geissler, der bereits als 12-jähriger Junge die Rolle des Anführers der Clique übernommen hat. Auch 30 Jahre später trägt er die Verantwortung für sämtliche Entscheidungen und Handlungen der ehemaligen Freunde. Durch seine besonnene Art versucht Frank immer wieder die ungewöhnlichen Situationen unter den verängstigten Personen in den Griff zu bekommen, was ihm aber nur teilweise gelingt. Des Weiteren bedient sich Strobel an typischen Spannungsklischee's wie zum Beispiel, dass sich die einzelnen Cliquenmitglieder immer mal wieder trennen und sich so gegenseitig Gerüchte andichten was dazu führt, dass jeder gegen jeden misstrauisch wird. 
Der Spannungsbogen wird immer wieder in die Höhe getrieben, da jedes einzelne Mitglied der ehemaligen Bande ein weiteres Geheimnis in sich trägt, was in Verbindung mit der damaligen Tragödie steht. Das Ende war zwar nicht besonders überraschend, dennoch im Gesamten stimmig. Hin- und wieder waren einzelne Passagen langatmig, nichtsdestotrotz ein gutes Buch welches mit den Ängsten der jeweiligen Protagonisten spielt.  
Fazit: Ein guter und einfach zu lesender Psychothriller, der ideal ist für zwischendurch. Er berichtet von einem tragischen Ereignis und einer Schuld, die nie verjährt und so manchen nahezu wahnsinnig werden lässt.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 

Anmerkung:
Weitere Rezensionen von Arno Strobel:
Abgründig (Buch, Rezension vom 15.06.2017)
Der Sarg (Hörbuch, Rezension vom 12.01.2018)
Im Kopf des Mörders - Kalte Angst Teil 2 (Buch, Rezension vom 11.02.2018)
Der Trakt (Hörbuch, Rezension vom 22.11.2018)
Im Kopf des Mörders - Toter Schrei Teil 3 (Buch, Rezension vom 30.01.2019)

Sonntag, 18. August 2019

Buchrezension: DER ROSIE-EFFEKT (Band 2) von Graeme Simsion

DER ROSIE-EFFEKT

Infos zum Buch:

unbezahlte Werbung
Verlag: KRÜGER Verlag
Titel: DER ROSIE-EFFEKT
Autor: Graeme Simsion
Erscheinungsjahr: 24. September 2014
Seitenzahl: 448 Seiten
ISBN: 978-3-8105-2258-0
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 18,99 Euro
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Reihenfolge:
Band 1: DAS ROSIE-PROJEKT
Band 2: DER ROSIE-EFFEKT
Band 3: THE ROSIE-RESULT (Bisher nur auf Englisch veröffentlicht)

Klappentext:

O Baby! Nach dem Happy-End geht's erst richtig los: Don Tillman, der unwahrscheinlichste romantischste Held, den es je gab, entdeckt die Liebe nach der Heirat. Und er entdeckt: In der Ehe steht Vernunft nicht immer an erster Stelle. 

Inhaltsmangabe:
Der am Asperger-Syndrom leidende Don Tillman hat es tatsächlich geschafft über seinen Schatten zu springen, und der chaotischen Rosie eine Chance zu geben seine Frau fürs Leben zu werden. Mittlerweile haben die beiden ihre Liebe mit einem Eheversprechen besiegelt und möchten gemeinsam eine Zukunft aufbauen. Daher beschließen sie ihr altes Leben in Australien komplett hinter sich zu lassen, um in New York neu durchzustarten. Während Don weiterhin als Genetiker an einer Universität arbeitet, versucht Rosie ihr angefangenes Medizinstudium erfolgreich abzuschließen. Um sich den teuren Lebensunterhalt in Amerika leisten zu können, jobben die beiden nebenbei in einer kleinen Cocktailbar. Dort wird Don mit seiner ungewöhnlichen Art zu einem richtigen Publikumsmagneten. Doch das routinierte Leben des ungleichen Paares soll sich schon bald ändern, denn Rosie wird ungeplant schwanger. Diese Nachricht trifft Don wie einen Schlag und er weiß nicht so recht, wie er diesbezüglich mit seinen Gefühlen umgehen muss. Daher beschließt er wie gewohnt ganz strategisch und analytisch an die für ihn außergewöhnliche Situation heranzugehen. Wie auch schon sein damaliges Single-Projekt zum Scheitern verurteilt war, ist auch dieses Mal klar, dass Rosie ihren eigenen Willen hat und auf ihre Weise versucht mit der aktuellen Lage umzugehen. 
Als wäre die Situation nicht schon kompliziert genug, taucht plötzlich Don's bester Freund Gene auf und bittet diesen um eine kurzfristige Bleibe, da seine Frau ihn aus der gemeinsamen Wohnung geschmissen hat. Rosie, die Gene überhaupt nicht leiden kann, setzt alles daran, dass der Frauenheld so schnell wie möglich wieder aus dem Leben der beiden verschwindet. Doch dann gerät alles außer Kontrolle: Gene, der selbst Kinder hat, versucht dem zukünftigen Vater seine Erfahrungen durch zahlreiche Tipps und Ideen weiterzugeben. Da Don jedes Wort auf die Goldwaage legt, dauert es somit nicht mehr lange, bis er in ernsthafte Schwierigkeiten gerät. Nicht nur mit dem Gesetz bekommt er Ärger, sondern auch seine Ehe steht vor einem Trümmerhaufen und die Geburt rückt von Tag zu Tag näher. 
Schaffen es der überforderte Don und die hormongesteuerte Rosie einen gemeinsamen Weg zurück ins Glück zu finden?

Eigene Meinung:
Der Rosie-Effekt ist der zweite Band von Graeme Simsion der von Don Tillmann und seiner chaotischen Rosie erzählt. Wie gewohnt war der Schreibstil des Autors sehr speziell, sodass das Buch wieder einen hohen Unterhaltungswert darstellte. Es gab einige peppige Szenen, spritzige Dialoge sowie viele amüsante Passagen über die Denkweise eines liebenswürdigen Genie's, der es perfekt beherrscht mit Zahlen und Fakten zu jonglieren um so das Leben besser verstehen zu können. Das ungleiche Paar versucht immer wieder sich aufeinander einzulassen und sich anzupassen, was aber nicht immer gelingen will. Leider konnte das Buch aber nicht hundert Prozent an den ersten Band anknüpfen, was auch wirklich schwer war, da Simsion die Messlatte wirklich hoch legte. Des Weiteren waren einige Durststrecken vorhanden, die der Schriftsteller locker besser ausarbeiten hätte können.
Fazit: Ein chaotisch, charmanter Roman, der im Zickzack zum Glück findet und voller witziger Pointen des Lebens steckt. 
Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen

Anmerkung:
Weitere Rezensionen von Graeme Simsion:
Das Rosie-Projekt Band 1 (Buch, Rezension vom 14.08.2019)

Mittwoch, 14. August 2019

Buchrezension: DAS ROSIE-PROJEKT (Band 1) von Graeme Simsion

DAS ROSIE-PROJEKT

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung
Verlag: FISCHER Krüger-Verlag
Titel: DAS ROSIEPROJEKT
Autor: Graeme Simsion
Erscheinungsjahr: 23. Dezember 2013
Seitenzahl: 351 Seiten
ISBN: 978-3-8105-1951-1
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 18,99 Euro
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Reihenfolge:
Band 1: DAS ROSIE-PROJEKT
Band 2: DER ROSIE-EFFEKT
Band 3: THE ROSIE-RESULT (Bisher nur auf Englisch veröffentlicht)

Klappentext:
Gestatten?
Don Tillman sucht die Frau fürs Leben.
Muss pünktlich sein, logisch denken und gern Fahrrad fahren. Wenn Sie rauchen, trinken und an Horoskope glauben, ist Ausfüllen des Fragebogens zwecklos. 

Inhaltsangabe:
Don Tillman ist Genetiker an der Universität Melbourne und hat das Asperger-Syondrom, eine Variante des Autismus. Durch diese Beeinträchtigung fällt es dem 39-jährigen oft schwer, menschliche Kontakte zu knüpfen und diese zu pflegen oder spontanen Handlungen nachzugehen. Daher ist sein kompletter Tagesablauf exakt auf die Minute geplant bzw. durchstrukturiert und lässt kaum Spielraum für Unvorhergesehenes zu. 
Nichtsdestotrotz ist der Professor auf der Suche nach der perfekten Frau mit der er gemeinsam in naher Zukunft eine Familie gründen will. Um keine bösen Überraschungen von der Damenwelt zu erleben, entwirft er einen 16-seitigen Fragebogen, in dem er seine Wünsche wie z.B. keine Raucherin, keine Vegetarierin oder Trinkerin festhält. Nur bei einer hundertprozentigen Übereinstimmung kann Don seine zukünftige Ehefrau akzeptieren. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Vorgesetzten und mittlerweile besten Freund Gene wertet er sämtliche Fragebögen aus, die er willkürlich an Singlefrauen verteilte. Doch wie erwartet kann keine der Kandidatinnen alle Punkte erfüllen. 
Frustriert über das Ergebnis geht Don in die Arbeit. Dort überrascht ihn plötzlich Rosie. Sofort geht Don davon aus, dass sein Freund Gene ihm die gutaussehende Frau geschickt hat und lädt sie spontan zum Abendessen ein. Während des Gesprächs beim Essen stellt sich heraus, dass Rosie zwar Single ist, aber keine Ahnung von dieser ominösen Checkliste hat. Die rauchende Barkeeperin und Vegetarierin braucht nämlich Hilfe von Don, da sie auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater ist, der nur anhand von einem DNA-Test ermittelt werden kann. Der Genetiker nimmt sich ihrer an und die beiden kommen sich immer näher. 
Kann Don über seinen Schatten springen und bei Rosie eine Ausnahme machen?

Eigene Meinung:
Das Buch aus dem Jahr 2013 hatte ich schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste. Ich hörte schon so viel positives darüber, sodass ich den Roman unbedingt lesen wollte. Zu Beginn fand ich den Schreibstil von Graeme Simsion etwas gewöhnungsbedürftig, da er die Handlung sehr analytisch und durchdacht anging. Doch je mehr ich mich auf die Geschichte einließ, desto besser gefiel mir die Ausdrucksweise des Autors und die dazu passenden Protagonisten. Im Nachhinein gab er Don Tillman anhand seines Schreibstils die Authentizität, um das Asperger-Syndrom dem Leser glaubwürdig nahe zu bringen, der sich vorher noch nie mit diesem Syndrom und dessen Eigenheiten befasst hat. Selten musste ich beim Lesen eines Buches so oft schmunzeln wie bei dieser Lektüre, obwohl die Aufklärung dieser Form des Autismus immer wieder sachlich dargestellt wurde. Besonders gut gefielen mir die einzelnen Entwicklungen der Mitwirkenden- vor allem die von Don, sodass das Buch wirklich einen hohen Unterhaltungswert darstellt.
Fazit: Ein amüsantes Buch, das dem Leser viel mehr vermittelt als nur eine typische Liebesgeschichte. 
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

Anmerkung:
Weitere Rezensionen von Graeme Simsion:
Der Rosie-Effekt Band 2 (Buch, Rezension vom 18.08.2019) 

Mittwoch, 7. August 2019

Buchrezension: NACHTSCHWÄRMER von Moira Frank

NACHTSCHWÄRMER

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: cbj Verlag
Titel: Nachtschwärmer
Autor: Moira Frank
Erscheinungsjahr: 22. Juli 2019
Seitenzahl: 400 Seiten 
Kapitelzahl: 51 Kapitel 
ISBN: 978-3-570-16505-8
Cover: gebundene Ausgabe

Preis: 17,00 Euro
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Klappentext:
EIN VERLORENER BRUDER,
EINE NEUE LIEBE
UND EIN EXPLOSIVER SOMMER
Ganze drei Wochen hatte Helena einen Halbbruder. Lukas hat sie auf Facebook gefunden, sie haben stundenlang telefoniert, doch bevor sie sich treffen können, stirbt er bei einem Verkehrsunfall. Als Helena in den Sommerferien mit ihrem nichtsahnenden Freund in die Uckermark zum Zelten fährt, um Lukas' Grab zu besuchen, lernt sie seine beiden besten Kumpel kennen und das Mädchen, mit dem er zusammen war. Und nach Wochen des Stillstands nimmt Helenas Leben rasant an Fahrt auf...

Inhaltsangabe:
Helena, eine 17-jährige Schülerin aus Berlin steht kurz vor dem Abitur. Obwohl sie sich sehr anstrengt, kommt sie mit Mathematik überhaupt nicht klar, sodass sie um ihren Abschluss bangen muss. Als sie dann auch noch Anfang März eine mysteriöse Facebooknachricht von einem Jungen aus der Uckermark erhält, ist sie völlig aus dem Häuschen. Lukas, wie sich ihr der Fremde vorstellt, ist Helena's angeblicher Halbbruder. Zwar wirken seine Mitteilungen alles andere als seriös, doch als er über familiäre Dinge erzählt die Außenstehende unmöglich wissen können, glaubt sie dem Unbekannten. Vor vielen Jahren hatte Helena's Mutter eine kurze Affäre mit dem Vater der 17-jährigen, bei der sie ungeplant schwanger wurde. Nach ihrer Geburt wächst das Mädchen bei ihrem Vater und seiner neuen Lebensgefährtin Julia in einem großen Haus auf. So kommt es, dass sie sich nun immer mehr für ihren angeblichen Stiefbruder interessiert, der mit ihrer gemeinsamen, leiblichen Mutter und dem neuen Ehemann in der Uckermark lebt. Lukas und Helena stehen in engem Kontakt, da sie täglich miteinander schreiben oder telefonieren. Die beiden planen bereits für die bald anstehenden Sommerferien ein Treffen, bei dem sie sich besser kennen lernen wollen. Doch bis dahin halten die Stiefgeschwister ihren Kontakt größtenteils geheim. Nur Lukas erzählt seinen besten Freunden von Helena's Existenz, doch die junge Berlinerin spricht mit keinem Menschen darüber.
Aber es soll alles ganz anders kommen: Während Helena 90 Kilometer entfernt am Montagmorgen ihr Mathematik-Abitur schreibt, entdeckt ein Spaziergänger mit seinem Hund die Leiche von Lukas. Dieser wurde von einem Auto erfasst und dabei getötet, als er zu Fuß unterwegs war. Nur durch einen kurzen Telefonanruf von Lukas' Vater erfährt Helena von dieser schicksalhaften Tragödie. Da Lukas' Vater die ganzen Facebooknachrichten nach dessen Unfalltod gelesen hat und nun Mitwisser ist, fordert der trauernde Mann Helena auf, seine Familie nicht weiter zu belästigen. Die Heranwachsende, die mit dieser kalten Ablehnung überhaupt nicht zurecht kommt, gerät total aus dem Gleichgewicht und bricht in der Schule zusammen. Da alle davon ausgehen, dass diese Ohnmacht aufgrund ihres nicht bestandenen Abiturs erfolgt ist, bleibt Helena nichts anderes übrig als ihre Freunde und Familie weiterhin im Ungewissen zu lassen. Die behandelnde Ärztin verschreibt ihr zur Erholung eine Kur, die fernab ihrer Heimat für die nötige Ruhe sorgen soll. Sofort ergreift die Schülerin ihre Chance um doch noch in die Uckermark zu kommen, damit sie zumindest Lukas' Grab besuchen kann. Begleitet wird Helena von Ole, ihrem ahnungslosen Freund, dem sie eine fadenscheinige Ausrede erzählt. Wie es der Zufall so will, begegnet Helena während sie alleine spazieren geht zwei Personen. Es handelt sich dabei um Viktor und Mike, die besten Freunde des Verstorbenen. Die Jugendlichen kommen schnell ins Gespräch und damit begibt sich der Teenager auf Spurensuche über Lukas' Vergangenheit und lernt dabei ihren toten Halbbruder immer besser kennen...

Eigene Meinung:
"NACHTSCHWÄRMER" ist nach "STURMFLIMMERN" Moira Frank's zweites Werk. Im Mittelpunkt steht dabei die Protagonistin Helena, die über eine Facebooknachricht erfährt, dass nicht unweit von ihr entfernt ein unbekannter Familienangehöriger lebt. Lukas ihr Halbbruder, hat in Erfahrung gebracht, dass sie existiert und über diesen ungewöhnlichen Weg Kontakt zu ihr aufgenommen. Die beiden haben von Anfang an eine feste Bindung zueinander und befinden sich auf einer Wellenlänge. Doch das Schicksal ist grausam, denn sie werden sich niemals persönlich begegnen, da Lukas tödlich verunglückt. Durch diese tragische Ausgangssituation und den dazu gehörigen Gefühlen wird der Leser sofort und ohne lange Umschweife ab der ersten Seite damit konfrontiert. Traurig und unmittelbar beginnt die Geschichte über die schlimmste Zeit in Helena's Leben, deren Einstieg ich sehr gelungen fand. 
Doch je weiter die Handlung Kontur annahm und voranschritt, desto anstrengender fand ich Moira Frank's Schreibweise. Auch die Ausarbeitung der Charaktere von Viktor und Mike, sowie einzelne Situationen gefielen mir nicht besonders gut, da sie zu klischeehaft erschienen. Die Grundidee der Autorin fand ich dennoch sehr interessant. Des Weiteren werden viele spannende und aktuelle Themen behandelt, die die Schriftstellerin mit modernen Szenen vermischt. Dies sorgt dafür, dass der Unterhaltungswert zwar kontinuierlich war, jedoch den Lesefluss anhand der sprachlichen Ausdrucks- bzw. Schreibweise etwas bremste. Das Buch erscheint dadurch ungewöhnlich welches ich besonders Leseratten empfehle, die nach dem "gewissen Etwas" suchen. 
Fazit: Ein Jugendroman der tiefgründig- und alles andere als Mainstream ist. Er ist vielschichtig und unterhaltsam, jedoch gewöhnungsbedürftig und nicht jedermanns Geschmack. Hier lautet die Devise: Lesen und selbst entscheiden. 
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen

Sonntag, 4. August 2019

Hörbuchrezension: DER KINDERFLÜSTERER von Alex North

 DER KINDERFLÜSTERER

Infos zum Hörbuch:

unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar
Verlag: Random House Audio Verlag
Titel: Der Kinderflüsterer
Autor: Alex North
Gelesen von Stefan Kaminski
Erscheinungsjahr: 29. Juli 2019
Gesamtspielzeit: 9 Std. 20 Min.
Lieferumfang: 2 MP3 CD's (gekürzte Lesung)
ISBN: 978-3-8371-4738-4
Preis: 10,00 Euro
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag

Klappentext:

Wenn die Tür halb offen steht,
ein Flüstern zu dir rüberweht,
denn jedes Kind, das einsam ist,
holt der Flüsterer gewiss.
Link: *Hörprobe*
(Weiterleitung zu youtube)
Quelle: randomhouse.de
Inhaltsangabe:
Nach dem unerwarteten Tod seiner Frau Rebecca, sind der Buchautor Tom Kennedy und sein kleiner Sohn Jake am Boden zerstört. Besonders für den 7-jährigen Jungen ist eine Welt zusammengebrochen, da der Bub ein sehr inniges Verhältnis zu seiner Mutter pflegte und ausgerechnet er es war, der diese leblos im Wohnzimmer aufgefunden hat. Nachdem das gemeinsame Zuhause noch so viele schmerzliche Erinnerungen birgt, beschließt Tom in eine völlig andere Umgebung umzuziehen um dort einen Neuanfang zu wagen. Weil der alleinerziehende Vater große Probleme hat zu seinem introvertierten Sohn durchzudringen oder gar eine Beziehung zu ihm aufzubauen, setzt er alles daran ihn aus der Reserve zu locken. So kommt es, dass Tom seinem Jungen ein Mitspracherecht einräumt, was sein zukünftiges Heim betrifft. Bei der Wohnungssuche gefällt dem Erstklässler ein kleines Häuschen in Featherbank, welches die beiden nach einer erfolgreichen Besichtigung sofort einer älteren Dame abkaufen. Tom wünscht sich nämlich nichts sehnlicher, als endlich mit der Vergangenheit abzuschließen zu können und gemeinsam mit Jake einer glücklichen Zukunft entgegen zu blicken. 
Was die neu Zugezogenen bis dahin noch nicht wussten: In dem beschaulichen Ort wurden vor über 20 Jahren fünf Kinder entführt und brutal ermordet. Von dem letzten Heranwachsenden fehlen bis heute die menschlichen Überreste. Zwar wurde der damalige Mörder geschnappt und hinter Gitter gebracht, nichtsdestotrotz hat es DI Pete Willis, der damals ermittelnde Beamte nie überwunden, dass er die Leiche des kleinen Jungen nicht gefunden hat. Daher besucht er jedes Jahr den Inhaftierten in der Hoffnung endlich herauszufinden, wo er den zuletzt getöteten Bub versteckt hat. 
Zur selben Zeit verschwindet in diesem Ort wieder ein Kind. Der 6-jährige Neil Spencer gilt seit mehreren Tagen als vermisst. Sofort erinnern sich die Einwohner von Featherbank wieder an die grausamen Taten des von ihnen genannten "Kinderflüsterers". 
Nicht nur die Entführung hält die Stadt in Atem, auch Tom merkt wie sich sein Sohn seit dem Einzug in das neue Haus negativ verändert hat. Ständig will er nachts ein Flüstern vor seinem Kinderzimmer hören, welches sich im ersten Stock befindet. Was zunächst als völlig harmlos erscheint, verwandelt sich Schritt für Schritt in einen wahr gewordenen Alptraum und das Grauen von vor 20 Jahren beginnt von vorne.
Die Bewohner erinnern sich an den Spruch des "Kinderflüsterers":

"Wenn die Tür halb offen steht, ein Flüstern zu dir rüberweht.
Spielst du draußen ganz allein, findest du bald nicht mehr heim.
Bleibt dein Fenster unverschlossen, hörst du ihn gleich daran klopfen.
Denn jedes Kind, das einsam ist, holt der Flüsterer gewiss."
(Zitat aus der Kinderflüsterer von Alex North)

Eigene Meinung:
Der britische Autor Alex North hat mit seinem Debüt-Roman "Der Kinderflüsterer" einen facettenreichen Thriller verfasst, der mir sehr gut gefallen hat. Seit Wochen wird das (Hör)-Buch überall groß angepriesen und mit dem Slogan "bester Spannungsroman der letzten 10 Jahre" beworben. Für mich jedoch war es kein typischer Thriller, der durch Brutalität und Grausamkeit von sich überzeugen musste, sondern eher ein tiefgründiger Roman der mit den Ängsten der Eltern spielt und dadurch eine besondere Tiefe annimmt. Das Hörbuch wird in sechs große Teile aufgeschlüsselt. Zu Beginn erfährt der Zuhörer mehr über das schwierige Verhältnis zwischen Tom Kennedy und seinem 7-jährigen Sohn Jake. Doch der Vater versucht sein Bestes um mit der Trauer seiner geliebten Frau umzugehen und gleichzeitig die Geduld für seinen introvertierten Jungen aufzubringen. In den folgenden Teilen kommen weitere Protagonisten hinzu wie zum Beispiel DI Pete Willis, der nun erneut auf der Suche nach einem verschwunden Jungen ist, exakt wie vor 20 Jahren. Gleichzeitig erfährt der Zuhörer auch Privates von dem älteren Beamten, was ihn immer sympathischer werden lässt. Zu guter Letzt gewährt uns Alex North nicht nur einen Einblick in die Seele des kleinen Jungen Jake, sondern auch in die des aktuell gesuchten Täters.
Die vielen Perspektivenwechsel waren besonders am Anfang etwas schwierig, doch je mehr die Geschichte fortschritt, desto spannender wurde sie. Auch wenn paranormale Phänomene eine kleine Rolle spielen und es für mich dadurch etwas absurd wurde, gefielen mir die Ausarbeitung der Charaktere und vor allem die unerschütterliche Liebe zwischen Vater und Sohn.
Der Sprecher Stefan Kaminski war unglaublich. Er fing die jeweiligen Situationen bestehend aus Drama, Angst, Spannung und jede Menge Gefühl stimmlich sehr gut ein und gab dem Hörbuch den nötigen Flair, welches es braucht um mit vollem Genuss über neun Stunden zuhören zu wollen.
Fazit: Auch wenn mich das Hörbuch nicht wegen seiner Spannung, sondern seines Tiefgangs überzeugen konnte, fand ich den Debütroman sehr gelungen. Echte Thrillerfans werden zwar weniger auf ihre Kosten kommen, nichtsdestotrotz hat die Geschichte einen großen Unterhaltungswert!
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

Donnerstag, 1. August 2019

REZEPT: Johannisbeerstreuselkuchen auf dem Blech

Hallo meine Lieben,

endlich sind bei uns im Garten die Johannisbeeren reif und können verarbeitet werden. Für mich bedeutet das, dass ich in den kommenden Tagen fleißig Marmelade einkochen- und noch ein paar Kuchen backen werde. 
Für Euch habe ich heute wieder ein leckeres Rezept welches zwar sehr einfach geht, dennoch ein wenig aufwendiger als gewohnt in der Verarbeitung ist. Der Geschmack zahlt die Arbeit aber aus- versprochen!

Viel Spaß beim Nachbacken und gutes Gelingen!

Das brauchst Du:

Für den Teig:

250 g Margarine
250 g Zucker
    5 Eier (Größe M)
    1 Pä. Vanillinzucker
    1 Pä. Backpulver
    1 Prise Salz
400 g Mehl

Für die Füllung:

600 g Johannisbeeren
    2 Pä. backfeste Puddingcreme 
500 ml Milch

Für die Streusel:

125 g Mehl
  60 g Zucker
  60 g Butter
    1 Pä. Vanillinzucker

Zubereitung:

Zuerst die Johannisbeeren von ihren Rispen befreien. Anschließend diese gut waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. 
Für den Teig Butter und Zucker schaumig rühren, die Eier nach und nach hinzugeben und auf höchster Stufe die Zutaten mit dem Mixer zu einer gleichmäßigen Masse verquirlen. Salz, Backpulver und Mehl unterheben und alles nochmal für eine Minute mixen. 
Den fertigen Teigboden auf ein gut gefettetes Blech (30 x 40) einheitlich verteilen. Nach diesem Schritt werden die Johannisbeeren gleichmäßig auf dem Teig angeordnet und leicht angedrückt. Die Puddingcreme und Milch mit dem Schneebesen für eine Minute lang verrühren, bis eine sämige Masse entsteht. Diese nun über die Johannisbeeren verteilen und glatt streichen. 
Für die Butterstreusel werden Mehl, Zucker, Vanillinzucker und Butter mit dem Mixer verquirlt, bis kleine Klümpchen (Streusel) entstehen. Diese auf die Johannisbeeren-Pudding-Teigmasse streuen bis die Form bedeckt ist. 
Backzeit: 180° C Umluft im vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten


Anmerkung:
Hier stelle ich Euch mein kernloses Marmeladen-Rezept vor. 
Hier stelle ich Euch meinen Johannisbeerkuchen mit Baiser auf dem Blech vor.
Hier stelle ich Euch meinen Johannisbeerkuchen mit Nussfüllung vor.