Montag, 9. Dezember 2013

E-Mail vom Weihnachtsmann - eine süße Weihnachtsgeschichte

Heute habe ich ein schönen Text von einer Beautytalk Mitarbeiterin Andrea v. Ollschenberg gefunden:


Von: Weihnachtsmann                                                                                      Datum: 2. November
An: Knecht Ruprecht

Betr. Debatte im Himmelsrat


Mein lieber Weggefährte,
leider konntest Du beim letzten Treffen des Himmelrats ja nicht dabei sein. Darum schreibe ich dir jetzt - denn was dort besprochen wurde, interessiert Dich bestimmt auch.
Bei der letzten Versammlung stand das Thema Weihnachten auf der Tagesordnung. Und das Christkind hat uns alle ganz schön nachdenklich gemacht.
So ginge das nicht weiter, meinte es. Von Jahr zu Jahr würde dieses Fest mehr seinen Zauber und Glanz verlieren. Da kam ich wirklich ins Grübeln. Und nicht nur ich. Auch die Engel am Tisch waren auf einmal sehr ruhig, und Du weißt, das die sonst immer etwas zu erzählen haben. Das Christkind hatte aber auch gleich eine wunderschöne Idee, wie man den Geist von Weihnachten neu mit Leben erfüllen könnte. Es schlug nämlich vor, die Menschen wieder an die alte Tradition zu erinnern, nach der einer sich selbst überlegen musste, was der andere sich wünscht.

Das war früher eigentlich gang und gäbe. Aber dann fingen wir Menschen an, es sich leicht zu machen: Sie haben einander einfach erzählt, was sie gern unter dem Tannenbaum hätten. Eigentlich ist es kein Wunder, dass Weihnachten so vorhersehbar und glanzlos geworden ist, oder?
Vielleicht weißt Du es ja sogar noch:
Wir haben damals schon im Herbst darüber Buch geführt, was die Menschen sich als Überraschung für die Familie und Freunde ausgedacht hatten. Auf welch lustige und liebevolle Ideen die Menschenkinder da gekommen waren. Einfach, weil sie ich die Zeit genommen hatten, über die Wünsche ihrer Mitmenschen nachzudenken. Und erinnerst Du Dich noch an die Wunschzettel, die Kinder aus aller Welt damals noch per Hand geschrieben haben. Ach, das war richtig schön.

Und was es für Überraschungen und glänzende Augen unter dem Tannenbaum gab. So soll es wieder werden, meinte das Christkind- und wir alle sehen das auch so. Also haben wir in der Himmelsversammlung beschlossen, dieses Jahr Weihnachten anders zu planen:
Wir werden damit beginnen, den alten Brauch des gefüllten Nikolausstiefels wieder mehr zu beleben. Das bedeutet, dass wir in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember schon mal losfahren, um vor den Haustüren die Stiefel mit allerlei kleinen Überraschungen zu platzieren. Aber denk nur daran, wie sich die Kinder darüber freuen werden! Und dann werden die lieben alten Traditionen rund um das Fest wieder vermehrt ins Bewusstsein der Menschen rücken.

Achja, der Himmelsrat hat mir übrigens versprochen, dass unser neuer Komfortschlitten bis dahin fertig ist. Dann haben wir es bequemer auf unseren Reisen.
Es gab übrigens nur einen, der von den Ideen für ein neues Fest nicht so begeistert war. Du kommst wahrscheinlich selbst drauf. Genau, der gute alte Petrus. Denn zu den Plänen des Christkinds gehört auch Schnee. Weiße Weihnacht mit leise vom Himmel fallenden Flocken, hellem Sternenlicht und einem stillen Zauber, der die Herzen der Menschen berührt. Petrus murrte natürlich ein wenig in seinen Bart, dass das ja so viel Arbeit machen würde, aber das Christkind hat ihm schon versprochen, eine Teilzeitkraft einzustellen. Frau Holle war auch sofort einverstanden...

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