Montag, 17. Dezember 2018

ADVENTSKALENDER: Türchen 17 "Typische Weihnachtsgewächse"



Typische Weihnachtsgewächse

Egal ob die zarte Christrose, die gut duftende Tanne, den prachtvollen Weihnachtsstern oder die "Liebes"-Mistel: Bei der jährlichen Dekoration sind diese Pflanzen nicht mehr wegzudenken und dürfen bei den Weihnachtsfan's nicht fehlen. Doch wie kamen diese Pflanzen eigentlich zu ihrem Ruhm?

Tanne:
Tannen gehören zu den Waldbäumen. Sie können bis zu 90 Meter hoch werden und eine Stammstärke von bis zu 3 Meter erreichen. Weltweit werden über 50 Arten unterschieden von denen einige bis zu 600 Jahre alt werden können. 
Bereits in der römischen Antike wurde zur Wintersonnenwende zu Ehren des Sonnengottes ein Baum geschmückt. Auch im Mittelalter gab es den Brauch, zu besonderen Festen einen Baum prachtvoll zu schmücken- wie zum Beispiel das Maibaumfest oder das Richtfest. 
Erste Belege für einen Weihnachtsbaum stammen aus dem Jahr 1527 im Hübnerwald in Stockstadt am Main. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts gibt es erste Aufzeichnungen, dass in Rats- und Zunftshäusern, "Stuben", und auch im Straßenburger Münster Weihnachtsbäume aufgestellt- und mit Äpfeln, Papierpferden und Oblaten liebevoll geschmückt wurden. 

 

Christrose:
Die Christ- oder auch Schneerose genannt, erhielt ihren Namen wegen ihrer Blüte zur Weihnachts- bzw. Winterzeit. Aufgrund ihrer reinen, weißen Farbe galt sie im Mittelalter als besonders heilig und wurde unter anderem als Gegenmittel für Zauberei eingesetzt. Die Pflanze liebt lehm- und kalkhaltige, durchlässige Böden und kann an geeigneten Stellen sehr alt werden. 
Eine Sage erzählt, dass ein Hirte auf dem Weg nach Betlehem war um das Jesukind zu besuchen. Da er aber bettelarm- und nicht in der Lage war, ein Geschenk bei seiner Ankunft zu überreichen, weinte der Mann während seiner Reise aus purer Verzweiflung. Als seine Tränen die Erde berührten, wuchsen aus ihr plötzlich Blüten die so schön waren wie Rosen. Diese Blumen übergab er schließlich überglücklich dem Jesukind. 
Bereits um 300 vor Christus waren sowohl die Heilwirkung als auch die toxischen Eigenschaften der Christrose bekannt. Im Theaterstück Romeo und Julia war zum Beispiel das Gift aus der Christrose. Die schwarzen Wurzeln der Pflanze wurden hingegen als Schnupftabak verwendet. 


Quelle: pixabay.com

Alpenveilchen:

Die Alpenveilchen blühen von September bis April. Sie lieben einen kühlen und hellen Standort ohne direktes Sonnenlicht, dagegen hassen sie Staunässe.
Die Pflanze stammt ursprünglich aus Syrien und dem Libanon. Östliche Christen nannten sie "Hand der Maria", da ihre fünf Blütenblätter den Handabdruck der Muttergottes symbolisieren sollen. Im 17. Jahrhundert gelangte die Blume nach Paris, wo mittlerweile viele unterschiedliche Zuchtformen entstanden sind. Die darin enthaltenen Saponine wurden in der Antike als Pfeilgift verwendet. Heutzutage dient das Alpenveilchen als Dekorationsstück am Adventstisch. 

Quelle: pixabay.com

Mistel:
Die Mistel wächst als kugeliger, immergrüner Strauch mit ledrigen Blättern auf Laub- und Nadelbäumen als Schmarotzer. Die weißen Beeren reifen im Winter heran, und bilden  beim Zerdrücken einen guten, pflanzlichen Kleber. 
Jeder kennt die Legende, dass sich ein Paar welches sich unter einem Mistelzweig küsst, später heiraten wird. Woher der Brauch aber genau stammt, konnte bis heute nicht aufgeklärt werden. Die Mistel spielte jedoch schon immer eine mystische Rolle und war oft Symbol der Fruchtbarkeit und Vegetation. 

Quelle: pixabay.com

Weihnachtsstern:

Der Weihnachtsstern kommt aus den tropischen Laubwäldern Mittel- und Südamerikas und war gleichzeitig die Lieblingspflanze eines Aztekenherrschers. Einer Legende zufolge färbten sich die Blätter der "Leder-Blume", wie sie dort hieß, durch einen Blutstropfen einer unglücklich verliebten Aztekengöttin tiefrot. 
Als der Naturforscher Alexander von Humboldt die Pflanze 1804 mit nach Europa brachte, wurde die Sage auch dort weiterverbreitet. Der Weihnachtsstern, der auch unter dem Namen "Stern der Liebe" bekannt ist, wird in Amerika immer am 12.12. verschenkt. 
Bei Hautkontakt kann der Weihnachtsstern Hautirritationen hervorrufen und bei oraler Einnahme können im schlimmsten Fall sogar Vergiftungserscheinungen auftreten. 

Quelle: pixabay.com

Weihnachtskaktus:
Weihnachtskaktus auch Schlumbergera genannt, kommt aus der Familie der Kakteengewächse. An den reich verzweigten, zahlreichen Trieben befindet sich an der Spitze die Blüten. Ihre Farben variieren von rot, gelb, weiß über rosa oder pink. Seinen Namen hat der Kaktus erhalten, weil er pünktlich zur Weihnachtszeit blüht.
Die Schlumbergera fühlt sich an hellen, halbschattigen Plätzen sehr wohl. Sie mag es gerne warm, aber nicht zu trocken. 


Quelle: pixabay.com

Kommentare:

  1. Guten Morgen, meine liebe Blumenfee Andrea :O)
    sehr schön hast Du über die traditionellen Weihnachtsgewächse geschrieben und schöne Bilder dazu gebracht!
    Herzlichen Dank dafür!
    ✨Ich wünsche Dir einen freundlichen Start in die neue Adventswoche!✨
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥ ✨

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    1. Guten Abend liebe Claudia,
      vielen lieben Dank für Deinen lieben Kommentar.
      Ich wünsche Dir auch eine wundervolle Restwoche
      Deine Andrea ♥

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  2. Guten morgen, Andrea,
    das ist ja mal eine schöne Vorstellung von Weihnachtsgewächsen. Und dazu Bilder, das gefällt mir.
    VielenDank und ganz liebe Grüße
    Anja

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    1. Guten Abend Anja,
      vielen lieben Dank für Dein Lob:) Das freut mich wirklich sehr, dass Du mich so regelmäßig besucht!
      Hab eine wundervolle Restwoche
      Liebe Grüße
      Andrea ♥

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  3. Hallo Andrea

    Weihnachtszeit ist wunderschön. Man sollte in der schönen Landschaft spazieren gehn. Weiß gepudert und frostiger Glitzer, ersetzen die Bäume Großstadtlichter. Daheim ziert das Fensterbrett ein Weihnachtsstern. Das Rot das mag ich gern.

    Ich wünsche dir eine schöne Woche und liebe Grüße,
    Gisela

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    1. Guten Abend liebe Gisela,
      vielen lieben Dank für Deinen Kommentar bzw. Dein Gedicht. Es hört sich toll an!
      Liebe Grüße
      Andrea ♥

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  4. Kennen tu ich alle , aber der Weihnachtsstern überlebt hier nicht einmal zwei Wochen. Die Dinger mögen mich nicht. Alles andere mag ich schon sehr :))
    LG heidi

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    1. Guten Abend liebe Heidi,
      dieses Problem habe ich auch. Doch bisher hält sich mein Weihnachtsstern wacker:) Bisher ist nur ein Blatt abgefallen und ich habe ihn schon seit Ende November :) Teu, Teu, Teu:))
      Liebe Grüße
      Andrea ♥

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  5. Hi liebe Andrea,

    vielen Dank für die vielen zusammengetragenen Infos. Ich habe tatsächlich einen Weihnachtsstern daheim, aber ich habe keinen so richtig grünen Daumen, so dass er schon ein paar Blätter verloren hat :-P Ich hoffe, er hält noch etwas länger durch.

    Liebe Grüße
    Desiree

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    1. Guten Abend liebe Desiree,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Weihnachtssterne mögen es kühl, keinen Zug und nicht zu viel gießen:)
      Den optimalen Standort zu finden ist in einer Wohnung richtig schwierig:)
      Liebe Grüße
      Andrea ♥

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  6. Liebe Andrea,
    ein wirklich feiner Post rund um Weihnachtspflanzen.
    Wusstest du....... dass Misteln nur ganz ganz langsam wachsen, in 1 Jahr immer nur 1 kleine Abzweigung treiben und du selbst eine Mistel "aussäen kannst, in dem du ein Paar von den Beeren auf einen Baum-Stamm klebst? Um 1 richtigen MIstelbusch zu erhalten musst du dann aber schon minimum 10 Jahre warten ;)
    Fazit: um sich unter einem selbstgezogenen Mistelzweig küssen zu lassen müsste mal viellllll Geduld haben : D (Nö, so lange kann ich nicht warten *gg)

    Ein liebe Grüßle zu dir und...... nur kein Stress ...es geht auch "mitohne ; )
    Flo

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    1. Guten Abend liebe Flo:)
      oh das ist ja eine interessante Info, wusste ich gar nicht :-)
      10 Jahre warten? Also sooo lange mag ich auch nicht warten :-D
      Liebe Grüße
      Andrea ♥

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