Sonntag, 6. September 2026

Buchrezension: Wiedersehen im Café am Rande der Welt - Eine inspirierende Reise zum eigenen Selbst (Teil 2) von John Strelecky

Wiedersehen am Café am Rande der Welt -
Eine inspirierende Reise zum eigenen Selbst

Infos zum Buch:
unbezahlte Werbung
Verlag: dtv Verlag
Titel: Wiedersehen am Café am Rande der Welt -
Eine inspirierende Reise zum eigenen Selbst
Autor: John Strelecky
Erscheinungsjahr: 08. September 2017
Seitenzahl: 288 Seiten 
Kapitelzahl: 57 Kapitel
ISBN: 978-3-423-94896-6
Cover: broschierte Ausgabe
Preis: 11,95 Euro
Quellenangabe: Hier geht's zum Verlag

Klappentext:
Einst war der Erzähler John ein gestresster Manager, heute führt er ein ausgeglichenes und glückliches Leben. Während einer Radtour auf Hawaii stößt er zufällig wieder auf das Café am Rande der Welt, das ihn so nachhaltig verändert hat. In dem Café begegnet er der unglücklichen Jessica. 
Von morgens bis abends eingebunden in einem stressigen Job tut sie das, was andere von ihr erwarten, hat dabei aber ihre eigene Ziele und Wünsche aus den Augen verloren. John wird zu ihrem Mentor und hilft ihr, sich auf das, was wirklich zählt, zu besinnen. 

Inhaltsangabe:
An einem schicksalshaften Tag beschließt John eine ausgiebige Radtour durch Hawaii zu unternehmen ohne Zeitdruck und ohne eine vorgeschriebene Route. Besonders die abgelegenen Straßen reizen den einstigen Manager sehr, da sie ihn meist zu den schönsten Stellen der Insel führen.
Inzwischen sind zehn Jahre vergangen, seit John das Café der Fragen zuletzt besucht hat. Dank diesem mysteriösen Abend hat er seinem beschwerlichen Alltagstrott den Kampf angesagt und sich für ein unkonventionelles Lebensmodell entschieden. Dieses zeichnet sich aus, in dem John zwölf Monate lang arbeitet und Rücklagen bildet, um im darauffolgenden Jahr ausschließlich zu reisen. Daher hat der junge Mann auch schon viele Abenteuer erlebt - unter anderem diverse Streifzüge durch den Dschungel von Borneo, eine Safaritour in Namibia, sowie eine dreimonatige Fahrradabenteuerreise durch Malaysia und Indonesien. Bevor sich nun sein Reisejahr dem Ende neigt, möchte John noch ein paar zusätzliche Wochen auf Hawaii verbringen, bis er seinen Heimweg antritt. Während seiner Radtour auf einem entlegenen Teil der Insel überkommt ihm plötzlich ein Déjà-vu-Erlebnis, denn nicht unweit von ihm entfernt entdeckt er plötzlich das Café am Rande der Welt. Sowohl die Außenfassade, als auch die Inneneinrichtung mit den roten Sitznischen und den verchromten Barhockern sehen aus wie damals, als John zuletzt diesen magischen Ort betreten hat. Selbst die dort angestellte Bedienung Casey hat sich optisch kaum verändert. Sofort herrscht zwischen den beiden eine vertraute Bindung, sodass der ehemalige Manager von seiner lebensveränderten Entwicklung berichtet. Doch dieses Mal wird John nicht als Gast empfangen, sondern soll stattdessen Casey in der Küche helfen. Diese erwartet nämlich in Kürze einen speziellen Gast. 
Jessica, eine junge Frau im Businesskostüm betritt unsicher das Lokal. Abgehetzt und ausgelaugt lässt sich die junge Frau von Casey überreden einen heißen Kaffee zu trinken. Ehe sich Jessica versieht, wird sie von dem Wunder des Ortes eingehüllt. John, der von der Küchentheke aus alles beobachtet hat, weiß ganz genau, wie sich die abgekämpfte Frau bei ihrer Ankunft im Café fühlt und nimmt sich ihr schließlich an. Im Laufe des Tages durchlebt Jessica eine erstaunliche Entwicklung die dafür sorgen wird, dass sie endlich ihr Leben wieder selbst in die Hand nimmt um zu ihrem eigenen "Ich" zurückzufinden...

Eigene Meinung:
Wiedersehen im Café am Rande der Welt ist John Strelecky's zweites Buch einer bisher vierteiligen Reihe. Erneut trifft der Leser auf den bereits bekannten Protagonisten John, der eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht hat, kurz nach seinem Besuch in dem mysteriösen Café am Rande der Welt. Anstatt einen tristen Arbeitsalltag im Büro zu verbringen mit unbequemen Schuhen und gestärkten Hemden, der zudem kräfteraubend und deprimierend ist, entwickelt John ein Lebensmodell, welches für ihn geeigneter erscheint. Der einstige Manager fühlt sich inzwischen sichtlich wohl in seiner Haut und der Leser profitiert ab der ersten Seite von seiner leichten und in sich ruhenden Einstellung. Doch was der einstige Manager noch nicht ahnt: Nach über einem Jahrzehnt tritt das Café in einem völlig entlegenen Teil plötzlich wie aus dem Nichts zum Vorschein, welches genauso aussieht wie damals. Dieses Mal übernimmt John die Rolle des Mentors. 
Jessica, eine junge Geschäftsfrau und aktueller Gast des Lokals steckt im selben Dilemma wie einst er selbst. Unterstützung bekommt John von Casey und Mike -dem ehemaligen Koch des Lokals-, sowie von dessen kleinen Tochter. 
Die Geschichte in diesem Buch fand im Vergleich zum Vorband sehr schleppend geschrieben. Viele Themen wurden mehrmals aufgegriffen, sodass sich der Unterhaltungswert etappenweise in Grenzen hielt. Die Grundidee fand ich wie auch schon im ersten Teil sehr gut, doch die geschichtliche Umsetzung war meiner Meinung nach nicht ganz gelungen. Einige von Strelecky's beschriebenen Szenen fand ich unrealistisch, sowie das siebenjährige, altkluge Mädchen namens Emma, die sich wie eine Erwachsene benahm und sich auch so ausdrückte. 
Nichtsdestotrotz glänzt der Autor mit einer lockeren Geschichte die inhaltlich viele Lebensweisheiten zutage bringen, die automatisch zum Umdenken des eigenen Lebensstil anregen. 
Fazit: Trotz mehrerer inhaltlicher Durststrecken ein Buch welches zum Nachdenken des eigenen Lebensstil animiert. 
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen 

Anmerkung:
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