AM ENDE DER WELT
Infos zum Buch:
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Verlag: btb Verlag
Titel: Die Telefonzelle am Ende der Welt
Autor: Laura Imai Messina
Erscheinungsjahr: 11. Januar 2023
Seitenzahl: 352 Seiten
Kapitelzahl: 22 Kapitel
ISBN: 978-3-442-77268-1
Cover: Taschenbuch
Preis: 12,00 Euro
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Klappentext:
Eine Tagesfahrt von Tokio entfernt steht in einem Garten am Meer einsam eine Telefonzelle. Nimmt man den Hörer ab, kann man dem Wind lauschen - und den Stimmen der Vergangenheit. Viele Menschen reisen zu dem Telefon des Windes, um mit ihren verstorbenen Angehörigen zu sprechen und um ihnen die Dinge zu sagen, die zu Lebzeiten unausgesprochen bleiben. So kommt eines Tages auch Radiomoderation Yui an den magischen Ort. Im Tsunami von 2011 verlor sie ihre Mutter und ihre kleine Tochter. Yui lernt in dem Garten den Arzt Takeshi kennen, auch er muss ein Trauma verarbeiten.
Die beiden nähern sich an, gemeinsam schöpfen sie neuen Mut. Und erlauben sich zum ersten Mal, dem Leben einfach seinen Lauf zu lassen. Ganz gleich, was es für sie vorgesehen hat...
Inhaltsangabe:
Die in Tokio lebende Yui ist eine erfolgreiche Radiomoderatorin. In ihrer aktuellen Sendung widmet sich die 31-jährige dieses Mal einem ganz besonderen Thema, nämlich der Trauer. Sie möchte von ihren Zuhörern wissen, wie diese mit Verlust umgehen. Unter den zahlreichen Anrufern meldet sich unter anderem ein Mann aus Iwate, einer Region die 2011 besonders schwer von der Tsunami-Katastrophe am 11. März getroffen wurde.
Der Unbekannte erzählt von einer besonderen Telefonzelle die sich im Bell Gardia befindet, einem prachtvoll angelegten Garten in der Nähe vom Meer. Obwohl die Telefonzelle nicht am Netz angeschlossen ist, pilgern jährlich tausende von Menschen dorthin, um durch den Hörer mit ihren verstorbenen Angehörigen zu sprechen. Der Wind, der dort oben weht, klingt für viele wie die Stimmen derer, die sie verloren haben.
Seine Worte lassen Yui sofort innehalten, denn auch sie war damals von dem Unglück betroffen bei dem sie ihre 3-jährige Tochter und geliebte Mutter verloren hat.
Tief berührt von dieser Geschichte beschließt die junge Frau den siebenstündigen Weg zur besagten Telefonzelle anzutreten. Dort angekommen, begegnet sie Takeshi, einem Arzt der ebenfalls den Bell Gardia aufsucht. Auch er hat einen Verlust zu beklagen und möchte über das Telefon des Windes Kontakt zu seiner verstorbenen Ehefrau aufnehmen. Während die beiden gemeinsam die mysteriöse Telefonzelle besuchen und gleichzeitig auch Freundschaft mit deren Besitzer und Hüter schließen, wird es zur Takeshi’s und Yui’s Ritual sich einmal im Monat im Bell Gardia zu treffen.
In der Trauer finden die beiden nicht nur Trost, sondern auch Hoffnung. Und vielleicht, ganz unterwartet sogar eine neue Liebe…
Eigene Meinung:
„Die Telefonzelle am Ende der Welt“ von Laura Imai Messina ist eine Geschichte die unter die Haut geht. Im Mittelpunkt stehen die 31-jährige Yui und der 35-jährige Takeshi, die beide am 11. März 2011 durch den verheerenden Tsunami ihre Liebsten verloren haben. Durch Zufall erfahren sie vom „Telefon des Windes“, das inmitten eines wunderschön angelegten Gartens steht. Dort soll man die Stimmen der Verstorbenen hören können, was viele Trauernde veranlasst diesen Ort aufzusuchen um Trost zu finden. Auch Yui und Takeshi machen sich auf den Weg dorthin.
Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, da er sehr gewöhnungsbedürftig war. Doch nach ein paar Kapiteln habe ich mich ganz gut in die Handlung eingefunden. Besonders gefallen haben mir die zusätzlichen Informationen zwischen den Kapiteln. Oft wurden Situationen, die in der Haupthandlung nur kurz angedeutet wurden, noch einmal aufgegriffen und vertieft. Diese Abschnitte geben der Geschichte somit etwas Besonderes und helfen, das Gesamtbild klarer zu sehen.
Leider wurde ich mit den Protagonisten nicht warm. Zwar erfährt man viel über das Schicksal von Yui und Takeshi - unter anderem auch über deren Verluste, nichtsdestotrotz hätte ich mir aber mehr Tiefe gewünscht. So blieben die Figuren für mich teilweise farblos.
Das Thema des Romans hat mich sehr berührt, da ich mich noch gut an die zahlreichen Reportagen über die Tsunami-Katastrophe erinnern kann. Dass es die Telefonzelle im Bell Gardia tatsächlich gibt und sie für so viele Menschen ein Ort des Trostes ist, macht die Geschichte umso bewegender.
Fazit: Laura Imai Messina gibt den Hinterbliebenen des Tsunamiunglücks durch dieses Buch eine Stimme.
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen
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