Mittwoch, 21. Oktober 2026

Buchrezension: DAS VERFLUCHTE GOLD VON HELL GATE von Davide Morosinotto

DAS VERFLUCHTE GOLD VON HELL GATE
 
Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung 
Verlag: Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Titel: Das verfluchte Gold von Hell Gate
Autor: Davide Morosinotto
Erscheinungsjahr: 08. Oktober 2026
Seitenzahl: 512 Seiten
Kapitelzahl: 60 Kapitel
ISBN: 978-3-522-20410-1
Cover: gebundene Ausgabe
Preis: 20,00 Euro
Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Quellenangabe / Interesse geweckt? Hier geht's zum Verlag
 
Klappentext:
New York, 1927.
Fassungslos starren Rico und seine Freunde auf den Toten unter der Eisenbahnbrücke. Wer war der Mann? Und warum hatte er eine Streichholzschachtel bei sich, in der sich eine geheimnisvolle Zeichnung und ein Schlüssel befinden? Noch ahnen dief ünf Jugendlichen nicht, dass sie auf der Spur eines verschollenen Schiffes sind, das einst in den Tiefen von Hell Gate versank. An Bord siebzig Truhen voller Gold... 
 
Inhaltsangabe:
New York im Jahr 1927:
Die Kakerlaken-Bande bestehend aus Rico, Mario, Tommy, Lucy und Amy aus der 110. Straße sind die besten Freunde. Obwohl jeder von ihnen mit seinen eigenen Sorgen und Problemen zu kämpfen hat, verbindet sie der Umstand, dass sie alle Außenseiter sind und sich tagtäglich in der Schule, der Arbeit oder bei den eigenen Familien neu behaupten müssen. 
Die selbstbewusste Lucy wird aufgrund ihrer Hautfarbe immer wieder mit Rassismus konfrontiert, während die ruhige Amy eher introvertiert ist und Angst vor zu vielen fremden Menschen hat. Der stattlich gewachsene Tommy musste die Schule abbrechen um seine italienische Großfamilie finanziell zu unterstützen, hingegen Mario unter den Depressionen seiner alleinerziehenden Mutter leidet. Und Rico ist ein Waisenkind ohne ein richtiges Zuhause. 
Als eines Tages Rico unter einer Eisenbahnbrücke eine Leiche findet, ist der erste Schock der Neugier gewichen. Der unbekannte Tote trägt außer einer Streichholzschachtel in der sich neben einem geheimnisvollen Schlüssel auch die Skizze eines Schiffes befindet nichts weiter bei sich. Als die Kinder die Skizze näher betrachten erkennen sie das Wort HUSSAR. 
Die fünf Jugendlichen beginnen auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen und stoßen dabei auf einen Zeitungsartikel. Am 23. November 1780 kenterte vor New York am Rand von Hell Gate in Richtung Morrisania ein bewaffneter Dreimaster namens Hussar. An Bord des 38 Meter langen Kriegsschiffes sollen sich neben hundert Gefangenen auch siebzig Truhen voller Gold befunden haben. Doch wo sich der Schatz heute liegt, weiß niemand. 
Für die Kakerlaken-Bande steht schnell fest, dass sie das Rätsel um den geheimnisvollen Schatz lösen wollen um sich eine bessere Zukunft aufzubauen. Doch noch ahnen die Heranwachsenden nicht, welchen Gefahren sie sich aussetzen müssen, denn offenbar sind sie nicht die Einzigen, die dem Geheimnis der versunkenen Hussar und dem verlorenen Schatz auf die Schliche kommen möchten…
 
Eigene Meinung:
Am 08. Oktober 2026 hat der Thienemann-Esslinger-Verlag eines der schönsten Bücher auf den Markt gebracht die ich aktuell kenne. Die Rede ist von „Das verfluchte Gold von Hell Gates“ von Davide Morosinotto. 
Die Geschichte spielt in New York im Jahr 1927, wo fünf Jugendliche einen unbekannten Toten unter einer Eisenbahnbrücke entdecken. Außer einer Streichholzschachtel mit einer Schiffs-Skizze und einem geheimnisvollen Schlüssel trägt dieser nichts weiter bei sich. Ihre Nachforschungen führen sie schließlich zu einem Schiff namens  Hussar, welches vor 150 Jahren vor New York gekentert sein soll. Neben zahlreichen Gefangenen waren auch 70 Kisten Gold an Bord. Für die Kakerlaken-Bande beginnt damit ein aufregendes Abenteuer, bei dem die fünf Freunde nicht nur ihren Spürsinn unter Beweis stellen müssen, sondern auch einige Gefahren bewältigen müssen. 
Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Der italienische Kinderbuchautor versteht es hervorragend einen spannenden Plot zu kreieren, der gleichzeitig auch ernstere Themen wie Rassismus und Sklaverei aufgreift. Durch die historischen Hintergründe verleiht dies der Geschichte zusätzlich Tiefe und macht dem jungen Leser deutlich, mit welchen gesellschaftlichen Problemen die Figuren tagtäglich zu kämpfen haben.
Die Jugendlichen waren mir alle äußerst sympathisch, nicht zuletzt weil sie jeweils aus schwierigen Verhältnissen stammen. Ihre Freundschaft und auch ihre Entschlossenheit sich eine bessere Zukunft aufzubauen, machen die Figuren für mich besonders sympathisch. 
Das Erzähltempo war konstant hoch, welches bei einem Buch mit mehr als 500 Seiten eine besondere Leistung darstellt. Ein weiteres Highlight sind für mich die zahlreichen Schwarz-Weiß-Illustrationen und Fotos die das Geschehen bildhaft ergänzen. Hierbei ist aber unbedingt zu erwähnen, dass einige bildhafte Darstellungen mit Hilfe von KI-Systemen kreiert wurden. Diesen Umstand finde ich persönlich sehr schade. 
Fazit: Eine klare Leseempfehlung für alle Abenteurer und Schatzsucher ab 12 Jahren
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
 
Quelle: Buch Abb. S.192-193 / S. 200-201

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