Montag, 3. Juli 2017

REZEPT: Einwecken: Johannisbeeren-Marmelade

Hallo meine lieben Naschkatzen,

heute möchte ich Euch wieder ein Marmeladenrezept vorstellen. Ich habe Euch ja schon einmal gezeigt wie die Zwetschgenzimt-Marmelade geht. Das Rezept findest Du hier. Heute geht es aber um die Johannisbeere. 
Das Besondere daran ist, dass ihr bis auf die Frucht und dem Gelierzucker nichts an weiteren Zutaten braucht und die Marmelade kernfrei sein wird. Also los geht's und viel Spaß beim Nachmachen!

Hinweis: 
Ich mache die Marmelade ohne Kerne, daher pflücke ich 500 g mehr damit ich später wieder auf 1 Kilo in der Gesamtmenge komme. Falls ihr in Eurer Marmelade aber Kerne haben wollt reicht es aus, wenn ihr 1 Kg Johannisbeeren habt.



Zutaten: 
1,5 Kg Johannisbeeren
1 Pä. Gelierzucker im Verhältnis 2:1

  • saubere, luftdichte Gläser
  • Mixer oder Pürierstab

Beginn:
Bevor ihr mit der Marmelade anfangen könnt, müsst ihr alle Gläser (bestenfalls mit Schraubverschluss oder von WECK) mit kochend heißem Wasser ausspülen, damit die Behälter von sämtlichen Bakterien befreit werden. Die Marmelade darf keinesfalls mit Keimen oder schlechten Lebensmitteln befallen sein, sonst schimmelt sie und ihr könnt sie wegwerfen!

Zubereitung:
Als erstes müsst ihr alle Johannisbeeren von ihren Stängeln befreien. Achtet darauf, dass keine verschimmelte Beere dazwischenrutscht. Wenn ihr diese mühevolle Aufgabe erledigt habt, wascht die Johannisbeeren mit Hilfe eines Siebes. Bei der Weiterverarbeitung sollte das Wasser gut abgetropft sein. 


Als nächsten Schritt müsst ihr die Johannisbeeren aufkochen lassen. Die Beeren platzen auf und eine schaumige Oberfläche entsteht. Wenn es so aussieht wie bei mir auf dem Bild, dann könnt ihr die Menge mit einem Stabmixer zu einer einheitlichen Masse pürieren.


Wenn dies erfolgt ist, dann kommt der entscheidende Teil- welcher später die Marmelade schön streichfähig macht. Ihr entfernt die Kerne von der pürierten Masse. Nehmt dazu einfach ein Sieb und drückt die Flüssigkeit durch. Die Kerne die hängen bleiben im Sieb könnt ihr danach wegwerfen. 
Die kernfreie Masse wird nun gewogen. Achtet darauf, dass ihr den Behälter nicht auf Versehen mit wiegt. 


Wenn ihr es abgemessen habt und 1 Kg herauskommt, dann könnt ihr den Gelierzucker 500 g (Verhältnis 2:1) hinzufügen und alles zum kochen bringen. Ansonsten den Zucker variabel im Mischverhältnis hinzufügen. 
Wenn alles kocht, 4 Min. weiterkochen lassen und danach eine Gelierprobe nehmen. D.h. ihr nehmt einen kleinen Löffel, holt ein wenig von der Marmelade aus dem Topf und gebt es auf den Unterteller. Wenn ihr diesen quer legt, läuft diese Menge ein wenig- stockt aber! Das ist das perfekte Zeichen, für das es geliert hat. 


Mit einer Einweckhilfe (siehe weißes Plastikteil) könnt ihr perfekt die gelierte Masse in die Gläser randvoll einführen ohne das etwas verschüttet wird am Drehverschluss.


Der letzte Schritt ist es, die Gläser auf den Kopf zu stellen, damit ein Vakuum entsteht und Eure Gläser luftdicht abgeschlossen werden.

Bei meinen Internetrecherchen bin ich auf eine tolle Seite gestoßen, bei der man seine Marmeladenetiketten ganz einfach selbst in der passenden Größe designen kann. 
Das Tolle daran ist, dass Nordzucker viele Funktionen anbietet. Damit ist Eurer Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt- und kostenlos ist es auch!

**** TIPPS ****
  • Ich drucke die Etiketten auf ein normales Papier aus und klebe es mit einem Klebestift auf das Marmeladenglas. Der Vorteil daran ist, dass ihr später problemlos das Etikett wieder abbekommt, wenn ihr es unter ein lauwarmes Wasser hält ohne lästiges rubbeln und einweichen.
  • Desweiteren solltet ihr immer auf Eure Marmelade das Datum notieren wann ihr die Frucht eingeweckt habt. Zwar ist sie bei richtiger Anwendung sehr lange haltbar, trotzdem habt ihr einen Überblick über Eure Produkte.