Eines Tages begegnet John in einem Park unweit seines Büros einem älteren Mann namens Simon. Zunächst hält er diesen für einen Bettler, da Simon äußerlich wie ein Obdachloser wirkt. Jener bittet jedoch nicht um Geld, sondern sucht mit dem Geschäftsmann vielmehr ein Gespräch. John weicht ihm zunächst aus, doch diese Begegnung lässt ihn nicht mehr los. Zum ersten Mal stellt sich John die Frage, ob ihn sein Leben das sich fast ausschließlich nur um Arbeit und Erfolg dreht, wirklich erfüllt.
Als der 39-jährige zufällig Simon wenig später erneut am Strand trifft, entwickelt sich ein intensiver Austausch zwischen den beiden. Bei weiteren Gesprächen -unter anderem bei einem Glas Portwein- erfährt John, dass Simon einst ein ähnliches Leben wie er geführt hat bevor dieser erkannte, was wahres Glück wirklich bedeutet. Schritt für Schritt beginnt John seine bisherigen Überzeugungen zu hinterfragen, sich auf die Suche nach seinem inneren Gleichgewicht zu machen und schließlich dem Ruf seines Herzens zu folgen…
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Im Mittelpunkt steht auch hier, wie bei seinem Debütroman die bekannte Botschaft, dem eigenen Herzen zu folgen und den persönlichen Träumen nachzugehen. Die Protagonisten wechseln, doch die Grundidee bleibt gleich.
In diesem Buch hat mir wieder der Hintergrund und die Entwicklung dieser Erkenntnis gefehlt. Viele Themen werden angeschnitten, aber selten wirklich intensiv ausgearbeitet. Vor allem tiefere Dialoge oder konkrete Beispiele wie man seinen Träumen im echten Leben folgen kann, bleiben auf der Strecke. Oft sind die Protagonisten sehr schnell einsichtig und nehmen die Ratschläge überschnell an, was für mich nicht immer ganz nachvollziehbar ist.
Trotz dieser Kritik ist der Roman angenehm und leicht zu lesen und vermittelt eine positive, inspirierende Grundstimmung. Besonders gelungen sind außerdem die Illustrationen von Heinke Both, die der Geschichte eine zusätzliche emotionale Ebene geben und das Leseerlebnis abrunden.
Fazit: Eine leicht lesbare, inspirierende Geschichte mit angenehmer Grundstimmung, der es jedoch etwas an Tiefe und nachhaltiger erzählerischer Entwicklung fehlt.
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Okeeee... wenn Du nur 3 von 5 Sternen gibst ist das 100%
AntwortenLöschennichts für mich. Ich mag Deine Rezi´s sehr gerne :))Danke dafür
LG heidi
Liebe Heidi,
Löschenvielen Dank für Dein wundervolles Lob! Danke dafür :)
Das ist wirklich das schönste Kompliment was man bekommen kann.
Liebe Grüße und eine tolle Restwoche
Andrea ♥
Hallo liebe Andrea,
AntwortenLöschenauch bei diesem Buch überzeugen auf den ersten Blick schon die schönen Illustrationen. Auch das Thema spricht im ersten Moment an.
Ich habe mich während des Lesens aber auch kritisch gefragt (gerade aus der Perspektive meines aktuellen Buches heraus, das von einem Mädchen handelt, das Zeit seines Lebens in Armut gelebt hat und eben schon für sich feststellen musste, dass zum Leben eben auch ein gewisses Maß an finanzieller Absicherung wichtig ist), ob die Botschaft, die das Buch vermittelt, nicht auch ein wenig kritische Hinterfragung gut tun würde.
Genau diesen Aspekt bemängelst du in deiner Rezension auch. Sicherlich stellen sich die meisten Menschen im Leben irgendwann die Frage, ob das, was man hat, auch ausreichend ist. Ob es nicht noch "mehr" gegeben hätte. Aber sollte die Frage nicht eher darauf ausgerichtet werden, was man alles hatte? Denn das vergisst man ja viel zu oft und viel zu schnell. Gerade diese Antwort sollte doch viel eher zum Glück führen, als die Frage, was man nicht alles hätte haben können.
Wie denkst du darüber?
Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende. <3
Ganz liebe Grüße
Tanja :o)
Guten Abend liebe Tanja,
Löschenvielen Dank für Deine tollen Gedanken und die Zeit die Du Dir immer nimmst ♥
Das ist ein wirklich interessanter Gedanke. Ich glaube auch, dass die meisten Menschen dazu neigen sich stärker auf das zu konzentrieren was ihnen fehlt oder was hätte sein können, als auf das, was sie bereits besitzen oder erlebt haben.
Andererseits kann ich auch verstehen, warum man sich die Frage stellt, ob „mehr“ möglich gewesen wäre.
Vll ist ein Mittelmaß ganz gut. Zwischen wertzuschätzen was man hat und gleichzeitig nach mehr zu streben.
Ganz liebe Grüße und einen tollen Restabend für Dich
Andrea ♥